Pärli AG
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Name und Adresse decken sich zwischen Startseite, Kontaktseite und Impressum: Pärli AG, Renferstrasse 4, 2504 Biel. Nur beim Impressum weicht die Postleitzahl leicht ab, dort steht "Postfach 8259, 2500 Biel 8", was auf Postfach-Zustellung statt der Strassenadresse hindeutet und keine Firma verwechselt.
Was es ist
Pärli beschreibt sich selbst als "führendes Haustechnik-Unternehmen der Region Biel-Seeland-Berner-Jura" und als "regionale Nummer 1" für Sanitär- und Heizungsinstallationen. Die Firmengeschichte reicht laut eigener Aussage bis ins Jahr 1892 zurück, ein 2017 gefeiertes 125-Jahre-Jubiläum bestätigt das Gründungsjahr aus einer zweiten Quelle auf derselben Seite. Das Unternehmen gliedert sein Angebot in die drei Bereiche Heizung, Sanitär und Service und beschäftigt nach eigener Angabe über 70 Mitarbeitende.
Was man bekommt
Bei den Wärmepumpen unterscheidet die Website klar zwischen den beiden gängigen Bauarten und nennt für beide auch Nachteile, statt nur zu werben: "Luft-Wasser-Wärmepumpen entziehen der Umgebungsluft Wärmeenergie. Sie sind preiswert und unterhaltsarm." Für die Erdwärmepumpe schreibt die Firma: "Hier wird Wasser mittels Tiefensonde oder Flächenkollektor im Boden erwärmt. Erdwärmepumpen sind sehr effizient aber, wegen der Erdarbeiten, auch relativ teurer." Konkrete Leistungsangaben, Wirkungsgrade oder Preise pro Anlage fehlen allerdings auf beiden Seiten. Daneben bietet Pärli Pellet- und Holzheizungen an, deren überschüssige Energie laut eigener Beschreibung "in einem Pufferspeicher zwischengelagert" wird, sowie moderne Öl- und Gasheizungen, Fernwärme über Übergabestationen zu "verschiedenen regionalen Wärmeverbünden" und Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung, die die Firma ausdrücklich als Ergänzung zu einer Wärmepumpe empfiehlt, nicht als deren Ersatz. Ergänzend zählt die Seite Fussbodenheizungen, Heizungssanierungen, Lufterhitzer (Deckenstrahlplatten bis zu einer Höhe von 30 Metern) und Komfortlüftungen zu ihrem Angebot sowie Minergie-taugliche Planung in Zusammenarbeit mit Architekturbüros.
Was auffällt
Der "Zahlen und Fakten"-Abschnitt der Website mischt firmeneigene Kennzahlen mit allgemeinen Branchenfakten, und diese Vermischung lohnt eine genaue Lektüre. Firmenbezogen sind etwa die eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach, die seit 2015 in Betrieb ist und laut Zähler 28'315.8 kWh pro Jahr produziert, genug für rechnerisch 12 Haushalte, sowie die Aussage, das Unternehmen bilde aktuell 11 Lernende aus und nehme jährlich 3 neue Lehrlinge auf. Ebenfalls firmenspezifisch: Seit dem 1. Januar 2025 gilt bei Pärli ein freier Freitagnachmittag, in der eigenen Auflistung als "4,5 Tag-Woche" bezeichnet. Allgemeine, nicht firmenspezifische Fakten sind dagegen etwa, dass eine um 1 Grad höhere Raumtemperatur rund 6 Prozent mehr Heizkosten verursacht, dass die SUVA 10 lebenswichtige Regeln für Gebäudetechniker nennt, dass 60 Prozent der Bieler Heizungen mit Gas betrieben werden oder dass laut Angabe für 2023 schweizweit 973'000 Wohngebäude fossil beheizt werden. Diese Zahlen sagen nichts über die Leistung von Pärli selbst aus, gehören aber zum selben Kachelraster wie die firmeneigenen Werte.
Konkret beziffert ist dagegen ein Angebot, das sich direkt an Interessenten richtet: "444 Franken würde eine Impulsberatung eigentlich kosten, für Sie ist sie gratis." Das ist die einzige Zahl auf der Seite, die sich unmittelbar auf einen Preis fürs Publikum bezieht, und sie beschreibt eine kostenlose statt einer kostenpflichtigen Leistung.
Unter "Unsere Heizungs-Projekte" listet die Website eigene Referenzen mit knappen Stichworten, darunter den Wärmeverbund Safnern, angepriesen mit "Leise, stromsparend, Wärmepumpe", und ein Logistikzentrum des Fair-Trade-Anbieters Claro, kurz beschrieben als "Claro fair trade mit Wärmepumpe". Weitere genannte Projekte sind Reuentalstrasse 1 in Aegerten, Propsteinweg in Biel und die Klinik Bellelay, allerdings ohne Angaben zu Leistung, Kosten oder Baujahr in den Kurztexten.
