e3hus GmbH

Jonastrasse 12, 8636 Wald

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Was es ist

e3hus GmbH sitzt an der Jonastrasse 12 in 8636 Wald und ist, wie die eigene Portrait-Seite schreibt, „eine Tochterunternehmung der EW Wald AG" und stellt „ein hochwertiges Angebot für die Endkunden bereit, von der Energieberatung (Gebäudesanierung & Haustechnik) über die Elektromobilität bis hin zur Elektrosicherheit". Zur eigenen Ausrichtung heisst es: „Als regionales Unternehmen setzen wir uns für eine fossilfreie Energiezukunft ein und sind bestrebt, die vom Volk angenommene Energiestrategie 2050 tatkräftig umzusetzen." Die Website führt in der Fusszeile jeder Seite den Zusatz „Ein Unternehmen der EW Wald AG", der die Mutterfirma benennt, ohne dass „e3hus GmbH" als eigener Firmenname dabei verschwindet: Beide Angaben stehen nebeneinander, der Name direkt über der Adresse, der Mutterkonzern separat darunter.

Was man bekommt

Das Angebot gliedert sich in zwei Hauptbereiche. Unter „Energieberatung" listet die Navigation Einstiegsberatung, Heizungscheck, GEAK Plus, Minergieberatung, Baubegleitung, PEIK Energieberatung, Stromeffizienz, Photovoltaik und E-Mobilität. Unter „Elektrosicherheit" stehen Sicherheitskontrollen, Sicherheitsberatung und Messtechnik.

Beim Heizungscheck beschreibt die Firma ihre Rolle so: „Die neutrale Beratung von e3hus hilft Ihnen, aus verschiedenen Varianten das passende Heizsystem für Ihr Gebäude zu wählen. Neben den Investitions-, Kapital und Energiekosten werden auch die Kosten für den Betrieb und Unterhalt über die gesamte Nutzungsdauer berücksichtigt. Die Resultate werden in einem Bericht zusammengefasst." e3hus bezeichnet sich dabei als „zertifizierte Impulsberater Erneuerbar Heizen". Die Seite nennt die Bundesförderung für diese spezifische Beratung ausdrücklich: „EFH, MFH < 6 Wohnungen und Gewerbe bis 30kW Heizleistung CHF 450.-, MFH > 6 Wohnungen und Gewerbe über 30kW Heizleistung CHF 1800.-", und stellt klar, dass die Impulsberatung dadurch „für Sie somit kostenlos" ist, also durch den Bund und nicht durch e3hus selbst finanziert wird.

Beim GEAK Plus, dem Gebäudeenergieausweis der Kantone, führt e3hus sich als „zertifizierte GEAK-Experten". Zu den Kosten schreibt die Website konkret: „Für ein Einfamilienhaus betragen die Kosten für einen GEAK zwischen CHF 2500 und CHF 3500.-, wovon der Kanton Zürich CHF 1000.- übernimmt. In der Gemeinde Wald wird der GEAK Plus zusätzlich mit CHF 1000.- gefördert." Für Mehrfamilienhäuser bleiben die Kosten „auf Anfrage". Bei der Minergieberatung positioniert sich e3hus als „Minergie-Fachpartner" und berät zu Komfortlüftung und Systemerneuerung; die Kosten dafür werden laut eigener Aussage „individuell auf Basis Ihrer Liegenschaft" kalkuliert, ebenso wie bei der Photovoltaikberatung. Dort begleitet die Firma die Standort- und Ausrichtungsprüfung, holt Offerten ein, begleitet auf Wunsch Bau und Installation der Anlage, erstellt das Anschlussgesuch für die Netzbetreiberin und übernimmt die Anmeldung bei Pronovo inklusive Fördergeldern und Beglaubigung der Anlage; dazu berät sie zu Eigenverbrauchssteigerung, dem Praxismodell und dem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV).

Weitere Beratungsfelder

Die Einstiegsberatung ist als kurzer erster Schritt angelegt: „Mittels kurzer Besichtigung Vorort finden wir gemeinsam erste Antworten auf Ihre Fragen." Zu Dauer und Umfang schreibt die Website: „Dauer max. 2 Stunden, ohne schriftlichen Bericht. In der Gemeinde Wald ist die Einstiegsberatung kostenlos." Wer danach in ein konkretes Bauprojekt einsteigt, kann die Baubegleitung dazubuchen, die laut eigener Aufzählung das Einholen von Unternehmerofferten, das Einreichen von Gesuchen für Baubewilligung und Fördergelder, Terminprogramm und -kontrolle, private Kontrolle und Ausführungsbestätigungen sowie Mithilfe bei Inbetriebnahme, Schlusskontrolle und Abnahme umfasst; auch hier werden die Kosten individuell offeriert.

