Andy Wickart Haustechnik AG

Werkstattgasse 6, 6330 Cham

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Andy Wickart Haustechnik AG, unter der Marke AWIAG, ist nicht die Firma, die man anruft, wenn im Keller eines einzelnen Hauses eine Wärmepumpe ersetzt werden muss. Es ist das Ingenieurbüro, das das System plant, das Wärme und Kälte für eine ganze Siedlung liefert, und die eigene Projektliste macht diese Grössenordnung deutlich: 6 geplante Energiezentralen für die Überbauung Spinnerei an der Lorze in Baar, eine bereits laufende Seewasserzentrale am Ägerisee für den Energieverbund Lutisbach in Oberägeri, und ein wachsendes Fernwärmenetz in Rüti ZH, wo an der Ferrachstrasse ein weiterer Abschnitt des Energieverbunds Rüti-Zentrum entsteht und ab diesem Herbst weitere Liegenschaften an erneuerbare Wärme angeschlossen werden sollen. Wer sich für eine Wärmepumpe eigentlich für die Frage interessiert, wie eine ganze Strasse oder ein ganzes Areal beheizt wird, findet hier eine Firma, die genau diese Planungsarbeit leistet.

Was das Unternehmen macht

AWIAG beschreibt sich selbst als unabhängiges, inhabergeführtes Ingenieurbüro für Energie- und Gebäudetechnik, und die veröffentlichte Leistungsliste stützt diese Einordnung: Planung Gebäudetechnik HLKS, thermische Netze und Energiezentralen, Gesamt- und Generalplanung Gebäudetechnik, Prozess- und Verfahrenstechnik, Energiekonzepte und -beratung, Gebäudeautomation (MSRL), Gesamtkoordination von Projekten, Fachbauleitung, Betriebsoptimierung und Energiemonitoring, Simulationen, Energielabelanträge, GEAK- und GEAK+-Beurteilungen samt den zugehörigen Förderanträgen, eigene Planung der Solarstromproduktion, Bauherrenberatung und -begleitung über ein Projekt hinweg, Studien- und Wettbewerbsunterstützung, BIM-Modellierung, Luftaufnahmen, Werkleitungsplanung, Expertisen und QS-Mandate sowie Brandschutz- und Sicherheitskonzepte. Das ist eine vollumfängliche HLKS-Ingenieurpraxis, kein Spezialbetrieb mit einem einzigen Montagefahrzeug.

Das Projekt Spinnerei an der Lorze zeigt auf der eigenen Website von AWIAG, was "thermisches Netz" in der Praxis bedeutet: rund 370 Wohnungen, 70 Alterswohnungen, ein Hotel und 33'000 Quadratmeter Gewerbefläche, die alle Wärme und Kälte aus 6 geplanten Energiezentralen beziehen, gespeist aus dem Lorzenwasser und aus Erdsonden. Das Projekt in Oberägeri setzt dieselbe Idee an einem See statt an einem Fluss um: eine fertiggestellte Seewasserzentrale, die das neu gebaute Projekt Edenblick mit Energie aus dem Ägerisee versorgt, mit einer Netzerweiterung Richtung Unterägeri als nächstem Schritt. Beide sind grossmassstäbliche Wärmepumpentechnik, im einen Fall Wasser-, im anderen Erdwärmequelle, und damit genau das Gewerbe, das dieses Verzeichnis abbildet, nur in einer Grössenordnung, die eine einzelne Hausbesitzerin oder ein einzelner Hausbesitzer nicht direkt beauftragen wird.

Nicht jedes Referenzprojekt ist Wohnbau. Der Beitrag von AWIAG zum Papieri-Areal in Cham beschreibt, wie 2 rund 20 Meter hohe, je 6 Tonnen schwere Kamine des alten Kesselhauses restauriert und als Abluft- und Frischluftschächte wieder in Betrieb genommen wurden, und verknüpft damit die industrielle Geschichte des Areals mit seiner heutigen gebäudetechnischen Rolle. Dazu kommt ein McDonald's-Restaurant in Sirnach TG, das die Firma vollständig in 3D nach BIM-Standard (LOG/LOI 350) geplant hat, mit Rückgewinnung der Abwärme aus Küchenabluft und gewerblicher Kälte vor Ort. Das ist eine nützliche Erinnerung daran, dass die Kundschaft eines Ingenieurbüros für Wärmepumpentechnik von Wohnüberbauungen über Schnellrestaurantketten bis zu kommunalen Versorgern reicht, überall dort, wo Wärme effizient bewegt statt verbrannt werden soll.

