MD-Plan GmbH
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MD-Plan GmbH sitzt an der Schanzstrasse 17 in 8330 Pfäffikon und führt in ihrem eigenen Seitentitel die Selbstbezeichnung „Ihr Gebäudetechnikplaner in Pfäffikon ZH". Im Logo steht unter dem Firmennamen zusätzlich das Wort „Haustechnik" als Untertitel, was hier als stilistische Ergänzung und nicht als Namensänderung gewertet wird: Impressum, Copyright-Zeile und Seitentitel nennen durchgehend „MD-Plan GmbH". Die Firma beschreibt ihre Leistungen konsequent mit den Verben planen, koordinieren, begleiten und beraten; von eigener Montage oder Installation ist auf keiner Unterseite die Rede, und im Team sind ausschliesslich Planungs- und Projektleitungsfunktionen genannt, keine einzige Monteur- oder Installateur-Stelle.
Was es ist
Laut eigener Aussage bietet die 1997 gegründete Firma „eine Unterstützung der Bauherrschaft auf höchstem Niveau". Zu Beginn des Jahres 2018 wurde die Firmenleitung umorganisiert: Seither sind Firmengründer Martin Dörig und die langjährige Mitarbeiterin Sandra Müller gleichberechtigte Firmeninhaber und Geschäftsführer, er mit Leitung der Abteilung Heizung, sie mit Leitung der Abteilung Sanitär. Das Impressum nennt als Ansprechpersonen exakt diese beiden, mit derselben Adresse Schanzstrasse 17, 8330 Pfäffikon, Telefon 044 952 30 60 (die Nummer ist identisch als tel-Link hinterlegt) und Fax 044 952 12 16. Eine Handelsregisternummer, UID oder weitere Firmenkennzahl veröffentlicht die Website nirgends.
Was man bekommt
Die Startseite gliedert das Angebot in sechs Bereiche. Heizung: von der „Umstieg Ihrer alten Ölheizung zu einer modernen Wärmepumpe" bis zur „grossen Schnitzelheizung", mit genannter Erfahrung in Wärmepumpen (Sonden, Luft und Wasser), Holzpellets, Holzschnitzel, Gasheizungen und Ölheizungen. Koordination: „Die umfangreichen Installationen aus allen Gewerken müssen unter einen Hut gebracht werden", mit Studien- und Konzepterstellung, Koordination HLKKSE, 2D- und 3D-Planung sowie BIM-Planungsprozess als genannten Erfahrungsfeldern; die Installationen selbst führen laut dieser Formulierung die einzelnen Gewerke aus, MD-Plan bringt sie unter einen Hut. Lüftung: von der „einfachen Abluftanlage für ein Reduit bis hin zur komplexen Klimaanlage für eine Bank", mit Erfahrung in Wohnungsbau, Verwaltung und Büro, Gastro und Hotel, Verkauf und Industrie, Schulen und Sportbauten sowie Lagerräumlichkeiten. Fach- und Bauleitung: „Wir begleiten den Bauablauf, führen Unternehmer und planen Termine", mit Fachbauleitung HLKKS, Gesamtbauleitung Sanierungen, Kostenkontrolle Fachgewerke sowie Teil- und Schlussabnahmen; auch hier ist es die Formulierung selbst, die zeigt, dass fremde Unternehmer geführt statt eigene Handwerker eingesetzt werden. Sanitär: „Von der Hauszuleitung bis zum Abwasserkanal, Nasszellen, Küchen und Kellerinstallationen", mit Erfahrung in Schmutz- und Meteorwasser, Kanalisationsplanung, Trinkwasserhygiene, Nasszellenkonzepten, Gas- und Druckluftanlagen sowie Regenwassernutzung. Energieberatung: Betriebs- und Investitionskostenberichte, thermische Solaranlagen, Energienachweise und allgemeine Beratung.
Für die energetische Sanierung beschreibt eine eigene Unterseite den Ablauf in benannten Schritten: erste Kontaktaufnahme, eine Begehung vor Ort zur Erfassung von Sanierungsumfang und örtlichen Gegebenheiten, eine Offertstellung für einen Betriebs- und Investitionskostenvergleich (der laut eigener Aussage bereits die SIA-Phase 2 enthält), die Wahl des Wärmeerzeugers auf dieser Grundlage, und schliesslich eine Projektierungs- und Ausführungsphase. Die Website hält dabei ausdrücklich fest, transparent zu beraten, „ob und in welchem Umfang das Vorhaben eine fachplanerische Begleitung benötigt": Auch hier positioniert sich MD-Plan als planende und begleitende, nicht als ausführende Partei.
