Energy Engineering GmbH
Zum Bewerten auf einen Stern tippen
Der hinterlegte Name "Energy Engineering GmbH" lässt sich hier nicht gegen ein Impressum gegenprüfen, weil die Website keines veröffentlicht: Weder in der Navigation noch im Seitenfuss irgendeiner geprüften Seite findet sich ein Impressum-Link, eine UID oder eine Handelsregisternummer. Der Name selbst erscheint konsistent im Kontaktblock jeder Seite, weshalb er hier trotz fehlender Gegenprüfung übernommen wird, mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die fehlende rechtliche Offenlegung. Sitz ist die Bienenstrasse 32 in 8570 Weinfelden. Zwei Energieberater treten namentlich auf: Cyril Neukomm und Daniel Gmür.
Was es ist
Die Website nennt keine UID, keine Handelsregisternummer und kein Gründungsjahr, was für eine Schweizer GmbH ungewöhnlich ist und hier so festgehalten wird, statt eine Zahl zu schätzen. Als Ansprechpartner sind zwei Telefonnummern und E-Mail-Adressen hinterlegt, 079 797 72 16 für Cyril Neukomm und 078 879 48 50 für Daniel Gmür, beide ohne tel-Href im Quelltext, sodass sich die Nummern nicht gegen einen Link prüfen lassen. Cyril Neukomm beschreibt sich als gelernter Elektromonteur und Netzelektriker mit Weiterbildung an der ABB TS in Energietechnik und einem anschliessenden Nachdiplomstudium als Energieberater; in einem Teilzeitpensum bei der SBB arbeitet er laut eigener Aussage im Team Energieeffizienz, zuständig für Netzdesign, Anlagentechnologie, fossilfreie Flottenfahrzeuge und den Aufbau der SBB-internen Ladeinfrastruktur, eine Anstellung, die getrennt von seiner Arbeit bei Energy Engineering steht. Daniel Gmür ist gelernter Elektromonteur mit einem Studium in Energie- und Umwelttechnik und war nach eigener Aussage mehrere Jahre bei der RMB Engineering in Zürich als Ingenieur und später als Projektleiter im Bereich HLKS-Planung und Fachbauleitung tätig, bevor er zu Energy Engineering kam.
Auf der Über-uns-Seite beschreibt die Firma ihre Arbeitsweise so: In Zusammenarbeit mit dem Kunden werde ein gesamtheitliches Konzept erarbeitet, um die Energiekosten zu senken und den Energiebezug optimal zu nutzen. Eine gesamtheitliche Sanierung mache laut Website höhere Fördergelder möglich, als wenn nur die ausgediente Heizung durch eine neue ersetzt wird; Energy Engineering unterstützt danach ausdrücklich auch beim Beantragen der Fördergelder und begleitet die Umsetzung der Sanierungsmassnahmen.
Was man bekommt
Die Dienstleistungsseite gliedert das Angebot in drei Bereiche. Bei der Energieberatung für Immobilien bietet die Firma eine kostenlose Impulsberatung für den Ersatz von Öl- und Gasheizungen an, erstellt GEAK, GEAK Plus und GEAK Neubau, begleitet Minergie-Zertifizierungen, berät zu Neubau- oder Sanierungsprojekten, zur Wahl des Energieträgers, zur Verbesserung der Gebäudehülle sowie zu Solaranlagen (PV) und Wärmepumpen, und unterstützt bei der Beantragung von Fördergeldern sowie bei der Baubegleitung. Im Bereich Elektromobilität berät Energy Engineering zu Ladelösungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser, zur Umstellung von Firmenflotten, zum Aufbau firmeninterner Ladeinfrastruktur und zur Beantragung entsprechender Fördergelder. Im dritten Bereich, Energieeffizienz in der Industrie, bietet die Firma Energieeffizienz-Analysen, Energiekonzepte und Machbarkeitsstudien, Betriebsoptimierung sowie den Aufbau und die Begleitung eines betrieblichen Energiemanagements nach ISO 50001 an, ebenfalls mit Unterstützung bei der Beantragung von Fördergeldern für Analyse und Umsetzung. Auf der Startseite selbst beschreibt die Firma die kostenlose Impulsberatung als Förderprogramm des Bundes: Die betroffene Wärmeerzeugungsanlage muss älter als 10 Jahre sein und als Hauptheizung für die Raumwärme dienen.
