Hesab AG

Dennliweg 35c, 4900 Langenthal · seit 1994

Zum Bewerten auf einen Stern tippen

Wer die Firmengeschichte der Hesab AG auf der eigenen Website nachliest, findet keine anonyme Zeitleiste, sondern Namen: Gegründet im Januar 1994 von H.U. Leuenberger und Fritz Bürki als Aktiengesellschaft, übernahm bereits im Mai 1995 Frank Jegen die Aktienmehrheit. Im August 2001 eröffnete die Firma eine Filiale in Langenthal, dem heutigen Sitz an der Dennliweg 35c. Im März 2010 gingen die Aktien von Herrn H.U. Leuenberger über, im November 2012 folgten die Aktien von Herrn Fritz Bürki, ohne dass die Website nennt, an wen genau. Wer heute an der Spitze steht, zeigt das Impressum zwar nicht, wohl aber die Teamseite: Nironjany Velauthan führt das Unternehmen als Geschäftsführerin und VR-Präsidentin, Frank Jegen bleibt als Stv. Geschäftsführer und VR-Mitglied an Bord.

Was es ist

Die Hesab AG ist ein Haustechnikbetrieb mit Sitz an der Dennliweg 35c, 4900 Langenthal. Die Startseite beschreibt das Tätigkeitsgebiet als "Beratung, Planung, Installation, Wartung und Service aller energietechnischen Anlagen in der Wärme- und Kälteerzeugung". Als Zielregion nennt die Website "die Region Mittelland bis ins angrenzende Seeland", was zur hier gelisteten Kategorie passt. Erreichbar ist die Firma unter +41 62 958 50 80 und per Mail an hesab@hesab.ch.

Was man bekommt

Unter der Rubrik "Kompetenzen" führt die Website als Bereiche auf: Heizungsanlagen, Alternativsysteme, Prozess-, Dampf- und Kühlungstechnik, Holzschnitzel- und Pelletsanlagen, Lüftung bei Minergie-Bauten, Kälteanlagen sowie Wärmerückgewinnung. Auf der Service-Unterseite wird das Angebot konkreter: eine Serviceabteilung "für Notfälle rund um die Uhr", dazu Wartung, Kontrolle und Reparatur. Für Störungen nennt die Seite Checks vor dem Anruf, etwa ob die Heizung überhaupt läuft und ob Druck beziehungsweise Durchfluss in der Anlage stimmen, bevor sie zum "HESAB-Service aufbieten" rät. Für den Pikettdienst ist eine eigene Nummer angegeben, 079 720 79 26, auf deren Combox Anrufer Nummer und Anliegen hinterlassen können, worauf sich laut Website "schnellstmöglich" ein Servicemonteur meldet.

Zur Begründung, warum sich ein Wechsel überhaupt lohnt, listet die Startseite unter "Vorteile von erneuerbaren Energien" mehrere allgemeine Argumente auf: unerschöpfliche Energiequellen, reduzierter CO2-Ausstoss, die Möglichkeit, eine bestehende Heizung mit erneuerbarer Energie zu kombinieren, ein gesteigerter Liegenschaftswert, tiefere Energiekosten und ein allgemeiner Hinweis, dass es für den Wechsel auf erneuerbare Energien Subventionen gebe, ohne eine Summe oder ein Programm zu nennen. Auf der Service-Seite wiederholt sich das unter "Vorteile unserer Heizungen" in ähnlicher, konkreterer Form: Energieeffizienz durch die "optimale Lösung für die Wahl der Energieform", niedrigere Kosten durch den Verzicht auf zugekauften Brennstoff bei Erdreich- oder Luftnutzung, eine durch "regelmässige Wartungen und Kontrollen" verlängerte Lebenszeit der Anlage und ein zeitsparendes, qualifiziertes Service-Team bei Störungen. Beides sind allgemeine, auf der eigenen Website formulierte Verkaufsargumente und keine geprüften Kennzahlen der Firma.

Was auffällt

Die Startseite listet unter "aktuelle projekte" konkrete, datierte Referenzen mit knappen technischen Angaben statt allgemeiner Werbetexte. Am 22. April 2025 vermeldet die Firma den Neubau WÜB Kreuzstrasse in Zollikofen: "Für eine moderne Wohnüberbauung mit vier Gebäuden realisieren wir die gesamte Heizungsinstallation. Die umweltfreundliche Wärmegewinnung erfolgt über Erdwärmesonden." Am 14. April 2025 folgt der SBB Bahnhof Langenthal, wo "die bestehende Heizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt" wird und der Rückkühler laut Eintrag bereits geliefert war und zur Montage bereitstand. Am 1. Juli 2023 ersetzte die Firma bei einer Sanierung eines Einfamilienhauses in 4900 Langenthal eine bestehende Ölheizung durch eine kondensierende Pelletskesselanlage. Am 1. Juni 2023 realisierte sie den Neubau Aebiareal Ärztezentrum AZB in 3400 Burgdorf, ein institutionelles Projekt neben den privaten und kommunalen Aufträgen. Zur Referenzenseite gehört zudem eine Gliederung nach Auftragsart, mit eigenen Galerien für Sanierungen, Stadt und Gemeinde, Kaufhäuser, Geschäfte und Hotel, Industrie und Gewerbe, Wohnungsbau sowie Schulen und Bildung; die einzelnen Galerien selbst liessen sich beim Abruf nicht mit weiterem Bildtext öffnen, die Kategorienamen bestätigen aber die Bandbreite der oben genannten Projektbeispiele.