Wie es organisiert ist
Die Team-Seite nennt mehrere Personen mit Funktion, ausnahmslos in Planungs- und Bauleitungsrollen: Martin Dörig als Inhaber, Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Heizung; Sandra Müller als Inhaberin, Geschäftsführerin und Leiterin der Abteilung Sanitär; Nico Dörig als Projektleiter mit Abschluss Dipl. Techniker HF Heizung; Daniel Peter als Gebäudetechnikplaner Lüftung mit Abschluss Dipl. Techniker HF Klima; Chiara Koch als Gebäudetechnikplanerin Sanitär; Severin Romann als Projektleiter mit Abschluss Dipl. Techniker HF Sanitär; Denis Kurek als Gebäudetechnikplaner H/L und zusätzlich Brandschutzfachmann mit eidgenössischem Fachausweis; Ajan Berisha als Gebäudetechnikplaner Heizung in Ausbildung; Pascal Bär als Projektleiter und Gebäudetechnikplaner Sanitär; Melanie Brem als Gebäudetechnikplanerin Heizung; Geronimo Buscemi als Gebäudetechnikplaner Sanitär in Ausbildung; dazu Gabriela Arnold im Sekretariat und in der Administration. Zum Zeitpunkt des Abrufs sucht die Firma laut eigener Aussage keine weiteren Mitarbeitenden.
Was auffällt
Die Referenzenseite listet konkrete Projekte mit Zahlen. Die Wohnüberbauung „Himmelriich" in Uster ist ein Neubau von 4 Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 56 Wohnungen. Eine Sanierung eines unter Denkmalschutz stehenden Wohnhauses samt Neubau umfasst total 7 Wohneinheiten. Das Projekt „Montesole" in Dübendorf, laut eigener Aussage das erste BIM-Projekt der Firma, umfasst 5 Eigentumswohnungen. Das Gewerbehaus „Atrium Schanz" ist laut eigener Beschreibung der eigene Firmensitz, dessen Planung die Firma selbst durchgeführt hat. Weitere genannte Projekte: die Kundenzone der Raiffeisenbank Uster im Zuge der Komplettsanierung des Hauptsitzes, ein Gartencenter für die Meier AG in Dürnten (laut eigener Beschreibung „eines der modernsten Garten-Centers Europas", eine Einschätzung der Firma selbst, hier nicht unabhängig geprüft), die Erweiterung des Alterszentrums Sophie Guyer mit Wärmepumpenanlage für Heizung, FreeCooling und Warmwasser sowie klimatisierten Räumen über eine Lüftungsanlage, die Sanierung des Gemeindehauses Bauma, die Sanierung der kantonalen Fischzuchtanlage in Pfäffikon ZH sowie Sanierung und Anbau des Alters- und Pflegeheims Böndler in Bauma. Bei den Heizungssanierungen nennt die Seite technische Details: für die STWEG Russikerstrasse zwei neue Pelletskessel mit 380 kW, eine neue Kaminanlage und ein Speichervolumen von 10'000 Litern mit Anschluss an diverse Unterstationen; für den TBA Werkhof Hinwil den Ersatz eines Holzschnitzelkessels mit 300 kW samt neuer MSRL-Steuerung, zusätzlichen Pufferspeichern und Elektrofilter; für das Schulhaus Burghalden in Fischenthal den Ersatz eines Holzschnitzelkessels mit 260 kW zur Speisung zweier Unterstationen, im Sommer mit Warmwasser über einen Wärmepumpen-Boiler; und für die Liegenschaften Birchstrasse/Breitestrasse in Seuzach den Ersatz zweier alter Ölkessel durch Wärmepumpen samt Schallmassnahmen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten.
Was es kostet
Eine Preisliste oder ein Stundenansatz für Planungsleistungen wird nirgends veröffentlicht. Der beschriebene Ablauf sieht eine kostenpflichtige Offerte für einen Betriebs- und Investitionskostenvergleich vor, deren Preis die Website selbst nicht nennt; Interessenten erfahren die Kosten erst nach der ersten Kontaktaufnahme und der Begehung vor Ort.
Für wen sich das eignet
Wer im Raum Pfäffikon/Zürcher Oberland ein Neubau- oder Sanierungsprojekt hat, bei dem Heizung, Lüftung und Sanitär gemeinsam geplant und die ausführenden Gewerke koordiniert werden sollen, findet in MD-Plan ein seit 1997 bestehendes, mit mehreren namentlich genannten Fachpersonen besetztes Büro mit einer breiten Referenzliste über Wohn-, Gewerbe- und öffentliche Bauten hinweg. Wer eine ausführende Installationsfirma sucht, ist hier falsch: MD-Plan plant, berät und führt die Bauleitung, überlässt die eigentliche Montage aber den jeweiligen Gewerkeunternehmen.
Fazit
MD-Plan GmbH positioniert sich seit 1997 als Gebäudetechnikplaner in Pfäffikon ZH, mit einer 2018 neu geordneten, hälftig auf Heizung und Sanitär aufgeteilten Geschäftsführung und einer ungewöhnlich detaillierten, mit technischen Kennzahlen belegten Referenzliste. Formale Angaben wie Handelsregisternummer oder UID fehlen auf der Website vollständig, ebenso jede Preisangabe. Für eine koordinierte HLKS-Planung im Zürcher Oberland ist das Büro eine plausible Anlaufstelle, sollte vor einer Beauftragung aber direkt nach Kapazität, Referenzen im eigenen Massstab und Kosten für den Betriebs- und Investitionskostenvergleich gefragt werden.