Earth Suisse

Mättihalden, 6048 Horw

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Earth Suisse ist ein geologisches Beratungsbüro, das sich auf die Planungsseite von Erdwärme- und Grundwasserprojekten spezialisiert hat: Machbarkeitsstudien, hydrogeologische Untersuchungen, Bewilligungsverfahren und Baubegleitung für Erdwärmesonden und Grundwasserwärmepumpen. Die eigentliche Bohrung führt die Firma nicht selbst aus, sie plant, begleitet und koordiniert sie.

Was es ist

Der im ursprünglichen Datensatz hinterlegte Name „earthsuisse" ist die Domain, nicht die volle Firmenbezeichnung. Das Impressum nennt als Verantwortlichen „Earth Suisse, Martin Sweda, Mättihalden, 6048 Horw, Tel. +41 41 505 03 43" und weist das Copyright sämtlicher Inhalte Martin Sweda persönlich zu; eine Rechtsform wie AG oder GmbH, eine Handelsregisternummer oder eine UID wird nirgends genannt. Auf der Unternehmen-Seite firmiert Martin Sweda, Dipl.-Ing., MSc. MUL, als „Beratender Geologe & Inhaber" und begleitet Projekte laut eigener Aussage persönlich; für jedes Projekt wird laut Website zusätzlich „aus einem Netzwerk aus Ingenieuren und Subunternehmern das passende Team zusammengestellt" (Geologen, Statiker, Umweltexperten, Subunternehmer werden als Kategorien genannt, keine weiteren Personen namentlich). Das Bild ist damit das eines Einzelbüros mit projektweise zugezogenem Netzwerk, nicht das einer grösseren Ingenieurgesellschaft.

Was man bekommt

Für Grundwasserwärmepumpen bietet Earth Suisse laut eigener Leistungsbeschreibung Machbarkeitsstudie, Bewilligungsmanagement, Brunnenplanung und Bohrbegleitung, Pumpversuche und Leistungsprüfung, wasserchemische Analysen sowie Betriebsoptimierung. Der beschriebene Prozess läuft über 3 Schritte: Machbarkeitsstudie und Bewilligung in Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden, Brunnenbohrung und Erschliessung, dann Betrieb und Beratung, mit einer durchschnittlichen Projektdauer von 4 bis 12 Wochen. Für Erdwärmesonden und Geothermie allgemein beschreibt die Website ein „Komplettpaket" aus Erstgespräch, Planung nach Mass, Behördenterminen, Baubetreuung und Fertigstellung, mit einer Gesamtdauer von 6 bis 10 Wochen. Beide Systeme werden erklärt: Erdwärmesonden entziehen die Wärme direkt aus Fest- oder Lockergestein über eine vertikale Bohrung, Grundwasserwärmepumpen nutzen stattdessen das geförderte und nach Wärmeentzug zurückgeführte Grundwasser. Konkrete technische Angaben: Ab rund 15 Metern Tiefe ist die Bodentemperatur laut Website ganzjährig konstant, die Temperatur nimmt pro Kilometer Tiefe um rund 30 °C zu, Erdwärmesonden sind in vielen Kantonen bis 300 Meter Tiefe bewilligungspflichtig, und eine Grundwasserwärmepumpe erreicht laut FAQ typischerweise eine Jahresarbeitszahl von 4.0 bis 5.5. Die Website erklärt zudem den technischen Unterschied der beiden Systeme explizit: Erdwärmesonden lassen sich bei Bedarf auch passiv zum Kühlen nutzen, indem Wärme aus dem Gebäude in den Boden zurückgeleitet wird, ohne dass die Wärmepumpe selbst dafür laufen muss, während eine Grundwasserwärmepumpe laut Website bis zu 80 % Energieausbeute erreiche und damit effizienter arbeite als eine Erdwärmesonde; auch diese zweite 80-Prozent-Angabe bleibt ohne genannte Berechnungsgrundlage.

Wie es organisiert ist

Die Website nennt 6 Service-Regionen mit eigenen Kontakt-E-Mail-Adressen: Luzern, Bern, St. Gallen, Solothurn, Zürich und Wallis, dazu die 4 Einsatzgebiete Zentralschweiz (Luzern, Zug, Schwyz), Zürich/Ostschweiz (Zürich, St. Gallen, Thurgau), Espace Mittelland (Bern, Fribourg, Solothurn) und Genferseeregion (Oberwallis, Waadt). Die Referenzenseite selbst erklärt offen: „Referenzprojekte vor 2025 wurden im Rahmen von Anstellungen bei anderen Firmen erarbeitet." Die zugehörigen, im Seitencode hinterlegten Projektdaten zeigen dazu passend zahlreiche Projekte aus 2019 bis 2021 in österreichischen Bundesländern wie Kärnten, Salzburg, Tirol und Steiermark, jeweils mit einem Kürzel für den damaligen Arbeitgeber versehen; diese älteren Projekte sind also die Erfahrung von Martin Sweda persönlich, nicht Leistungen der Firma Earth Suisse. Ab 2025 verzeichnen dieselben Daten Schweizer Projekte ohne Arbeitgeberkürzel, unter anderem für Ipsoeco AG, LOCUS Atelier GmbH, KLR Architekten und die Gemeinde Dagmersellen, in den Kantonen Luzern, Aargau, Schwyz, Zürich, Obwalden und St. Gallen, darunter auch ein Projekt mit Geothermie-Bezug (Ersatzneubau Camping International, Giswil, für Herrenschmidt & Partner AG).

