GLB Genossenschaft

Bahnhofstrasse 27, 3550 Langnau i.E.

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GLB Genossenschaft hat ihren Hauptsitz an der Bahnhofstrasse 27 in 3550 Langnau i.E. und ist im Handelsregister des Kantons Bern unter der Firmennummer CHE-105.797.493 eingetragen; vertretungsberechtigt zeichnet Walter Gerber als Unternehmensleiter. Die eigene Website beschreibt das Unternehmen so: "Wir planen, bauen und richten Lebensräume ein, seit über 50 Jahren." Das Angebot richtet sich an Privateigentümerinnen und -eigentümer, an Unternehmen sowie an Investorinnen und Investoren und deckt laut Website "alle Kompetenzen rund um Ihr Bauvorhaben aus einer Hand" ab, von Neubau über Sanierung bis zu Gewerbe- und Industriebauten. Neben dem Hauptsitz in Langnau i.E. nennt die Website weitere Standorte: GLB Berner Mittelland an der Sensemattstrasse 150 in 3174 Thörishaus, Telefon 031 888 12 12; GLB Emmental an der Schüpbachstrasse 26 in 3543 Emmenmatt, Telefon 034 408 17 17; GLB Oberaargau an der Murgenthalstrasse 74 in 4900 Langenthal, Telefon 062 916 09 00; GLB Seeland an der Grenzstrasse 25 in 3250 Lyss, Telefon 032 387 41 41; GLB Thun/Oberland am Moosweg 11 in 3645 Gwatt, Telefon 033 334 78 00; sowie GLB Zürich Land an der Wässeristrasse 31 in 8340 Hinwil, Telefon 044 938 87 00. Sowohl GLB Berner Mittelland in Thörishaus als auch GLB Seeland in Lyss liegen im Einzugsgebiet dieser Kategorie.

Ein eigener Fachbereich Heizung und Sanitär, kein reiner Wärmepumpenspezialist

GLB ist in erster Linie ein breit aufgestelltes Bauunternehmen. Auf der eigenen Projektseite dominieren Badezimmersanierungen, Küchenumbauten, Fassadensanierungen, Dachgeschossausbauten und Neubauten; Heizung und Wärmepumpen sind dort ein Angebot unter mehreren, eingebettet in das Konzept "GLB green line" für energetische und ökologische Sanierung. Dass Heizungstechnik trotzdem ein eigenständiger Fachbereich ist und nicht nur nebenbei mitläuft, zeigt sich an zwei Personen, die die Website namentlich mit dem Thema verbindet: Pascal Arn, den sie als "Leiter Bereich Haustechnik, Sanitär und Heizung, GLB Seeland, Lyss" vorstellt, und Christoph Wittwer, den sie als "Heizungsmeister" mit einem eigenen Zitat zum Thema Planungsvorlauf zeigt. Wer gezielt eine reine Wärmepumpenfirma sucht, findet bei GLB stattdessen einen Gesamtanbieter, bei dem Heizung eine von mehreren Sparten neben Sanitär, Elektro, Photovoltaik und dem klassischen Hochbau ist.

Ein Gewerbebau als Beispiel: kaskadierte Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Kühlfunktion

Im GLB-Onlinemagazin beschreibt die Firma ein Projekt für die Arbor AG, einen Handels- und Reparaturbetrieb für Hebemittel: Die alten Lufterhitzer in dessen Werkstatthalle sollten durch ein raumsparendes, leises Heizsystem ersetzt werden, das im Sommer auch kühlen kann. Eine Erdsondenbohrung war im betreffenden Lindental laut Website geologisch nicht möglich, daher fiel die Wahl auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe von Stiebel Eltron mit aktiver Kühlfunktion, bei der die interne Kältekreislaufrichtung umgekehrt wird. Die erhöhte Leistungsanforderung wird über eine Kaskadenschaltung mehrerer Wärmepumpen abgedeckt, deren Inverter-Verdichter sich laut Website stufenlos an den Wärmebedarf anpassen. In der Werkstatthalle wurden zur Platzersparnis Deckenstrahlprofile zwischen den Dachsparren montiert, die mit niedriger Vorlauftemperatur arbeiten und die Wärme direkt auf Personen, Wände und Boden abstrahlen statt nur die Luft zu erwärmen; in den Büros übernehmen Deckensegel dieselbe Funktion, zusätzlich fürs Kühlen. Laut Website montierten GLB-Mitarbeitende die Deckenstrahlprofile in sieben Metern Höhe selbst, mit den hauseigenen Hebebühnen der Kundin Arbor AG. Weder eine kW-Leistung, ein COP- oder JAZ-Wert noch ein Preis werden für dieses Projekt genannt.

