BYM Solar GmbH

Bern · seit 2023

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BYM Solar GmbH begann 2023 als Photovoltaik-Installationsbetrieb in der Berner Altstadt, und das Wärmepumpen-Angebot der Firma liest sich, als hätten es Leute geschrieben, die viel Solaranlagen montieren und die Wärmepumpe als naheliegende nächste Anlage zum Anschliessen behandeln. Wo viele Handwerkerseiten eine Wärmepumpe auf einen einzigen Abschnitt und ein Rückruf-Formular reduzieren, veröffentlicht diese Firma auf einer eigenen Wärmepumpen-Seite Systemtypen, Preisbänder, Installationszeitpläne und sogar gemessene Lärmwerte.

Was es ist

Der Sitz der Firma liegt an der Münstergasse 35, mitten in der Berner Altstadt. Gegründet wurde sie 2023 von Yves Mertenat, der Erfahrung im Bereich Solarenergie mitbrachte, und Birton Mihàly, auf der Website beschrieben als erfahrener Unternehmer und Experte für Geschäftsstrategien. Im Impressum wird Yves Mertenat als Geschäftsführer geführt. Die Teamseite nennt sechs Personen mit Namen: Mertenat selbst, dazu Roger Bloch, Lucas Ortega sowie drei Personen mit dem Titel Solar Monteur, nämlich Schmer Kvido, Lovasz Gàbor und Sabin Moraru, neben der Angabe "6+" Teammitglieder und "über 100" abgeschlossenen Projekten. Die firmeneigene Zusammenfassung auf der Über-uns-Seite beschreibt sich selbst als spezialisiert auf Wartung und Reinigung von Photovoltaikanlagen, was etwas seltsam neben der übrigen Betonung auf vollständige Installationsarbeiten steht; beide Beschreibungen stammen von den eigenen Seiten der Firma und werden hier so wiedergegeben, wie sie dastehen.

Solar bleibt der sichtbare Schwerpunkt: Die beiden auf der Website veröffentlichten Referenzen, ein Schulprojekt ("Volksschule Hochfeld") und eine Dachinstallation in Liebefeld, sind beides PV-Projekte, und auch die drei Kundenstimmen auf der Startseite, von namentlich genannten Personen aus Bern, beschreiben Solarinstallationen statt Heizungsarbeit. Die genannten Handelspartnerschaften der Firma, als 3S Fachpartner, Swissolar Marktpartner sowie Fachpartner für K2, Plic und Weidmüller, sind ebenfalls durchweg Auszeichnungen aus der Solarbranche und keine Heizungs-Zertifikate. Das heisst nicht, dass die Wärmepumpen-Sparte ein Nebenprodukt ist, aber Leserinnen und Leser sollten wissen, dass die öffentlich sichtbare Erfolgsbilanz mehrheitlich Solar betrifft.

Was man für eine Wärmepumpe bekommt

BYM Solar installiert ausschliesslich Wärmepumpen der Marke Hoval, in drei Ausführungen: Luft-Wasser-Split, Erdsonde und Sole-Wasser. Die Website nennt die Luft-Wasser-Split-Anlage als jene, die im Raum Bern am häufigsten verbaut wird, weil sie keine Bohrung braucht; Erdsonden-Anlagen kommen dort zum Einsatz, wo das Grundstück eine Bohrung erlaubt, bei einer angegebenen Tiefe von rund 200 Metern pro Projekt, inklusive Füllung und Spülung des Kreislaufs; Sole-Wasser-Anlagen brauchen genügend Gartenfläche für das horizontale Kollektorfeld. Die Inbetriebnahme läuft über Hovals eigenes System HovalConnect.

Die Preisangaben sind für eine Handwerkerseite ungewöhnlich konkret. Die Firma nennt für eine Luft-Wasser-Split-Anlage in einem Einfamilienhaus rund CHF 45'000 bis 50'000, für eine Erdsonden-Anlage ab rund CHF 60'000 je nach Bohrtiefe, und für eine Sole-Wasser-Anlage CHF 65'000 bis 70'000. Diese Beträge sollen laut Firma das Gerät, ein Sicherheitsset, einen Schlammabscheider, die Montage, die Inbetriebnahme sowie externe Dienstleistungen wie Förderanträge und das kantonale GEAK-Zertifikat umfassen; Elektroarbeiten sowie Beton- und Grabarbeiten werden separat verrechnet. Die Zahlungsbedingungen lauten 50 Prozent bei Bestellung und die restlichen 50 Prozent zehn Tage nach Fertigstellung.

Der veröffentlichte Ablauf umfasst fünf Schritte: ein erstes Gespräch mit Besichtigung vor Ort, eine Heizlastberechnung und Systemwahl, dimensioniert, so die Website, nach den Vorgaben der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz, dem Schweizer Branchenverband, eine schriftliche Offerte mit jedem einzelnen Posten, die Installation und schliesslich die Inbetriebnahme mit Übergabe, inklusive einer Einweisung in die Steuerung und in die für die Förderstelle nötigen Unterlagen. Genannte Zeitangaben: 3 bis 7 Arbeitstage für die eigentliche Installation in einem Einfamilienhaus, dazu rund 4 bis 8 Wochen Vorlauf davor für Planung, Heizlastberechnung, Offerte, Förderantrag und Materialbestellung.