Was auffällt

Die Website widerspricht sich bei der eigenen Erfahrung an 3 verschiedenen Stellen: Die Unternehmen-Seite spricht von „fast einem Jahrzehnt Erfahrung" für Martin Sweda persönlich, die Grundwasserwärmepumpen-Seite zeigt eine Kennzahl „30+ Jahre Erfahrung", und die Geothermie-Seite zeigt an vergleichbarer Stelle „6+ Jahre Erfahrung". Diese 3 Angaben werden hier nebeneinandergestellt, ohne dass sich aus der Website ergibt, welche zutrifft. Die Unternehmen-Seite wirbt zudem mit „Über 100+ Projekte realisiert", was angesichts der oben beschriebenen Referenzenseite vermutlich auch die vor 2025 bei anderen Arbeitgebern erarbeiteten Projekte einschliesst; die Website selbst trennt diese beiden Angaben nicht. Als weitere Werbekennzahl nennt die Grundwasserwärmepumpen-Seite „80% Energiekostenersparnis", ohne Berechnungsgrundlage oder Vergleichsbasis zu nennen; diese Zahl wird hier nur als unbelegte eigene Werbeaussage wiedergegeben, nicht als geprüfte Grösse.

Was es kostet

Anders als die meisten Büros in diesem Verzeichnis veröffentlicht Earth Suisse tatsächliche Fixpreise für Privatkunden, auf einer eigenen Seite für Bauherren. Eine Baugrunduntersuchung kostet demnach ab CHF 890, ein Versickerungsversuch ab CHF 750 (inklusive Protokoll für die Baubewilligung, exklusive Berechnung der Versickerungsanlage), eine geologische Grundstücksbewertung vor dem Kauf ab CHF 450 und ein Naturgefahren-Check ab CHF 390. Für die reine Planung einer Grundwasserwärmepumpe inklusive kantonaler Bewilligung nennt die Website einen Fixpreis ab CHF 5'490; das ist die Planungsleistung selbst, nicht die Gesamtkosten der Anlage samt Bohrung und Wärmepumpe, die andernorts auf der Website mit CHF 40'000 bis CHF 80'000 beziffert werden. Für eine Erdwärmesonden-Anlage bei einem Einfamilienhaus nennt die Geothermie-Seite separat Investitionskosten von CHF 20'000 bis 40'000, ohne eigenen Fixpreis für die reine Planungsleistung. Die telefonische Erstberatung ist laut Website kostenlos, die Lieferzeit für eine Baugrunduntersuchung wird mit 7 bis 14 Tagen angegeben, ein Angebot soll innerhalb von 24 Stunden folgen.

Für wen sich das eignet

Wer in der Zentralschweiz, im Espace Mittelland oder in der Zürcher/Ostschweizer Region eine Grundwasser- oder Erdwärmepumpe plant und einen unabhängigen Geologen für Machbarkeitsstudie, Bewilligung und Bohrbegleitung sucht, findet in Earth Suisse ein auf genau diese Nische spezialisiertes Angebot mit mehreren dokumentierten Schweizer Projekten seit 2025. Wer stattdessen eine grössere, seit Jahrzehnten am Markt etablierte Ingenieurgesellschaft mit einem festen internen Team sucht, sollte die widersprüchlichen Erfahrungsangaben und die Struktur als Einzelbüro mit projektweise zusammengestelltem Netzwerk einkalkulieren. Für ein privates Einfamilienhausprojekt mit klar umrissener Fragestellung, etwa nur eine Grundstücksbewertung vor dem Kauf oder nur einen Naturgefahren-Check, sprechen die veröffentlichten Fixpreise für eine planbare, überschaubare Investition ohne offene Offertrunde.

Fazit

Earth Suisse deckt mit Erdwärmesonden und Grundwasserwärmepumpen genau 2 der für diesen Katalog relevantesten Planungsleistungen ab, mit einer klaren Prozessbeschreibung, konkreten technischen Eckwerten und einer wachsenden Zahl dokumentierter Schweizer Projekte seit 2025. Zugleich widerspricht sich die Website bei der eigenen Erfahrung gleich 3-fach, nennt eine unbelegte 80-Prozent-Ersparnis-Kennzahl und veröffentlicht keine Rechtsform, Handelsregisternummer oder UID; die Struktur ist die eines Einzelbüros mit Martin Sweda als Inhaber und einem projektweise zusammengestellten Netzwerk, nicht die eines grösseren Planungsbüros.

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