Zwei rote Bosch-Wärmepumpen fürs Altersheim Pfrundacker in Lyss

Ausführlicher dokumentiert ist ein zweites Projekt im Privataltersheim Pfrundacker in Lyss, das laut Heimleiter Martin Schwob 15 Bewohnerinnen und Bewohner im Alter zwischen 63 und 96 Jahren betreut. Eine rund 20 Jahre alte Ölheizung mit einem Jahresverbrauch von 6000 Litern wurde durch zwei Bosch-Wärmepumpen des Typs CS7000iAW mit Invertertechnologie samt zwei Bosch-Inneneinheiten AWE ersetzt, unterstützt durch die bereits vorhandene Photovoltaikanlage für die Warmwasseraufbereitung. Dazu kommen ein Heizwasserspeicher Oertli SHW 1007 mit 800 Litern und ein Hochleistungs-Wassererwärmer HPA WP/E 600 mit 600 Litern. Die Anlage musste die für Altersheime typische hohe Raumtemperatur von 23 Grad zuverlässig liefern; eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde scheiterte laut Website an der Grundwassersituation, eine Pelletheizung am fehlenden Lagerraum. Seit Oktober 2019 läuft die Anlage nach Angaben der Website problemlos, ein Servicetechniker konnte die Temperatur nach der Inbetriebnahme sogar leicht zurücknehmen.

Bei diesem Projekt trennt die Website die Rollen klar. Für Technologie- und Produktberatung, Planungsunterstützung, koordinierte Lieferung sämtlicher Systemkomponenten, Inbetriebnahme und den 24/7-Service zeichnet der Partner Meier Tobler verantwortlich, namentlich Berater Roger Eyholzer und Servicetechniker Markus Schweizer. GLB selbst übernahm laut eigener Auflistung Planung und Auslegung, das Einholen der Bewilligungen samt schalltechnischer Abklärung sowie die Installation sämtlicher Komponenten; die Modernisierung des Gebäudes drei Jahre zuvor leitete Roland Stutz von GLB Seeland. Auch die auffällige rote Farbe der beiden Aussengeräte ist dokumentiert: Heimleiter Martin Schwob wählte sie bewusst passend zum roten Mehrzweckpavillon des Hauses; eine frühere GLB-Aussenanlage war stattdessen mit einer Holzoptik-Folie verkleidet.

Ein Heizungsratgeber ohne Preisangaben, dafür mit eigenem Nachwuchs

Auf einer eigenen Ratgeberseite erklärt GLB in zehn Kapiteln Optionen, Ablauf, Vorschriften und Fördergelder rund um einen Heizungsersatz. Die vergleichende Übersicht der Energieträger Sonne, Umweltwärme, Holz und Fernwärme mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen zitiert die Seite ausdrücklich als Quelle die Broschüre "erneuerbar heizen" von EnergieSchweiz und dem Bundesamt für Energie BFE, nicht als eigene Einschätzung. Bei den Kosten macht die Seite selbst deutlich, warum sie keine Zahlen nennt: "Hier werden bewusst keine Zahlen genannt, da ein solches Projekt sehr individuell ist und kein Pauschalpreis genannt werden kann." Eine dritte Fallgeschichte auf derselben Seite betrifft die Familie Waber, bei der im Rahmen eines Stöckli-Umbaus eine neue Pelletheizung mit integrierter Warmwasseraufbereitung eingebaut wurde; Details zu Modell oder Leistung nennt die Website dazu nicht.

Dass Heizungstechnik bei GLB auch in der Ausbildung verankert ist, zeigt ein Interview mit Cederic Schaller, 17 Jahre alt, im dritten Lehrjahr zum Heizungsinstallateur am Standort Lyss. Er beschreibt seine Aufgaben so: Leitungen für Warm- oder Kühlwasser verlegen, Heizungen, Temperaturfühler und Radiatoren montieren und entlüften, dazu Service, Wartung, Reparatur und Sanierung von Heizungsanlagen.

Was fehlt

Weder für das Arbor- noch für das Pfrundacker-Projekt nennt die Website einen Preis, eine kW-Leistung oder einen COP-/JAZ-Wert der eingebauten Wärmepumpen; die Kostenseite des Ratgebers verzichtet ausdrücklich und bewusst auf Zahlen. Eine Gesamtmitarbeiterzahl für die Genossenschaft wird nirgends genannt, ebenso wenig ein genaues Gründungsjahr: Die Website spricht nur von "seit über 50 Jahren", woraus sich kein Jahr ableiten lässt. Fördergelder werden auf der Ratgeberseite thematisiert, aber ohne konkrete Frankenbeträge; sie verweist stattdessen auf einen separaten Magazinbeitrag zum Thema, der hier nicht als Quelle herangezogen wurde.

Für wen sich GLB eignet

Wer im Berner Mittelland oder Seeland ein grösseres Bauprojekt plant, bei dem der Heizungsersatz nur ein Teil unter mehreren ist, etwa zusammen mit Sanierung, Umbau, Neubau oder Photovoltaik, findet in GLB eine Genossenschaft mit über 50-jähriger Geschichte, mehreren Regionalstandorten und einem dokumentierten, eigenständigen Fachbereich Heizung/Sanitär, der auch anspruchsvolle Lösungen wie kaskadierte Wärmepumpen mit aktiver Kühlung oder die Einbindung einer bestehenden Photovoltaikanlage selbst plant und installiert. Wer dagegen ausschliesslich eine Wärmepumpe sucht und einen spezialisierten Kleinbetrieb bevorzugt, bekommt bei GLB einen Gesamtanbieter, bei dem Heizungsprojekte über Partner wie Meier Tobler für Produkt und Service ergänzt werden und für den die Website unabhängig von Anlagengrösse oder Standort keine Preise nennt.

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