Sanierung und Lärm

Bei älteren Gebäuden ist die Website offen damit, dass eine Wärmepumpe am besten funktioniert, wenn die Vorlauftemperatur unter 55 Grad bleibt, was Fussbodenheizungen und moderne Heizkörper problemlos schaffen; ältere, kleinere Heizkörper aus den 60er- und 70er-Jahren erschweren das, und die Firma sagt, sie empfehle in solchen Fällen eher den Austausch einzelner Heizkörper gegen grössere Modelle, statt zu versprechen, die Sanierung funktioniere einfach so. Baugesuch, GEAK-Zertifikat, Demontage der alten Heizung samt Tank sowie Isolationsarbeiten bei einer Sanierung werden laut eigener Formulierung der Website über Partner der Firma organisiert, nicht direkt vom eigenen Team von BYM Solar ausgeführt.

Beim Thema Lärm gibt die Firma an, dass eine moderne Luft-Wasser-Anlage in drei Metern Abstand 40 bis 45 dB(A) misst, was sie mit einem leisen Kühlschrank vergleicht, und dass die Platzierung unter Berücksichtigung der örtlichen Lärmschutzvorschriften geplant werde, mit Abstand zu Schlafzimmerfenstern oder schallverstärkenden Nischen.

Fördergelder und die Solar-Kombination

Die Website gibt an, dass Bundes-, Kantons- und Gemeindebeiträge für den Ersatz einer fossilen Heizung durch eine Wärmepumpe im Raum Bern derzeit zwischen CHF 4'000 und 15'000 liegen, je nach Gebäude und installierter Leistung, zusätzlich zu einem in den meisten Kantonen möglichen Steuerabzug für die Investition als energiesparende Massnahme; für aktuelle Sätze verweist die Firma auf EnergieSchweiz, die nationale Anlaufstelle des Bundes für Energiefragen, statt selbst eine Zahl zu garantieren. Ausserdem veröffentlicht sie allgemeine Hintergrundinformationen zur Technologie, wonach eine Anlage einen grossen Teil ihrer Energie aus der Umgebungsluft oder dem Erdreich bezieht statt aus dem Stromnetz, und dass eine typische Jahresarbeitszahl aus einer Einheit Strom ein Mehrfaches an Heizenergie macht; das ist allgemein erklärte Wärmepumpentechnik für Leserinnen und Leser, keine Leistungsangabe, die BYM Solar für die eigenen Installationen behauptet.

Angesichts der Solar-Wurzeln der Firma ist ihr konkretestes Argument die Kombination: Eine 10-kWp-PV-Anlage in Bern erzeugt bei den in der Region üblichen rund 1'100 bis 1'200 Sonnenstunden im Jahr in der Grössenordnung von 10'000 kWh jährlich, gegenüber einem von der Firma angegebenen Bedarf einer Wärmepumpe von 3'000 bis 5'000 kWh pro Jahr in einem gut gedämmten Haus, und die Firma sagt, die Kombination beider Systeme mit einem Pufferspeicher und intelligentem Energiemanagement könne den Eigenverbrauch um 20 bis 30 Prozent steigern.

Einsatzgebiet und für wen es passt

Als Kerngebiet nennt die Firma Köniz, Ostermundigen, Muri bei Bern, Belp, Worb, Wabern, Ittigen, Zollikofen, Bolligen, Liebefeld und Münchenbuchsee, und sie gibt an, auch grössere Sanierungsprojekte weiter draussen in Thun, Burgdorf, Biel/Bienne und Langenthal zu übernehmen.

Das passt zu dir, wenn du im Raum Bern eine Wärmepumpen-Offerte mit echten Zahlen willst, bevor du überhaupt zum Telefon greifst, besonders wenn du bereits eine Solaranlage betreibst oder planst und beide Systeme zusammen ausgelegt haben willst, statt sie getrennt angeboten zu bekommen. Die Firma ist jung, höchstens drei Jahre alt, und hat entsprechend nicht die jahrzehntelange heizungsspezifische Erfolgsbilanz mancher Mitbewerber; ihre veröffentlichten Referenzen und Bewertungen drehen sich fast ausschliesslich um die Solar-Seite des Geschäfts, nicht um Wärmepumpen-Installationen. Wer diese Lücke gegen die ungewöhnlich detaillierten Preis- und Ablaufangaben der Wärmepumpen-Seite abwägt, sollte beide Seiten lesen, bevor er sich entscheidet.

Ob die Firma noch aktiv ist, wurde hier nicht geprüft: Der Lebenszeichen-Check für diesen Tenant läuft zentral nach der Schreibphase, nicht pro Eintrag.

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