Giovanoli Gebäudetechnik GmbH
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Giovanoli Gebäudetechnik GmbH ist ein Bündner Ingenieurbüro, dessen eigenes Impressum die Geschäftstätigkeit so umschreibt: „Betrieb eines Planungsbüros für die Planung von haus- und gebäudetechnischen Anlagen sowie Beratung in diesen Bereichen." Diese Formulierung steht wortwörtlich im Handelsregistereintrag, nicht nur auf der Marketing-Startseite, was die Einordnung als Planungsbüro besonders eindeutig macht.
Was es ist
Der im Datensatz gelieferte Name „Giovanoli Gebäudetechnik GmbH" deckt sich exakt mit dem Impressum: „Eingetragener Firmenname Giovanoli Gebäudetechnik GmbH", Sitz „Landquart, Kanton Graubünden", eingetragen beim „Handelsregisteramt des Kantons Graubünden ... seit 17. Oktober 2014", mit der Unternehmens-Identifikationsnummer CHE-370.281.343. Eine Korrektur des Namens war hier nicht nötig. Geführt wird die Firma von Dario Giovanoli, laut Impressum „Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift", laut Startseite „Haustechnikkoordinator mit eidgenössischem Diplom HF" und „Heizungsplaner mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis", zudem „in mehreren Kantonen zugelassen als befugte Person für die private Kontrolle von Energienachweisen" sowie Mitglied von suissetec und suissetec grischun.
Was man bekommt
Im Kern plant die Firma laut eigener Aufteilung vier Gewerke: Heizung, Lüftung, Sanitär und Klimatisierung, dazu dynamische Gebäudesimulation und Energie-/MINERGIE-Nachweise. Auf der Heizungsplanungs-Seite listet sie im Detail: Wärmeerzeugung („Wärmepumpen (Erdsonde, Grundwasser, Aussenluft), Holzfeuerungen, Fernwärmeanschluss, bivalente Systeme und Kombinationen mit Solarthermie"), Erdsonden („Auslegung und Simulation der Sondenfelder inklusive Langzeitverhalten über 50 Jahre"), Wärmeverteilung, Wärmeabgabe, Regulierung sowie Ausschreibung und Vergabe mit Leistungsverzeichnis und Offertvergleich. Die Seite beantwortet die Frage „Wie gross muss die Wärmepumpe wirklich sein?" ausdrücklich mit: „Das entscheidet die berechnete Heizlast des Gebäudes, nicht eine Faustregel pro Quadratmeter." Zur Erdsonde gegenüber Aussenluft heisst es, Erdsonden erreichten höhere Jahresarbeitszahlen und arbeiteten leiser, kosteten aber in der Erstellung deutlich mehr, weshalb das Sondenfeld über 50 Jahre simuliert werde.
Ausdrücklich abgegrenzt ist, was ein Planungsauftrag NICHT automatisch enthält: „Bauleitung, örtliche Bauüberwachung, Messungen, Einregulierung und Abnahmen sind nicht automatisch Teil eines Planungsauftrags... Diese Leistungen vereinbaren wir separat." Auf Wunsch bietet die Firma diese Kontrolle aber zusätzlich an: „Auf Wunsch prüfen wir die Ausführung vor Ort, kontrollieren den hydraulischen Abgleich und begleiten die Inbetriebnahme." Verbaute Produkte bringen laut eigener Aussage keine Provision: „In Planungsaufträgen verdienen wir nichts am verbauten Produkt und beziehen keine Provisionen von Herstellern oder Lieferanten."
Die dynamische Gebäudesimulation rechnet laut eigener Beschreibung ein Gebäude „Stunde für Stunde durch ein ganzes Jahr", denn „ein Gebäude erlebt aber 8760 Stunden im Jahr, jede mit anderer Aussentemperatur, Sonneneinstrahlung, Belegung und Nutzung." Diese Simulation bietet die Firma laut eigener Aussage auch für Projekte anderer Büros als eigenständigen Auftrag an, ohne die Planung selbst zu übernehmen: „Wir liefern die Berechnung und die Beurteilung, die Planung bleibt beim beauftragten Büro."