Auf der Elektrosicherheitsseite erklärt e3hus den gesetzlichen Rahmen der Sicherheitskontrollen: „Seit dem 1.1.2002 ist die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) in Kraft, welche die Verantwortung für die Sicherheit der elektrischen Installationen prinzipiell dem Eigentümer der entsprechenden Liegenschaft oder der Eigentumswohnung überträgt." Für normale Wohnbauten mit einer Kontrollperiode von 20 Jahren erledigt diese Schlusskontrolle laut Website der beauftragte Elektroinstallateur selbst; e3hus tritt dort ein, wo eine unabhängige Prüfung nötig ist: „In Liegenschaften oder Liegenschaftsteilen mit besonderem Gefahrenpotential, d.h. mit einer Kontrollperiode von weniger als 20 Jahren, führt e3hus in Ihrem Auftrag die gesetzlich vorgeschriebene Abnahmekontrolle durch." Bei der E-Mobilität berät die Firma „bei Fragen zur E-Mobilität sowie zur Wahl der optimalen Ladeinfrastruktur im Ein- oder Mehrfamilienhaus und im Gewerbebau" und erarbeitet für den nachträglichen Einbau, etwa in Tiefgaragen, „auf Basis einer Lastgangmessung die optimale E-Mobilität-Infrastruktur", ebenfalls zu individuell offerierten Kosten.

Wer dahintersteht

Die Team-Seite nennt zwei Fachpersonen mit ihren Qualifikationen. Daniel Diggelmann, Geschäftsführer, wird als „Energieingenieur FH/NDS, GEAK-Experte, Berater Erneuerbar Heizen" ausgewiesen und erscheint auf fast jeder Unterseite als persönlicher Ansprechpartner für eine Beratung. Christian Züger, „Bereichsleiter Elektrosicherheit", ist laut derselben Seite „Eidg. dipl. Elektroinstallateur" und „Elektroinstallations- und Sicherheitsexperte". Beide Qualifikationen werden hier den genannten Personen zugeschrieben, nicht als allgemeine Firmenauszeichnung.

Was auffällt

Auf der gesamten Website findet sich keine Impressum-Seite mit Handelsregister- oder UID-Nummer: Ein direkter Aufruf von /impressum liefert einen 404-Fehler, und auch die vollständige Sitemap der Website führt keine solche Seite. Auffällig ist zudem, dass die Telefonnummer „055 256 56 44" im Quellcode der Seite als reiner Text steht, nicht als anklickbarer Anruflink; nur die daneben platzierte E-Mail-Adresse ist über ein JavaScript-Feld verschleiert und zeigt im rohen HTML lediglich den Platzhalter „Turn on Javascript!" statt einer Adresse. Da kein tel:-Link existiert, gibt es hier auch keinen Verweis, gegen den sich die angezeigte Nummer prüfen liesse; sie steht einfach unverändert auf jeder Seite.

Was es kostet

Für Heizungscheck und GEAK Plus veröffentlicht e3hus konkrete Zahlen, wie oben zitiert. Für Minergieberatung, Photovoltaik-Begleitung, Einstiegsberatung, Baubegleitung, PEIK Energieberatung, Stromeffizienz-Beratung, E-Mobilitäts-Beratung sowie die drei Elektrosicherheits-Dienstleistungen nennt die Website dagegen keine Preise; diese werden laut eigener Aussage individuell offeriert.

Für wen sich das eignet

e3hus passt zu Eigentümerinnen und Eigentümern von Ein- und Mehrfamilienhäusern im Zürcher Oberland, die vor einem Heizungsersatz eine neutrale, herstellerunabhängige Beratung zwischen verschiedenen Heizsystemen suchen, inklusive Bericht als Grundlage für einen geförderten Heizungsersatz im Kanton Zürich. Ebenso passt die Firma zu Bauherrschaften, die einen GEAK Plus, eine Minergie-Zertifizierung oder eine Photovoltaikanlage inklusive Anschlussgesuch und Pronovo-Anmeldung planen wollen, sowie zu Personen, die eine Elektrosicherheitskontrolle oder -beratung benötigen. Wer dagegen eine Firma sucht, die eine Wärmepumpe oder eine andere Heizung direkt liefert und einbaut, findet das bei e3hus nicht: Die eigene Leistungsbeschreibung bleibt durchgehend bei Beratung, Bericht, Antragstellung und Begleitung, nie bei einer eigenen Installation.

Fazit

e3hus GmbH ist die auf Energie- und Elektrosicherheitsberatung spezialisierte Tochterfirma der EW Wald AG in Wald ZH, mit einem klaren Fokus auf neutrale Beratung statt Verkauf einer eigenen Anlage. Heizungscheck und GEAK Plus sind mit konkreten Förderbeträgen des Bundes, des Kantons Zürich und der Gemeinde Wald dokumentiert, während andere Beratungsfelder wie Minergie oder Photovoltaik ohne Preisangabe bleiben. Für eine unabhängige Zweitmeinung vor einem Heizungswechsel oder einer Gebäudesanierung im Zürcher Oberland ist das ein naheliegender Ansprechpartner; wer die Wärmepumpe danach einbauen lassen will, braucht dafür einen anderen, ausführenden Betrieb.

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