Neuenschwander-Neutair AG
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Die Domain nena.ch lässt einen kleinen Betrieb namens "Nena" vermuten, tatsächlich firmiert die Gesellschaft aber unter einem ganz anderen, im Impressum eindeutig belegten Namen: Neuenschwander-Neutair AG. "Nena" ist erkennbar eine Kurzform aus NEuenschwander-NeutAir, kein eigener Firmenname. Für diesen Eintrag wird deshalb der im Impressum stehende Name verwendet, nicht die Domain-Kurzform.
Was es ist
Neuenschwander-Neutair AG hat ihren Sitz am Laubbergweg 60 in 3053 Münchenbuchsee und unterhält laut Startseite eine Zweigniederlassung an der Zürichstrasse 23c in 2504 Biel. Die Firma beschreibt ihre eigene Geschichte so: "Seit über einem Jahrhundert steht unser Unternehmen für Kompetenz, Qualität und Verlässlichkeit. Was 1921 als regionaler Handwerksbetrieb begann, hat sich zu einem modernen Dienstleister für umfassende Gebäudetechnik entwickelt." Das Impressum nennt als Kontakt Telefon 031 302 03 33, Fax 031 302 03 04 sowie die E-Mail-Adressen info@nena.ch und service@nena.ch. Als MWST-Nummer ist CHE-116.294.440 angegeben, als Gerichtsstand Bern. 6 Geschäftsbereiche stehen in der Hauptnavigation: Heizung, Lüftung, Klima und Kälte, Anlagenbau, Sanitär und Service.
Was man bekommt
Die Unterseite "Heizung" widmet der Wärmepumpe einen eigenen, technisch differenzierten Abschnitt statt einer pauschalen Nennung. Zur Wärmequelle Erde: "Die meist genutzte Variante im Bereich Erde sind Tiefenbohrungen zwischen 100 – 200 Meter tiefe. Ein Wasser-/Frostschutzgemisch wird als Energieträger eingesetzt. Bei Anlagen mit grossem Umschwung besteht die Möglichkeit eines Erdregisters in ca. 1 Meter Tiefe." Zur Wärmequelle Luft: "Bei Luft-/Wasserwärmepumpen besteht die Möglichkeit einer Kompakt- oder Splitanlage. Bei Kompaktluftanlagen wird die Luft über Kanäle oder einen Lüftungsschacht zur Wärmepumpe geführt. Bei der Splitanlage steht der Verdampfer mit dem Ventilator im Freien." Zur Wärmequelle Wasser: "Grund- oder Seewasser wird aus einem Entnahmebrunnen abgepumpt, fliesst durch den Verdampfer und wird in einem Sickerbrunnen wieder zurückgegeben." Daneben bietet die Firma weiterhin Solaranlagen, Öl- und Gasheizungen (ausdrücklich als bewährte, wenn auch fossile Option beschrieben), Fernwärme/Wärmeverbund und Holzpellet-Heizungen an; auf fossile Neuinstallationen wird laut eigener Aussage aber "bewusst verzichtet – zugunsten nachhaltiger und zukunftssicherer Technologien", auch wenn bestehende Ölheizungen weiterhin ersetzt oder gewartet werden. Im Impressum nennt sich die Firma zudem Mitglied des Fachverbands Suissetec, eine branchenübliche Mitgliedschaft, die hier nur als Tatsache und nicht als besondere Auszeichnung des Betriebs gewertet wird.
Zur Fernwärme, die neben der Wärmepumpe die zweite von der Firma explizit beworbene nachhaltige Option ist, listet die Seite konkrete, selbst formulierte Vorteile auf: "Hausanschlüsse und Verteilsysteme sind weitgehend wartungsfrei", "Die Hausinstallationen benötigen nur wenig Platz und somit keinen separaten Heizungsraum", "Keine Beschaffung auf Vorrat nötig – nur effektiver Verbrauch wird bezogen", "Regionale Produktion mit mehrheitlich preisstabilen Energieträgern", "Hohe Versorgungssicherheit" und "Keine Wartungskosten". Zu Holzpellets schreibt die Firma: "Nutzholz ist ein sparender und ständig nachwachsender Rohstoff, der praktisch schwefelfrei und vor allem CO2-neutral verbrennt." Diese beiden Alternativen positioniert die Firma klar als Ergänzung zur Wärmepumpe, nicht als deren Ersatz, was zur zuvor zitierten Aussage passt, dass fossile Neuinstallationen bewusst vermieden werden.
