Büro für Energieberatung GEAK
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Das Impressum nennt als Herausgeber "Büro für Energieberatung GEAK®", betrieben von Andreas Ecknauer mit Sitz an der Birsstrasse 320 in 4052 Basel. Der hinterlegte Name "Büro für Energieberatung und GEAK" ist nicht ganz deckungsgleich: Der Fliesstext auf der Website selbst verwendet an anderer Stelle die Schreibweise "Büro für Energieberatung & GEAK®" mit Kaufmanns-Und, das Impressum dagegen keinen Bindestrich-Zusatz überhaupt. Diese Rubrik übernimmt die Impressums-Fassung ohne Zusatz. Das Angebot dreht sich um den Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) und die dazugehörige Beratung, nicht um die Installation von Heizungsanlagen.
Was es ist
Rechtlich tritt die Website als Einzelunternehmen einer einzelnen Person auf: Das Impressum nennt ausschliesslich Andreas Ecknauer als Herausgeber, ohne Rechtsform-Zusatz wie GmbH oder AG, ohne UID und ohne Handelsregisternummer. Ein Gründungsjahr wird nirgends genannt. Auffällig ist eine Diskrepanz bei der eigenen Telefonnummer: Im Impressum steht "+41 61 311 53 26", auf jeder anderen Seite im Fusstext dagegen "061 311 53 25" für dieselbe Basler Adresse, die letzten beiden Ziffern unterscheiden sich. Einen tel-Href, gegen den sich eine der beiden Nummern prüfen liesse, gibt es auf der Seite nirgends. Für die technische Umsetzung der Website nennt das Impressum "Schalnich Communications | Digital Marketing", eine Agentur-Fusszeile, die hier bewusst nicht als Firmenname verwendet wird. Im Abschnitt "Mitgliedschaften" zeigt die Seite zwei Logos: ein nicht verlinktes Badge mit dem Dateinamen "Logo GEAK Experte.jpg" sowie ein zweites Logo, das auf die externe Seite sun21.ch verlinkt, ohne dass ein begleitender Text die Beziehung zu diesem Anbieter erklärt. Beides wird hier als blosse Beobachtung behandelt, nicht als bestätigte Mitgliedschaft oder Partnerschaft.
Was man bekommt
Kernprodukt ist der GEAK, der schweizweit einheitliche Gebäudeenergieausweis der Kantone: Laut Website ist er von allen 26 Kantonen anerkannt, wurde von den kantonalen Energiedirektoren lanciert und ist seit 2009 als einheitliches Energieettikett für 10 Gebäudeklassen verfügbar. Der Standard-GEAK bewertet ein bestehendes Gebäude in Energieklassen von A (sehr effizient) bis G (geringe Effizienz), anhand von Gebäudehülle (Dämmung, Fenster, Dach) und Gesamteffizienz bei Heizung, Warmwasser und Lüftung; er liefert laut eigener Beschreibung ausdrücklich keine Sanierungsvorschläge, sondern nur eine Zustandsbewertung, und eignet sich laut Website für Wohngebäude, Verwaltungs- und Schulbauten, Hotels, Verkaufsflächen, Restaurants sowie Mischnutzungen. Empfohlen wird er, wenn keine Sanierung geplant ist, etwa vor einem Verkauf oder einer Vermietung. Der GEAK Plus baut darauf auf und enthält zusätzlich einen individuellen Beratungsbericht mit meist 2-4 Sanierungsvarianten, einer Abschätzung von Energieeinsparung, CO2-Reduktion und Investitionskosten sowie einer Empfehlung für ein etappiertes Vorgehen; empfohlen wird er, wenn eine Sanierung geplant ist oder Fördergelder beantragt werden sollen. Beim Ablauf nimmt laut Website der GEAK-Experte bei einer Gebäudebegehung alle relevanten Daten auf, während die Gebäudeeigentümer Planungsunterlagen und die Verbrauchsdaten für Heizung, Warmwasser und Strom für einen Zeitraum von 3 Jahren beisteuern. Über den GEAK hinaus listet die Produkte-Seite als weitere Kompetenzen eine Gebäudeanalyse mit Vorgehensweise für Gewerbe, eine Gebäudemodernisierung mit Konzept für Industrie, Impulsberatung, eine Checkliste, Musterexemplare für GEAK und GEAK Plus, Musterangebote, das Beantragen von Fördergeldern samt Coaching sowie Wärmebilder (Thermographien), die das Büro von November bis März anbietet.
