Komfonie engineering AG

Vulkanstrasse 110c, 8048 Zürich

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Komfonie engineering AG sitzt an der Vulkanstrasse 110c in 8048 Zürich und bezeichnet sich in einer eigenen Stellenanzeige selbst als „junges dynamisches Ingenieurbüro für Gebäudetechnik mit Sitz in Zürich-Altstetten". Die eigene Aussage zur Haupttätigkeit ist eindeutig: „phasengerechte Planen in der BIM-Methode und Projektieren von gebäudetechnischen Anlagen in verschiedenen Gebäude- und Nutzungskategorien". Von Montage, Installation oder Ausführung ist auf keiner Unterseite der Website die Rede, auch nicht in der Aufgabenliste der eigenen Stellenausschreibung: Wer die geplante Anlage tatsächlich einbauen lassen will, braucht danach einen ausführenden Handwerksbetrieb. Genau das reiht Komfonie bei den Planungsbüros ein und nicht bei den Installateuren.

Was es ist

Firmiert wird auf der Startseite, im Impressum und in jeder Fusszeile durchgehend als Komfonie engineering AG, mit Anschrift Vulkanstrasse 110c, CH-8048 Zürich, Telefon +41 44 777 33 37 (die Nummer ist auch als tel-Link identisch hinterlegt) und E-Mail info@komfonie.ch. Das Impressum selbst enthält an einer Stelle den Tippfehler „Komfonie engeneering AG" im Copyright-Absatz, während Titel-Tag, Startseite und Fusszeile durchgehend korrekt „Komfonie engineering AG" schreiben; dieser Widerspruch wird hier berichtet und nicht aufgelöst. Die Website beschreibt sich selbst als „kompetentes und erfahrenes Planungsunternehmen", das „Planungs-, Beratungs- und Managementleistungen für sämtliche Projektphasen in den Bereichen Gebäudetechnik und Energie" anbietet, mit dem Anspruch, „innovative und nachhaltige sowie technisch als auch wirtschaftlich optimierte Lösungen aus einer Hand" zu entwickeln.

Was man bekommt

Die Startseite listet die eigenen Kompetenzen in der Gebäudetechnik: Heizungstechnik, Lüftung und Klimatechnik, Sanitärtechnik, Kältetechnik, Gebäudeautomation und MSRL, räumliche Koordination HLKS(E), erneuerbare Energien, Energie- und Betriebsoptimierung, Zustandsanalysen und Machbarkeitsstudien, Energieberatung und Energiekonzepte, Energielabel und Gesellschaft, nachhaltiges Bauen, Bauherrenberatung, Expertisen und Studien, Projektmanagement und Fachbauleitung, Qualitätsmanagement, BIM (Building Information Modeling) sowie Simulationen und Messungen, macht zusammen 18 einzeln benannte Kompetenzbereiche. Die Stellenanzeige für die Position Projektleiter Heizung und Sanitär konkretisiert, was das im Alltag heisst: Projektleitung von kleinen bis grossen BIM-Projekten, selbstständige Bearbeitung und Betreuung von Heizungs- und Kälteanlagen, Projektieren sowie Zeichnen und Modellieren von Plänen und Schemas, Erstellen von Submissionen und diversen Berechnungen, dazu Koordinations- und Fachbauleitungsaufgaben (FBL, HLKSE). Die interne Projektleiter-Hierarchie ist ebenfalls öffentlich beschrieben: PL 2 (Senior-Projektleiter) für Projekte normaler bis erhöhter Komplexität, PL 1 (Junior-Projektleiter) für Projekte normaler Komplexität, und PL-BL mit Hauptfunktion als Fachbauleiter HLKS. Die eigene Tools-Seite listet die verwendete Infrastruktur im Detail: als ERP-System ProjektPro.com, dazu Microsoft Azure Virtual Desktop, Microsoft Office 365 und Microsoft OneDrive für die tägliche Arbeit, als CAD-Software Trimble Nova und als Devi-Software Trimble Snap, plus einen BIM-Converter von Tekla. Eine ältere Unterseite mit dem Titel „Prozess" nennt für die Büro-Software stattdessen „Microsoft Office 2016 Business" und als Betriebssystem „Microsoft Windows 10 Pro"; dieser Widerspruch zur aktuelleren Tools-Seite wird hier berichtet und nicht aufgelöst. Für die Zusammenarbeit im Team und mit externen Planungspartnern nennt die Seite konkret Microsoft Teams, Trimble Connect, den Solibri Model Checker, MIRO, RealView und Smino.

