Ingenieurbüro IEM AG

Uttigenstrasse 49, 3600 Thun · seit 1994

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Ingenieurbüro IEM AG ist ein 1994 gegründetes Planungsbüro für Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär (HLKS) mit Standorten in Thun und Bern. Die Website beschreibt das eigene Leistungsspektrum durchgängig als Planung: „Wir bieten Ihnen umfassende Planungsleistungen im Bereich Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär (HLKS)", und begleitet Projekte laut eigener Aussage „vom Vorprojekt über das Projekt, die Ausschreibung, die Fachbauleitung bis zur Inbetriebnahme und der Abnahme". Von einer eigenen Montage oder Installation ist auf der gesamten Website nirgends die Rede.

Was es ist

Der Datensatz führt die Firma als „IEM AG", was auch der Kurzform entspricht, die die Firma selbst durchgängig verwendet (Seitentitel „IEM AG Thun-Bern", Formulierungen wie „IEM – seit über 30 Jahren" und „Arbeiten bei IEM"). Das Impressum nennt als „Inhaber der Website" jedoch die vollständigere Form „Ingenieurbüro IEM AG", identisch mit der Bezeichnung in beiden Büro-Adressblöcken (Thun und Bern); die Kurzform „IEM AG" taucht im selben Impressum an anderer Stelle ebenfalls auf („IEM AG behält es sich ausdrücklich vor..."). Der Datensatz-Name ist damit nicht falsch, sondern die von der Firma selbst verwendete Kurzform der volleren Eigenbezeichnung; der Titel dieses Eintrags verwendet die im Impressum genannte vollständigere Form.

Laut eigener „Fakten über IEM"-Seite besteht die Firma „seit dem 07.07.1994", ist eine Aktiengesellschaft, deren Aktien „zu 100% im Besitz der Geschäftsleitung" sind, und unterhält seit 2006 zusätzlich zum Stammsitz Thun ein Büro in Bern. Das Team umfasst laut derselben Seite „41 Mitarbeitende, inkl. Auszubildende". Als Mitgliedschaften nennt die Firma Suissetec und die IAKS (Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen); als Berufshaftpflichtversicherung wird die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (vormals Baloise Versicherung AG) mit einer Deckungssumme von CHF 10 Millionen angegeben. Die MwSt-Nummer lautet CHE-107.625.851 MWST.

Was man bekommt

Die Website gliedert ihre Kompetenzen in Gebäudetechnik-Planung, Energie- und Sanierungskonzepte, Betriebsoptimierungen, Dynamische Simulation und Messtechnik. Bei der Gebäudetechnik-Planung plant IEM laut eigener Aussage „nach der BIM-Methode" und begleitet ein Projekt bei Bedarf durch alle Phasen bis zur Inbetriebnahme und Abnahme. Bei den Energie- und Sanierungskonzepten erarbeitet die Firma „neutrale Gesamtkonzepte" zu Wärmeerzeugung, Brauchwarmwasser, Belüftung und Klimatisierung. Bei Betriebsoptimierungen analysiert IEM in bestehenden Gebäuden das Sparpotenzial und kontrolliert laut eigener Beschreibung treuhänderisch Energierechnungen. Bei der Dynamischen Simulation führt die Firma, „je nach Komplexität auch mit professionellen Partnern", Gebäudesimulationen durch, um Fassaden-, Solar- und Heizkonzepte bereits in der Planungsphase zu optimieren. Bei der Messtechnik prüft IEM mit mobilen Messgeräten unter anderem Durchflussmengen, Volumenströme, elektrische Spitzenlast, Beleuchtungsstärke, Wärmemengen, Temperatur, Feuchte und Druck und nutzt eine Thermografie-Kamera für Wärmebilder an Gebäudehüllen, zur Prüfung elektrischer Verteilkästen, Trafos und Hochspannungsleitungen sowie zur Lecksuche in Warmwasserleitungen.

Ihre eigene Firmenphilosophie fasst IEM in mehreren Stichworten zusammen: „Qualität und Kompetenz", „Lösungsorientiert und fachübergreifend", „Dynamisch in die Zukunft" und „Potentiale nutzen". Zur letzten Position schreibt die Firma, ein direkter Bezug bestehe zwischen Innovation und Nachwuchsförderung, „das zeigt sich beispielsweise an der Aus- und Weiterbildung von Talenten in unserem Unternehmen"; passend dazu bietet IEM laut Startseite auch Schnupperlehren und Lehrstellen an.

Wie es organisiert ist

Als Geschäftsführer nennt die Teamseite Christian Hilgenberg. Die Geschäftsleitung führt daneben Sacha Flubacher als Leiter des Standorts Bern und Kevin von Dach als Leiter des Standorts Thun, beide als GL-Mitglied ausgewiesen; auch Andreas Jegerlehner am Standort Thun trägt die Bezeichnung GL-Mitglied. Die Teamseite listet darüber hinaus eine grosse Zahl weiterer, namentlich genannter Mitarbeitender an beiden Standorten, jeweils nur mit Namen und Bürostandort, ohne einzelne Funktionsbezeichnung. Für 2026 feiert die Firma laut eigener Seite mehrere Arbeitsjubiläen: Sacha Flubacher seit 20 Jahren, Ken Zurflüh seit 15 Jahren sowie Simon Dällenbach, Janis Reusser und Joel Soder seit je 5 Jahren im Unternehmen.

