energieHUUS GmbH

Unter Spitzenhaus 113, 3556 Trub

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Der hinterlegte Name "energieHUUS Kaufmann Energieberatung" entspricht der Website-Selbstbeschreibung im Seitentitel, ist aber nicht der im Handelsregister eingetragene Firmenname: Laut Impressum heisst die Firma "EnergieHUUS GmbH", "Kaufmann Energieberatung" ist nur der beschreibende Zusatz im Seitentitel. Diese Rubrik übernimmt daher "energieHUUS GmbH", in der auf der Website selbst durchgängig verwendeten Kleinschreibung des ersten Buchstabens. Sitz ist Unter Spitzenhaus 113 in 3556 Trub im Emmental. Vertretungsberechtigt und einziger genannter Ansprechpartner ist Stefan Kaufmann, Gesellschafter und Geschäftsführer, der sich selbst als "Eidg. dipl. Energieberater" und "Zertifizierter GEAK-Experte" bezeichnet.

Was es ist

Die Website ist eine einzelne, mit Ankern gegliederte Seite ohne separate Unterseiten ausser dem Impressum. Rechtlich ist energieHUUS eine GmbH mit Handelsregisternummer CHE-314.665.868, eingetragen beim Handelsregisteramt Bern; dieselbe Nummer dient laut Impressum auch als Mehrwertsteuernummer. Ein Gründungsjahr nennt die Website nirgends. Kontaktangaben sind eine Telefonnummer (079 230 07 23, deren tel-Href exakt mit der angezeigten Nummer übereinstimmt) und eine per Javascript verschleierte E-Mail-Adresse, die zu info@energiehuus.ch auflöst. Auf der Startseite beschreibt sich Stefan Kaufmann als unabhängiger Energieberater, der in Fragen rund um Wärmequellen, Isolierung und Energiegewinnung unterstützt und Bauvorhaben "von der Planung über den Austausch mit den Behörden bis zur Ausführung" begleitet, wobei die spätere Prozessbeschreibung präzisiert, dass diese Begleitung in der Bauphase als "unabhängiger Berater" erfolgt, nicht als ausführender Betrieb.

Was man bekommt

Die Startseite listet sechs Dienstleistungen. Für Baugesuche erstellt Kaufmann den erforderlichen Energienachweis, ob für Umbau, Umnutzung, Neubau oder Erweiterung. Als offiziell anerkannter Impulsberater bietet er Eigentümern mit Öl-, Gas- oder Elektroheizung eine kostenlose, unabhängige Erstberatung zum Heizungsersatz an; diese Impulsberatung für Mehr- und Einfamilienhäuser ist laut Website eine Kampagne, die durch "erneuerbar heizen" unterstützt wird, also nicht Kaufmanns eigenes Programm, sondern eine überregionale Initiative, an der er teilnimmt. Beim Minergie-Antrag erklärt die Seite, Minergie sei oft missverstanden und stehe für Qualitätssicherung bei Planung, Ausführung und Betrieb sowie für Komfort, Effizienz und Werterhalt. Fördergelder für Heizungsersatz oder Sanierungsmassnahmen bereitet Kaufmann in Form eines passenden Fördergesuchs auf, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass Fördergelder zwingend vor Baubeginn beim Kanton beantragt werden müssen. Kernprodukt ist der GEAK: Das vierseitige Basisdokument zeigt die Energieklasse von Gebäudehülle, Gebäudetechnik und den direkten CO2-Emissionen in sieben Klassen von A bis G. Der GEAK Plus baut darauf auf und ergänzt einen detaillierten Beratungsbericht mit bis zu 5 individuell auf das Gebäude abgestimmten Sanierungsoptionen, der in einigen Kantonen zusätzlich als Grundlage für Fördergesuche dient.

Wie es organisiert ist

Die Website beschreibt den Ablauf zu GEAK oder GEAK Plus in 9 nummerierten Schritten. Zuerst wird der Handlungsbedarf erkannt, dann folgt ein unverbindliches Beratungsgespräch, eine Offerte mit genauem Leistungsbeschrieb, die Prüfung von Fördermöglichkeiten und die Begehung der Immobilie zur Erfassung des Ist-Zustands. Im sechsten Schritt entstehen die GEAK- oder GEAK-Plus-Dokumente, die laut Website in einer zentralen Datenbank erfasst und aufbewahrt werden, bevor sie dem Kunden elektronisch und in Papierform ausgehändigt werden. Danach entscheidet sich die Bauherrschaft für eine Sanierungsvariante, das Projekt wird detailliert geplant, Aufträge werden vergeben, ein Zeitplan entsteht und die Fördergelder werden beantragt. Im letzten, neunten Schritt, der Bauphase, begleitet Kaufmann laut eigener Beschreibung die Ausführung als unabhängiger Berater und stellt sicher, dass die Arbeiten im Rahmen der Vorgaben umgesetzt werden, mit besonderem Augenmerk auf eine saubere Inbetriebsetzung und die Dokumentation der Sanierung. Die eigentliche Ausführung, also die Vergabe an und Arbeit von Handwerksbetrieben, liegt damit ausdrücklich ausserhalb seiner Rolle.