Auffällig ist auch die Teamseite, die nicht auf ein anonymes "unser Team" setzt, sondern jede Person einzeln mit Funktion und direkter Mailadresse nennt. Neben Nironjany Velauthan und Frank Jegen an der Spitze führt die Seite etwa Giorgio Toma als Abteilungsleiter mit dem Titel "eidg. dipl. Projektleiter Gebäudetechnik", Daniel Walker als Chefmonteur und ebenfalls VR-Mitglied, sowie Franziska Schreier für Administration und Buchhaltung auf. Dazu kommen mehrere Gebäudetechnikplaner und Heizungsinstallateure EFZ, etwa Yannick Jegen, Diego Bützberger, Louis Senani, Federico Ingrosso und Gianluca Marti, sowie mehrere Lernende, darunter Christian Ingrosso, Ensar Llalloshi, Labian Iseini und Leandro Padron Valle als angehende Heizungsinstallateure EFZ und Damiano Mazzanti als Lernender Heizungspraktiker EBA. Die Fusszeile verlinkt zudem auf suissetec (suissetec.ch) und zeigt ein Minergie-Logo mit Verweis auf minergie.ch/fachpartner; beides sind Branchenverbands- beziehungsweise Labelverweise und keine firmeneigene Auszeichnung.

Eine kleine Unstimmigkeit fällt bei den offenen Stellen auf: Die Überschrift der Jobseite lautet "Lehrstellen 2023", der einzige dort aufgeführte Eintrag beschreibt aber eine Lehrstelle als Heizungsinstallateur/in EFZ "per August 2026" am Standort Langenthal. Überschrift und Text widersprechen sich in der Jahreszahl; welche davon aktuell ist, lässt sich von aussen nicht auflösen.

Wie es organisiert ist

Die Firma tritt einheitlich als Hesab AG beziehungsweise in der Fusszeile als "HESAB AG" auf, mit Sitz Dennliweg 35c, 4900 Langenthal. Eine eigene Impressum-Unterseite existiert, enthält bei Abruf jedoch ausser dem bereits von der Startseite bekannten Adressblock keine weiteren Angaben, insbesondere keine Handelsregisternummer oder UID; diese liessen sich über die Website nicht verifizieren. Die Firmengeschichte selbst ist dagegen ungewöhnlich offen dokumentiert: von der Gründung 1994 über den Mehrheitswechsel zu Frank Jegen 1995 und die Eröffnung der Filiale Langenthal 2001 bis zu den beiden Aktienübernahmen 2010 und 2012. Als Webagentur nennt die Fusszeile "AramasMarketing", ein reiner Gestaltungshinweis ohne Bezug zur Haustechnik-Leistung der Firma.

Was es kostet

Konkrete Preise für Installation, Wartung oder Pikettdienst nennt die Website an keiner Stelle. Der Kontaktweg läuft über Telefon, die allgemeine Mailadresse hesab@hesab.ch oder ein Formular auf der Startseite; was ein Vorhaben wie ein Wärmepumpen-Ersatz oder eine Pelletsanlage im Einzelfall kostet, bleibt damit offen und dürfte sich erst im persönlichen Gespräch klären.

Für wen sich das eignet

Wer im Raum Langenthal, Mittelland und angrenzendem Seeland einen Betrieb sucht, der von der Erstberatung über die Installation bis zum eigenen Pikettdienst rund um die Uhr aus einer Hand abdeckt, findet in der Hesab AG einen seit 1994 bestehenden, mit Namen und Funktionen transparent auftretenden Ansprechpartner. Die aufgeführten Projekte reichen von privaten Sanierungen über Wohnüberbauungen bis zu institutionellen Bauten wie einem Ärztezentrum, was auf Erfahrung mit unterschiedlichen Auftraggebern hindeutet. Wer konkrete Preisorientierung vor dem ersten Gespräch sucht, findet die auf der Website nicht.

Fazit

Die Hesab AG verbindet eine seit 1994 lückenlos erzählte Firmengeschichte mit einer Teamseite, die ungewöhnlich viele reale Namen und Funktionen offenlegt, von der Geschäftsführerin bis zu den Lernenden. Datierte, technisch konkrete Projektbeispiele von 2023 bis 2025 stützen das Bild eines aktiven Betriebs, der neben privaten Sanierungen auch institutionelle Aufträge wie ein Ärztezentrum übernimmt. Offen bleiben Preise, eine Handelsregisternummer und die Frage, wer 2010 und 2012 die Aktien der beiden Gründer übernahm; auch der Widerspruch zwischen der Überschrift "Lehrstellen 2023" und der tatsächlich für 2026 ausgeschriebenen Lehrstelle klärt die Website nicht auf.

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