Die firmeneigene Geschichtsseite ist ungewöhnlich offen, was fehlende Informationen betrifft: Zur Aufnahme von 1975 schreibt die Firma selbst nur "Sinn des Bildes unklar", und zum Fotojahr 1961 gibt es nur die Bildunterschrift "Picknick auf dem Bözingenberg" ohne weiteren Text. Andere Jahre sind dafür sehr konkret: 2019 führte Pärli beim 180 Meter langen Neubau des Innovations- und Produktionszentrums des Georg-Fischer-Konzerns im Bözingenfeld die Sanitärinstallationen aus, und zwischen 2013 und 2015 übernahm die Firma die Montage sämtlicher Sanitärinstallationen für Verkaufsflächen, Sportanlagen und Brandschutzeinrichtungen der Tissot-Arena.
Wie es organisiert ist
An der Spitze stehen laut Team- und Kontaktseite zwei gleichberechtigte Geschäftsführer, Daniel Wüthrich und René von Büren. Für die Heizungssparte ist Marco Bachofner als Teamleiter Heizung genannt, unterstützt von Esther Baumann als Gebäudetechnikplanerin Heizung sowie den Projektleitern Yves Schaad (Senior Projektleiter Heizung), Aleksandar Biljanovic (Projektleiter Heizung) und Javier Miranda (Projektleiter Heizung/Sanitär). Für Sanitär steht Benjamin Schneider als Teamleiter, mit den Projektleitern Marcel Schott und Simon Zbinden sowie der Gebäudetechnikplanerin Sacha Zimmermann. Verwaltung und Administration liegen bei Gabi Kilchenmann (Finanzen/Personal), Alexandra Ippolito (Administration) und Claudia Tschanz (Buchhaltung). Die Website beziffert das ausführende Montageteam auf rund 60 erfahrene Heizungs- und Sanitärmonteure, eine Zahl, die neben den über 70 Mitarbeitenden insgesamt steht und sich offenbar nur auf die Monteure bezieht, nicht auf Administration und Projektleitung. Zur Mitgliedschaft in Fachverbänden nennt die Seite keinen Namen im sichtbaren Text, sondern zeigt nur nicht näher beschriftete Logobilder, weshalb hier keine konkrete Mitgliedschaft aufgeführt wird.
Was es kostet
Eine allgemeine Preisliste für Wärmepumpen, Pellet- oder Ölheizungen veröffentlicht Pärli nicht. Die einzige öffentlich genannte Zahl mit Geldbezug ist die Impulsberatung, die laut eigener Angabe eigentlich 444 Franken kosten würde, für Kundinnen und Kunden aber kostenlos ist.
Für wen sich das eignet
Wer in Biel, im Seeland oder im Berner Jura einen etablierten Betrieb mit klar benannten Ansprechpartnern für Erdwärme- oder Luft-Wasser-Wärmepumpen sucht und eine erste, unverbindliche Beratung ohne eigene Kosten schätzt, findet bei Pärli sowohl die Größe als auch die Geschichte, die ein solches Vorhaben absichern können. Auch wer Wert auf einen Betrieb legt, der seine eigene Klimabilanz offenlegt, etwa über die dachintegrierte Photovoltaikanlage oder die freiwillig eingeführte kürzere Arbeitswoche, findet hier eine Firma, die solche Punkte selbst ins Schaufenster stellt statt sie zu verschweigen. Wer zuerst eine öffentlich einsehbare Preisspanne vergleichen möchte, findet auf der Website keine Zahlen dazu und muss den Weg über die kostenlose Beratung gehen.
Fazit
Pärli verbindet ein reguläres Angebot aus Erdwärme- und Luft-Wasser-Wärmepumpen, Pellet-, Öl-, Gas- und Fernwärmelösungen mit einer selten so ausführlich benannten Mannschaft: von den beiden Geschäftsführern über den Teamleiter Heizung bis zu einzelnen Projektleitern mit E-Mail-Adresse. Die eigene "Zahlen und Fakten"-Seite mischt dabei firmeneigene Werte wie die Photovoltaikleistung von 28'315.8 kWh pro Jahr oder die 11 aktuell ausgebildeten Lernenden mit allgemeinen Statistiken zur Heizbranche in der Schweiz, die nichts über die Firma selbst aussagen. Offen bleibt, was ein durchschnittliches Wärmepumpenprojekt am Ende kostet, denn ausser der gratis Impulsberatung nennt die Seite keine Preise.