Was auffällt
Ungewöhnlich für einen Handwerksbetrieb dieser Grösse ist die lange Liste konkreter, datierter Referenzprojekte mit Wärmepumpenbezug. Am Sägefeldweg in Biel wurde laut Kurzbeschrieb eine "Ölheizung ersetzt durch Wärmepumpen". In Spiegel bei Bern hat die Firma 2022 eine Erdsonden-Wärmepumpe eingebaut, mit eigener Projektseite: "Einbau einer Wärmepumpe, Ausführung: 2022. Kurzbeschrieb: Ersatz Öl Heizung durch Erdsonden Wärmepumpe in einem historischem Haus." An der Längfeldweg 87 in Biel wurde die Wärmeerzeugung "mit zwei Luft/Wasser-Split-Wärmepumpen" realisiert, kombiniert mit einer Kälteanlage und einer Lüftungsanlage mit einer Gesamtluftmenge von 24000 m³/h. In Rüfenacht entstand beim Neubau "Sonne" mit Wohnungen, einem Coop und der Bäckerei Reinhard 2021 eine Erdsonden-Wärmepumpe. In Evilard/Leubringen installierte die Firma eine "Luft-Wasser Wärmepumpe MFH, innen aufgestellt mit 25kW Leistung" für ein Mehrfamilienhaus. An der Haslerstrasse in Bern wurde 2021 eine "Bestehende Ölheizung durch Wärmepumpe mit Abwärme von Kältemaschine" ersetzt, eine technisch eher seltene Kombination aus Wärmepumpe und Abwärmenutzung einer Kältemaschine. Nicht jedes Referenzprojekt betrifft eine Wärmepumpe: Beim Neubau Hammerwerk Worblaufen mit ca. 70 Wohnungen installierte die Firma stattdessen Fernwärme-Unterstationen, und bei der Welle 7 am Bahnhof Bern Postparc ging es um die "Grundausbauinstallation Heizung und Kälte in 3 Gebäuden", die "nach 2.5 Jahren Bauzeit fertig gestellt" wurde, ohne dass die Wärmeerzeugungsart im Kurzbeschrieb genannt wird.
Im Impressum ist zudem ein "Technischer Partner" für die Website genannt, die Talus Informatik AG in Wiler bei Seedorf; das ist ein IT-Dienstleister für den Webauftritt, kein Gebäudetechnik-Partner, und wird hier entsprechend nicht mit dem eigentlichen Heizungsgeschäft der Firma vermengt. Die Fusszeile schreibt das Website-Design zusätzlich einer weiteren Agentur, Konvert AG, zu, ein weiterer reiner Gestaltungshinweis.
Wie es organisiert ist
Laut Impressum firmiert der Betrieb als "Neuenschwander-Neutair AG", eingetragen mit Sitz Laubbergweg 60, 3053 Münchenbuchsee, MWST-Nummer CHE-116.294.440, Gerichtsstand Bern. Eine zweite Adresse, Zürichstrasse 23c in 2504 Biel, wird auf der Startseite als Zweigniederlassung geführt. Die Navigation zeigt unter "Stellen" die Zahl 3 als aktuell offene Position.
Neben den Wärmepumpen-Projekten zeigt die Referenzliste auch grössere, nicht heizungsbezogene Aufträge, die auf die Kapazität des Betriebs schliessen lassen: die Lüftungs- und Klimaanlage für die Gewerbe- und Ladenflächen der Station West in Interlaken mit einer Entrauchungsanlage, sowie eine Aarewasser-Pumpendruckleitung für den Neubau des Bürgerspitals Solothurn. Beide Projekte gehören nicht zur Wärmepumpen-Sparte, zeigen aber, dass die Firma auch grössere Gewerbe- und Institutionsbauten technisch betreut, nicht nur Einfamilienhäuser.
Was es kostet
Eine allgemeine Preisliste für Wärmepumpen-Projekte veröffentlicht die Website nicht. Die Referenzprojekte enthalten technische Kurzbeschriebe und teils Jahreszahlen, aber keine Kostenangaben; Interessenten müssen über das Kontaktformular oder telefonisch ein individuelles Angebot einholen.
Für wen sich das eignet
Wer in der Region Bern, Münchenbuchsee oder Biel ein grösseres oder technisch anspruchsvolleres Wärmepumpenprojekt plant, etwa den Ersatz einer Ölheizung in einem historischen Haus durch eine Erdsonden-Wärmepumpe oder eine Luft/Wasser-Split-Lösung für ein Mehrfamilienhaus, findet hier einen seit 1921 bestehenden Betrieb mit einer langen, konkret dokumentierten Projekthistorie in genau diesem Bereich. Wer ein sehr kleines Einfamilienhaus-Projekt sucht und Wert auf eine transparente Preisangabe im Vorfeld legt, findet auf der Website dazu keine Anhaltspunkte, da alle Referenzen ohne Kosten genannt werden.
Fazit
Neuenschwander-Neutair AG verbindet eine 1921 begonnene Firmengeschichte mit einer technisch detaillierten Erklärung der 3 Wärmepumpen-Wärmequellen Erde, Luft und Wasser und einer ungewöhnlich langen Liste realer, datierter Referenzprojekte, von der Erdsonden-Wärmepumpe im historischen Haus in Spiegel bei Bern bis zur Split-Anlage in Evilard. Offen bleiben Preise für ein durchschnittliches Projekt und die Grösse des Teams, zu der die Website keine Angabe macht. Der eigentliche Name hinter der Domain "nena.ch", Neuenschwander-Neutair AG, sollte dabei nicht mit der Kurzform verwechselt werden.