Auszeichnung und jüngstes Wachstum

Das Papieri-Areal-Projekt brachte AWIAG auch den Watt d'Or ein, den Schweizer Energiepreis des Bundes, in der Kategorie Erneuerbare Energien, verliehen am 11. Januar 2024. Seither baut die Firma ihre Kompetenzen weiter aus: 2022 übernahm sie die Aktienmehrheit an der Consultair AG, und per 1. Februar 2026 integrierte sie die LIER Energietechnik, eine Firma mit Erfahrung in industrieller Wärme-, Kälte- und Verfahrenstechnik, deren Team am Standort Kemptthal neu den Fachbereich Dampf- und Heisswasser bei AWIAG bildet. Der juristische Name hinter alldem blieb laut AWIAG auch durch einen Markenauftritt in frischem Look 2024 unverändert: Auf dem Papier heisst die Firma weiterhin Andy Wickart Haustechnik AG, vertreten durch Thomas Wickart, und das Impressum bestätigt diesen Namen und die Adresse ohne Abweichung vom übrigen Auftritt der Website.

Wo das Unternehmen tätig ist

AWIAG verlegte den Hauptsitz per 22. Februar 2026 ins Papieri-Areal in Cham und fasste damit die bis dahin getrennten Standorte Finstersee und Goldau an einem Ort zusammen. Neben dem Hauptsitz in Cham betreibt die Firma Filialen in Kemptthal (jetzt auch Standort des neuen Dampf- und Heisswasser-Teams aus der LIER-Integration) und in Zürich, dazu ab Herbst 2026 eine vierte Filiale in Pfäffikon SZ. Die Firma gibt rund 90 Mitarbeitende über diese Standorte hinweg an, eine Zahl, die direkt von der Firma stammt und nicht aus einer Teamseite gezählt wurde, und beschreibt mehr als 35 Jahre Erfahrung, ohne diese Zeitspanne an ein konkretes Gründungsjahr zu knüpfen; ein solches wird deshalb hier auch nicht genannt.

Die Firma sucht zum Zeitpunkt dieser Auswertung aktiv Personal: offene Stellen für Projektleitende im Bereich Werkleitungen und Siedlungswasserwirtschaft, für HLKS und Verfahrenstechnik an der Filiale Kemptthal, sowie für Generalplanung und Projektsteuerung, dazu Lehrstellen. Das ist ein normaler Zustand für ein wachsendes Ingenieurbüro und für sich genommen kein unterscheidendes Merkmal, passt aber zu einer Firma, die innerhalb weniger Jahre ein Unternehmen integriert und an einem anderen die Mehrheit übernommen hat.

Erreichbar ist der Hauptsitz in Cham unter der Telefonnummer +41 41 757 10 10 oder über info@awiag.ch, dieselben Kontaktangaben, die auch im Impressum neben Thomas Wickart als vertretungsberechtigter Person stehen und sich auf jeder Filialseite wiederfinden.

Was die Website nicht veröffentlicht

Die Website von AWIAG führt weder eine Preisliste noch einen Tagessatz noch einen Hinweis auf eine Mindestprojektgrösse, was zu einer Ingenieurpraxis passt, die jeden Auftrag einzeln umschreibt und offeriert, statt ein fixes Produkt zu verkaufen. Wer die Firma mit einem Installationsbetrieb für Wohnbauten vergleicht, sollte eine Planungs- und Beratungsbeziehung erwarten, mit einem eigenen Angebot zur Bauherrenberatung für Personen, die ein solches Projekt leiten, statt eines Preises für eine Wärmepumpe samt Installation. Das Impressum weist zudem die UID CHE-106.119.189 aus.

Für wen es sich eignet

Das ist die Adresse für eine Bauträgerin, eine Gemeinde, eine Facility-Managerin oder eine Eigentümerin einer Gewerbeliegenschaft, die ein Fernwärme- oder Fernkältenetz, einen grossen Neubau oder eine Sanierung plant, die volle HLKS- und Gebäudeautomationsplanung braucht statt eines einzelnen Gerätetauschs. Wer eine einzelne Wärmepumpe für ein einzelnes Haus sucht, findet bei einem Installationsbetrieb für Wohnbauten die passendere Adresse; die eigene Projektliste von AWIAG, von Wohnüberbauungen über eine Seewasser-Energiezentrale bis zur Abwärmenutzung in der Küche einer Restaurantkette, zielt eine Stufe darüber. Innerhalb dieser Kategorie machen die Kombination aus einer lange etablierten HLKS-Praxis, einem Bundes-Energiepreis für genau diese Art von Arbeit und 2 jüngeren Übernahmen, die die eigene Kompetenz um industrielle Dampf- und Prozesswärme erweitert haben, AWIAG zu einem der grösseren Ingenieurbüros der Region für alle, die Wärme und Kälte im grossen Massstab planen.

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