Wie es organisiert ist

Die Team-Seite nennt Personen mit Funktion. Geschäftsführer ist Adrian Daku, laut eigener Angabe Fachbereichsleiter Heizung, Kälte, Energie. Sein Werdegang laut Website: FHNW Energieexperte im Bau, Gebäudetechnikplaner H/K EFZ, davor Heizungsmonteur EFZ. Als Engagement nennt die Seite seine Rolle als Präsident und Chefexperte der Berufsschweizermeisterschaften für Gebäudetechnikplaner Heizung im Verband CH-LIE (Gebäudetechnikverband suissetec), dazu einen Lehrauftrag im überbetrieblichen Kurs an der STF Schweizerische Technische Fachschule in Winterthur. Als Qualifikationen und Auszeichnungen nennt die Seite eine AWEL-Befugnis zur privaten Kontrolle von Wärmedämmung und Heizungsanlagen, den Titel Berufsschweizermeister Heizung 2006 sowie die Bezeichnung Minergie Fachpartner; das sind persönliche Qualifikationen von Adrian Daku, keine allgemeinen Brancheninsignien der Firma. Weiter im Team genannt: Michael G. als Projektingenieur und Lehrlingsausbildner, Leonard S. als Projektleiter Sanitär in Ausbildung, Artan K. als Projektleiter HLK, Argjent Q. als Projektleiter Sanitär, Maurice M. als Gebäudetechnikplaner Heizung, und Besart als Freelancer. Bemerkenswert: Der Geschäftsführer selbst hat mit Heizungsmonteur EFZ eine klassische Installateur-Grundausbildung durchlaufen, bevor er sich zum Gebäudetechnikplaner und Energieexperten weiterbildete; dieser Ausbildungsweg ist in der Schweizer Gebäudetechnik verbreitet und wird hier als Teil seiner Biografie berichtet, ohne dass die Firma selbst irgendwo eine aktuelle Montage- oder Installationsleistung bewirbt.

Was auffällt

Die Büroräumlichkeiten befinden sich laut eigener Aussage „in einem modernen Neubau mit Minergie P ECO Standard". Die Ausstattung wird konkret aufgelistet: als Equipment ein Microsoft HoloLens für BIM2Field, eine Wärmebildkamera FLIR TG267, eine Mess-Einrichtung mit Datenlogger sowie ein Universal-Klimamessgerät testo 400; als Arbeitsplatzausstattung ergonomische Bürostühle, höhenverstellbare Tische, 27-Zoll-Bildschirme, ein iPad Pro und ein Pool-Fahrzeug VW ID.3. Als Referenzen zeigt die Website eine Reihe konkret benannter Projekte, darunter die Neubau- und Sanierungsprojekte Bürolandschaft Leuthard, Vulcano Zürich, ein Neubau beziehungsweise Ersatzbau für ein Einfamilienhaus und ein Doppeleinfamilienhaus, das Gewerbeobjekt Kneuss Geflügel, die Umnutzung einer Werkstatt in ein One Fitness Center, die Sprinklerplanung für den Fachmarkt Albispark, die Sanierung eines Mehrfamilienhauses an der Scheuchzerstrasse, ein Neubau- und Erweiterungsprojekt für ein Produktionsgebäude bei SRM Merenschwand, die Modernisierung und Erweiterung des Möbelhauses XXXLutz sowie das Hotel FIVE Guesthouse Zürich; wie viele Referenzprojekte es insgesamt gibt, gibt die Seite selbst nicht als Zahl an, weshalb hier keine Gesamtzahl genannt wird. Die Unterseite „Prozess", von der auch die abweichenden Software-Angaben oben stammen, enthält daneben unbearbeitete Werbefloskeln der eingesetzten Theme-Vorlage und Lorem-Ipsum-Fülltext als Platzhalter; dieser Teil der Seite wird hier ausdrücklich nicht als eigener Firmeninhalt gewertet.

Was es kostet

Eine Preisliste, ein Stundenansatz oder auch nur eine Grössenordnung für Planungshonorare veröffentlicht die Website nirgends. Interessenten müssen für jede Kosteneinschätzung direkt Kontakt aufnehmen, ohne vorab zu wissen, wie ein Erstgespräch oder eine Offerte abläuft.

Für wen sich das eignet

Wer im Raum Zürich ein Bauprojekt hat, bei dem Heizung, Kälte, Lüftung, Sanitär und Sprinkler in der BIM-Methode aus einer Hand geplant, koordiniert und baubegleitet werden sollen, findet in Komfonie engineering AG ein Team mit klar benannten Zuständigkeiten und einer breiten, öffentlich aufgeschlüsselten Referenzliste über Wohnbau, Gewerbe und Hotellerie hinweg. Wer eine ausführende Installationsfirma sucht, ist hier falsch: Komfonie plant, projektiert und begleitet die Bauleitung, montiert aber laut eigenen Angaben nichts selbst und nennt an keiner Stelle einen ausführenden Partnerbetrieb.

Fazit

Komfonie engineering AG positioniert sich klar als Ingenieur- und Planungsbüro für Gebäudetechnik in Zürich-Altstetten, mit benannten Ansprechpartnern, einer für ein Planungsbüro ungewöhnlich detailliert aufgelisteten technischen Ausstattung und einer breiten, mit konkreten Projektnamen belegten Referenzliste. Formale Angaben wie Handelsregisternummer, UID oder Gründungsjahr fehlen auf der Website vollständig, ebenso jede Preisangabe. Für eine BIM-gestützte HLKS-Planung im Grossraum Zürich ist das Büro eine plausible Anlaufstelle, sollte vor einer Beauftragung aber direkt nach Referenzen im eigenen Massstab, Kapazität und Kosten gefragt werden.

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