Referenzprojekte mit Wärmepumpen
Die Referenzenseite listet 17 Projekte aus der ganzen Schweiz, mehrere davon direkt mit Wärmepumpen. Bei der „Überbauung Aurora" in Bad Ragaz (2019, 19 Einfamilien- und Doppeleinfamilienhäuser) erfolgte die „Wärmeerzeugung über 19 Luft-/Wasser-Wärmepumpen". Bei den „2 MFH Oba Damm" in Felsberg (2020, 1'313 m² beheizte Fläche) kamen „Reversible Wärmepumpen für angenehm kühles Klima im Sommer" zum Einsatz. Bei „MFH Parghera" in Chur (2019, 13 Wohnungen) wurde eine „Luft-/Wasser-Wärmepumpe mit kondensierender Gastherme für Lastspitzen" kombiniert. Bei den „Mehrfamilienhäusern Quattro" in Rodels konnten laut Website „30 % der Erdsonden eingespart werden, ohne Kompromisse bei Komfort oder Technik", dank der eigenen dynamischen Simulation; auf der Startseite wird dasselbe Projekt zusätzlich mit „viele 10'000 Franken gespart" beziffert, ohne einen genauen Frankenbetrag zu nennen. Beim „MFH mit Gewerbeflächen ISA-HOF" in Landquart (2020, 25 Wohnungen, 320 m² Gewerbe) wurde ein „Hocheffizienter Grundwasserverbund für drei Mehrfamilienhäuser" realisiert, was Grundwasser statt Erdsonde oder Aussenluft als Wärmequelle nutzt. Weitere Referenzen zeigen, dass die Firma auch andere Wärmeerzeuger plant, etwa eine Holzschnitzelheizung mit Nahwärmeverbund beim Werkhof Buchs SG oder ein Anergienetz-Anschluss beim Gewerbebau Handwerksbetrieb in Chur. Beim Gewerbepark Schelmer in Chur nennt die Website einen „geschätzten ROI von 7'100 % über 20 Betriebsjahre" für die dynamische Gebäudesimulation dieses fast 20'000 m² grossen Gewerbeparks; das ist ausdrücklich als Schätzung ausgewiesen, nicht als geprüfte Kennzahl.
Neben den Wärmepumpen-Projekten zeigt die Referenzenliste auch andere Wärmeerzeuger im Portfolio: Bei der „Erweiterung Altersheim" in Scuol (2019) verband die Firma Alt- und Neubau mit zwei Lüftungsanlagen und einer „Holzschnitzel bivalent mit Öl kondensierend" ausgelegten Heizung, bei den „Alterswohnungen Plaids" in Flims (2020, 15 Wohnungen) plante sie einen Heizungsersatz im bestehenden Altersheim mit Nachhaltigkeitskonzept, und bei „MFH Fiorentina" in Zizers (2019 bis 2020, 6 Wohnungen) wurde ein MINERGIE-P-zertifizierter Bau mit dezentraler Komfortlüftung realisiert. Als Sonderfall nennt die Website zudem einen „Regierungsbunker" in Graubünden, eine „Mehrgeschossige Bunkeranlage mit Arbeits- und Unterkunftsräumen für 300 Personen".
Wie es organisiert ist
Die Firma bietet unter der Marke „KoKua CAD" zudem Revit-Schulungen für andere Planungsbüros an, laut eigener Aussage „offiziell akkreditiert durch die weltweit tätige LINEAR GmbH". Zwei frei zugängliche Wissensangebote ergänzen das Leistungsangebot: ein „Begriffslexikon Gebäudetechnik" mit 35 Begriffen aus Wärme, Luft, Wasser, Kälte, Planung und Nachweiswesen sowie ein Fragenkatalog mit 8 Fragen an den Haustechnikplaner und 9 an die Architektur. Auf die Frage „Planen Sie auch für Bauherrschaften ausserhalb Graubündens?" antwortet die Website: „Ja. Unser Einzugsgebiet ist die ganze Schweiz. Wir haben Projekte von Basel über Zürich und Chur bis ins Engadin und nach Lugano begleitet." Kontakt läuft laut eigener Darstellung ohne Zentrale direkt über Dario Giovanoli: „Von der ersten Anfrage bis zur Abnahme sprechen Sie mit der Person, die auch plant."
Was es kostet
Eine Preisliste oder ein Stundenansatz wird nirgends veröffentlicht. Zu den Kosten einer Simulation heisst es lediglich: „Das hängt von Umfang und Detaillierungsgrad ab." Umfang, Termine und Honorar werden laut Website „in einem kurzen Gespräch" abgesteckt, mit einer Rückmeldung „in der Regel innert eines Arbeitstags".
Für wen sich das eignet
Wer für ein Bauprojekt in der Schweiz eine unabhängige, dynamisch simulierte Auslegung von Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär sucht, findet in Giovanoli Gebäudetechnik ein Büro mit dokumentierten Wärmepumpen-Referenzen von der Einfamilienhaus-Überbauung bis zum Mehrfamilienhaus-Grundwasserverbund. Wer zusätzlich eine Baustellenkontrolle oder Bauleitung wünscht, muss diese laut eigener Aussage separat vereinbaren, da sie nicht automatisch im Planungsauftrag enthalten ist. Wer eine Firma sucht, die die Wärmepumpe auch selbst montiert, ist hier falsch: Die Website beschreibt ausschliesslich Planungs-, Simulations- und Ausschreibungsleistungen.
Fazit
Giovanoli Gebäudetechnik GmbH ist ein seit 2014 im Handelsregister eingetragenes Ingenieurbüro, dessen eigener Registereintrag den Betrieb ausdrücklich als Planungsbüro beschreibt. Mit benannten Referenzprojekten wie der 19-Wärmepumpen-Überbauung Aurora oder dem um 30 % reduzierten Erdsondenfeld bei den MFH Quattro liefert die Website konkrete, nachprüfbare Beispiele statt allgemeiner Werbeaussagen. Eine Preisangabe fehlt, und wer Bauleitung oder Ausführungskontrolle will, muss das gesondert vereinbaren; für die reine Fachplanung ist das Büro dafür eine sehr genau dokumentierte Adresse.