Was auffällt

Als konkretes Fallbeispiel zeigt die Website die Sanierung eines Bauernhauses im Jahr 2022 für die namentlich genannte Familie Gerber. An der Gebäudehülle wurden neue Fenster eingebaut, die Isolation des Schrägdachs erneuert, die Isolation der Aussenwände saniert und die Isolation von Kellerdecke und Erdgeschossboden neu ausgeführt. Bei der Gebäudetechnik wurde die Warmwassererzeugung von einem Elektroboiler auf einen Wärmepumpenboiler umgestellt und die Heizung von einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe Wasser/Wasser. Zur Wirtschaftlichkeit nennt die Website konkrete Zahlen: Die Investition der Erneuerung betrug CHF 235'000.00, die Förderbeiträge (inklusive Steuerabzüge, exklusive der Kosten für den GEAK) beliefen sich auf CHF 44'000.00, und die über 20 Jahre eingesparten Energie- und Betriebskosten werden mit einem Barwert von CHF 200'000.00 beziffert. Der jährliche Energiebedarf sank von 62 kWh pro m² Energiebezugsfläche vor der Sanierung auf 31 kWh pro m² danach, exakt eine Halbierung.

Den Abschnitt zum Fallbeispiel leitet die Website mit einer allgemeinen Begründung ein: Bei stark steigenden Energiekosten werde die Energieeffizienz einer Immobilie immer wichtiger, und staatliche Förderprogramme würden Immobilienbesitzer finanziell entlasten. Wie ein Bauherr davon profitieren kann, zeige exemplarisch das Beispiel der Familie Gerber, so die Website wörtlich. Diese Rahmung macht deutlich, dass das Bauernhaus-Beispiel als Beleg für die eigene Beratungsleistung dient, nicht als beliebiges Referenzprojekt unter vielen; andere, ähnlich detaillierte Fallbeispiele nennt die Website nicht. Bei der Kontaktangabe stimmt die im Quelltext hinterlegte tel-Verlinkung exakt mit der angezeigten Nummer 079 230 07 23 überein; anders als bei manch anderer Handwerker- oder Beratungsseite gibt es hier also keinen Widerspruch zwischen sichtbarem Text und technischer Verlinkung zu vermerken.

Was es kostet

Für die eigenen Beratungs- und GEAK-Leistungen von energieHUUS nennt die Website keine Preise; einzig die Impulsberatung wird ausdrücklich als kostenlos bezeichnet. Die im Fallbeispiel genannten CHF 235'000.00 sind die Gesamtinvestition der Sanierung des Bauernhauses, nicht ein Honorar von Kaufmann selbst.

Für wen sich das eignet

Wer im Emmental oder der weiteren Region ein Baugesuch mit Energienachweis einreichen muss, einen Heizungsersatz weg von Öl, Gas oder Strom plant oder ein GEAK-Dokument für ein Fördergesuch braucht, findet in Stefan Kaufmann einen auf genau diese Schritte spezialisierten Einzelberater samt dokumentiertem Fallbeispiel. Wer daraus eine Vorstellung von möglichen Einsparungen gewinnen will, kann sich an den Zahlen des Bauernhaus-Beispiels orientieren, auch wenn diese naturgemäss projektspezifisch sind. Für die eigentliche Installation der neuen Heizung oder Wärmepumpe braucht es zusätzlich einen ausführenden Handwerksbetrieb, den energieHUUS nach eigener Beschreibung nicht selbst stellt.

Fazit

energieHUUS GmbH ist ein von Stefan Kaufmann geführtes Ein-Personen-Unternehmen im Emmental, das GEAK-Dokumente, Impulsberatung und Fördergesuche rund um Heizungsersatz und energetische Sanierung anbietet, mit vollständigem Handelsregistereintrag, aber ohne veröffentlichtes Gründungsjahr. Das Fallbeispiel der Familie Gerber mit konkreten Franken- und Kilowattstunden-Zahlen macht die Website ungewöhnlich konkret für ein Angebot dieser Grösse. Für die Antragsphase vor einem Heizungsersatz ist das ein plausibler erster Ansprechpartner, für die Installation selbst nicht.

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