Wie es organisiert ist
Für Kleinunternehmen bietet Energy Engineering die PEIK-Energieberatung an: ein kostenloses Erstgespräch, gefolgt von einem laut Website zu 80% geförderten IST-Analyse-Bericht, wobei die weiteren Beratungskosten laut Website von Energie Schweiz mit 50% gefördert werden, bis zu maximal 20 Arbeitstagen. Für Grossverbraucher, definiert als Betriebe mit einem jährlichen Wärmeverbrauch von mehr als 5 Gigawattstunden oder einem Elektrizitätsverbrauch von mehr als einer halben Gigawattstunde, bietet die Firma eine kostenlose Erstberatung mit Instrumenten wie Universalzielvereinbarung, Kantonaler Zielvereinbarung und Energieverbrauchsanalyse an. Unter der eigenen Marke Zevify betreibt dieselbe Firma zusätzlich eine Software für die digitale Abrechnung von Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV) und virtuellen Zusammenschlüssen (vZEV), mit denen laut Website mehrere Parteien in einem Gebäude oder über mehrere Liegenschaften hinweg gemeinsam produzierten Solarstrom transparent abrechnen können. Als Beispiel nennt die Zevify-Unterseite ein Mehrfamilienhaus mit 10 Parteien, in dem eine Photovoltaikanlage installiert wird und der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch einen höheren Anteil des selbst produzierten Solarstroms direkt im Gebäude nutzbar macht, sowie, als Beispiel für den virtuellen Zusammenschluss, zwei benachbarte Wohnüberbauungen in Weinfelden, die über digitale Messsysteme gemeinsam abrechnen, auch über die Grundstücksgrenze hinweg. Beide Beispiele sind auf der Seite ausdrücklich als illustrative Fallbeispiele gekennzeichnet, nicht als benannte, reale Referenzprojekte. Das ist insgesamt ein Software- und Abrechnungsprodukt, kein Installationsangebot.
Was auffällt
Auf einer eigenen Presse-Unterseite finden sich drei fast wortgleiche Werbetexte, die denselben allgemeinen Inhalt zu Energieberatung im Thurgau wiederholen und dabei jeweils andere Ortsnamen einstreuen, einmal Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden, einmal Amriswil, Arbon und Sirnach, einmal Weinfelden, Münchwilen und Romanshorn. Das liest sich wie lokal optimierter Füllinhalt und wird hier nicht als eigenständige redaktionelle Aussage über den tatsächlichen Wirkungskreis der Firma gewertet. Bei der Elektromobilitäts-Beratung schreibt die Website, man habe Erfahrung "durch die Elektrifizierung einer der grössten und komplexesten Fahrzeugflotten der Schweiz", ohne diese Flotte zu benennen; ohne Namen bleibt das eine unbelegte Eigenaussage.
Was es kostet
Für die eigenen Beratungsleistungen nennt die Website keine Preise, mit Ausnahme der Förderquoten bei der PEIK-Beratung für Unternehmen (80% für die IST-Analyse, 50% für die weiteren Beratungskosten bis 20 Arbeitstage) und der grundsätzlichen Kostenlosigkeit der bundesweiten Impulsberatung sowie der Erstgespräche für Grossverbraucher und Unternehmen.
Für wen sich das eignet
Wer im Thurgau oder der Ostschweiz eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzen will und zunächst eine kostenlose, staatlich geförderte Impulsberatung in Anspruch nehmen möchte, findet hier den passenden Einstieg. Kleinunternehmen mit Interesse an einer geförderten Energieanalyse sowie Grossverbraucher mit Zielvereinbarungsbedarf werden ebenfalls direkt angesprochen. Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage mit mehreren Nutzniessern digital abrechnen will, kann das über das hauseigene Produkt Zevify tun. Für die eigentliche Installation von Heizung, Wärmepumpe oder Solaranlage bleibt es bei einer Beratungs- und Baubegleitungsrolle, die Ausführung übernimmt ein separater Installationsbetrieb.
Fazit
Energy Engineering GmbH ist ein kleines, von Cyril Neukomm und Daniel Gmür getragenes Energieberatungsbüro in Weinfelden mit einem breiten, klar strukturierten Leistungsangebot von der privaten Impulsberatung bis zur industriellen ISO-50001-Begleitung, ergänzt um ein eigenes Abrechnungsprodukt für Solar-Eigenverbrauchsgemeinschaften. Auffällig ist das vollständige Fehlen jeder rechtlichen Offenlegung: kein Impressum, keine UID, keine Handelsregisternummer, keine tel-Hrefs auf der ganzen Website. Für eine erste, kostenlose Einschätzung vor einem Heizungsersatz ist das ein niedrigschwelliger Einstieg; für die Installation selbst braucht es einen zusätzlichen ausführenden Betrieb.