Die Referenzliste der Firma ist ungewöhnlich detailliert mit Bausummen dokumentiert. Beim Umbau, der Erweiterung und Neugestaltung des Alterszentrums Lebensart in Aarwangen (Bauherr LebensART Bärau, Architekt Schär Buri Architekten BSA SIA, Bern) deckte IEM Energie-/Haustechnikkonzept, Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und MSR-Planung, Fachkoordination sowie Kanalisationsplanung ab, bei einer Gesamt-Bausumme von CHF 20 Mio. und einer Bausumme der eigenen Fachgebiete von CHF 3.3 Mio., realisiert 2020 bis 2022 nach dem kantonalen Energiegesetz. Beim Umbau, der Sanierung und Aufstockung der Schlossmatt in Burgdorf (Bauherr Zentrum Schlossmatt Burgdorf, Architekt FRB + Partner Architekten AG, Ittigen) betrug die Gesamt-Bausumme CHF 25.4 Mio., die Bausumme der IEM-Fachgebiete CHF 7.98 Mio., realisiert 2017 bis 2021. Beim Umbau und Neubau des Burgergut Steffisburg (Bauherr Burgergemeinde Thun, Architekt brügger architekten ag, Thun) lag die Gesamt-Bausumme bei CHF 57 Mio., die Fachgebiete-Bausumme bei CHF 6 Mio., realisiert 2014 bis 2019 nach Minergie-P-ECO-Standard. Bei der Erweiterung und Wärmeerzeugung des Seegarten Hünibach (Bauherr Stiftung für Betagte Hilterfingen-Hünibach, Architekt kathrinsimmen Architekten ETH SIA, Zürich) betrug die Gesamt-Bausumme CHF 15 Mio., die Fachgebiete-Bausumme CHF 1.1 Mio., realisiert 2018 bis 2022. Beim Neubau des Verkehrsstützpunkts Chur für den Kanton Graubünden (Architekt Comamala Ismail, Delémont/Bienne) lag die Gesamt-Bausumme bei CHF 9.5 Mio. und die Fachgebiete-Bausumme bei CHF 700'000.-, realisiert 2023 bis 2024 nach dem Standard Minergie-A Eco / Netto-Null-Gebäude. In jedem dieser Fälle nennt die Website ausschliesslich Planungs-, Konzept- und Koordinationsleistungen von IEM, nie eine eigene Ausführung oder Montage.

Auffällig ist zudem, dass die Firma mehrere Sportlerinnen und Sportler sponsert, unter ihnen mit Colin Tschudin (Stürmer, HC Beo Yetis Unterseen) und Janis Reusser (Center, Unihockeyclub Thun) Personen, die auch namentlich im eigenen Team-Verzeichnis geführt werden, sowie den Gleitschirmpiloten Patrick von Känel und den Gleitschirmtestpiloten Sepp Inniger; unterstützt wird zudem der 1981 gegründete Tennisclub Heimberg.

Was es kostet

Eine Preisliste oder ein Stundenansatz für die Planungsleistungen wird auf der Website nicht veröffentlicht; die genannten Bausummen betreffen jeweils ganze Bauprojekte, nicht das Honorar von IEM allein.

Für wen sich das eignet

Die Referenzliste zeigt fast ausschliesslich grosse institutionelle Bauvorhaben im zweistelligen Millionenbereich, Alters- und Pflegezentren, Gemeindeliegenschaften, ein kantonales Bauwerk, überwiegend im Raum Bern-Thun. Wer als Bauherrschaft, Architekt oder Gemeinde ein Projekt dieser Grössenordnung plant und für Heizung, Lüftung, Sanitär oder Energiekonzepte ein etabliertes, seit 1994 bestehendes Ingenieurbüro mit dokumentierter Erfahrung und eigener Messtechnik-Abteilung sucht, findet bei IEM eine belastbare Adresse. Für den einfachen Ersatz einer einzelnen Wärmepumpe im Einfamilienhaus liefert die Website dagegen keine passende Referenz; das Leistungsangebot und die gezeigten Projekte richten sich klar an grössere Bauvorhaben.

Fazit

Ingenieurbüro IEM AG ist ein 1994 gegründetes, heute an den Standorten Thun und Bern tätiges Planungsbüro mit einer ungewöhnlich transparent dokumentierten Referenzliste samt Bausummen und Realisierungszeiträumen, von einem Neubau mit Gesamt-Bausumme CHF 9.5 Mio. für den Kanton Graubünden bis zu einer Sanierung mit Gesamt-Bausumme CHF 57 Mio. in Steffisburg. Ein Gründungsdatum, Mitarbeiterzahl, Rechtsform und Versicherungsdeckung sind auf der eigenen Website offen ausgewiesen, eine Preisliste dagegen fehlt vollständig. Für grössere institutionelle Bauprojekte im Grossraum Bern-Thun ist die Firma eine dokumentierte, langjährig etablierte Adresse; für die einzelne Wärmepumpe im Einfamilienhaus zeigt die Website kein zugeschnittenes Angebot.

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