Für Neubauten bietet das Büro zusätzlich den GEAK Neubau an, ein eigenes Energiezertifikat innerhalb desselben GEAK-Systems: Er dokumentiert vor Fertigstellung die voraussichtliche Energieeffizienz auf Basis der Planungswerte und legt fest, welche Zielwerte das Gebäude erreichen soll. Nach der Fertigstellung ermittelt der GEAK-Experte laut Website die effektiv erzielte Energieklasse und hält sie im GEAK-Bericht fest; nach minimal 3-jähriger Nutzung lässt sich der GEAK Neubau mit echten Verbrauchsdaten aktualisieren und wird dadurch zum gewöhnlichen GEAK für ein bestehendes Gebäude. Zum Verhältnis zwischen GEAK und dem Minergie-Standard äussert sich die Website ungewöhnlich differenziert für eine Werbeseite: Der GEAK sei primär ein Analyse- und Klassifizierungswerkzeug, während Minergie ein höherer, bei Planung, Neubau oder Sanierung aktiv zu erreichender und zertifizierter Standard sei. Ein Minergie-konformes Gebäude falle im GEAK zwar meist in eine sehr gute Klasse wie A oder B, doch eine gute GEAK-Bewertung bedeute laut eigener Aussage nicht automatisch Minergie-Qualität, weil Minergie zusätzliche Anforderungen stelle, die der GEAK nicht abbilde. Ein GEAK-Plus-Bericht könne den Weg zu einem Minergie-Projekt aber erleichtern, weil er bereits konkrete Sanierungsvorschläge bis zur Minergie-Systemerneuerung enthalten könne.
Wie es organisiert ist
Das Büro tritt an drei Standorten auf: Nordwestschweiz mit Sitz an der Birsstrasse 320 in 4052 Basel (derselbe Ort wie der Impressums-Herausgeber), Ostschweiz an der Sonnenwiesenstrasse 14 in 8280 Kreuzlingen/TG sowie Zürich/Zentralschweiz an der Florastrasse 49 in 8008 Zürich. Für die beiden letztgenannten Standorte nennt das Impressum keine eigene rechtliche Bezeichnung, sie erscheinen nur als regionale Kontaktadressen desselben Herausgebers. Auf der Startseite bezeichnet sich das Büro selbst als "offiziell anerkannte Impulsberater" und bietet laut eigener Aussage schweizweit einen Heizungs- oder Haus-Check an.
Was auffällt
Die Website beschreibt sich mit den Schlagworten "unabhängig, kompetent, preiswert, zeitnah" und wiederholt diese Formel auf mehreren Seiten identisch. Bei der Schwelle, ab der ein GEAK für Fördergesuche nötig wird, nennt die Website den Betrag "CHF 10`000" mit einem Apostroph-artigen Zeichen (einem Backtick statt des in der Schweiz sonst üblichen Hochkommas), hier wortgetreu aus dem Quelltext übernommen. Wie oben beschrieben widersprechen sich Impressum und Seitenfuss bei der Basler Telefonnummer in den letzten beiden Ziffern.
Was es kostet
Konkrete Preise für einen GEAK oder einen GEAK Plus veröffentlicht die Website nicht. Interessenten sollen ihre Kontaktdaten und Angaben zur Liegenschaft einsenden, wofür die Seite ein "preiswertes und zeitnahes Angebot" verspricht, ohne eine Zahl zu nennen.
Für wen sich das eignet
Wer vor einem Immobilienverkauf oder einer Vermietung nur den energetischen Ist-Zustand dokumentieren will, ist beim Standard-GEAK richtig; wer einen Heizungsersatz oder eine energetische Sanierung plant und dafür Fördergelder beantragen möchte, findet im GEAK Plus samt Beratungsbericht und Sanierungsvarianten das passendere Angebot. Für die eigentliche Installation der neuen Heizung oder Wärmepumpe braucht es danach weiterhin einen separaten Installationsbetrieb, den dieses Büro nach eigener Beschreibung nicht selbst stellt.
Fazit
Das Büro für Energieberatung GEAK ist ein von Andreas Ecknauer geführtes Ein-Personen-Angebot mit Sitz in Basel und zwei weiteren regionalen Kontaktadressen, das sich auf den staatlich anerkannten Gebäudeenergieausweis und die begleitende Impulsberatung spezialisiert hat. Die Website erklärt GEAK und GEAK Plus klar und mit konkretem Ablauf, veröffentlicht aber weder Preise noch eine Rechtsform, UID oder Handelsregisternummer, und widerspricht sich bei der eigenen Basler Telefonnummer. Für eine unabhängige Ersteinschätzung vor einem Heizungsersatz oder einer Sanierung ist das ein naheliegender erster Ansprechpartner, für die Ausführung selbst nicht.