Helion Energy AG
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Der für dieses Verzeichnis zugeteilte Name „Helion" ist die Kurzform, mit der sich die Firma im Alltag präsentiert; die volle, im Impressum durchgehend verwendete Firmierung lautet „Helion Energy AG". Wichtiger als der Name ist der Sitz: Die eigene Standorte-Seite listet die Adressen Cham, Rivera, Rothenburg, St. Gallen, Volketswil, Yverdon-les-Bains und Zuchwil in gleicher Formatierung, ohne einen Hauptsitz zu markieren, darunter „Niedermattstrasse 1, 4528 Zuchwil" im Kanton Solothurn, offenbar die Grundlage der ursprünglichen Zuteilung. Das Impressum nennt jedoch eine andere Adresse als die einzige, die zugleich die Mehrwertsteuernummer trägt: „Alte Steinhauserstrasse 12, 6330 Cham, MWST-Nr.: CHE-297.777.518". Cham liegt im Kanton Zug, nicht Solothurn, und diese Adresse gehört ebenfalls zu den auf der Standorte-Seite gelisteten, nur eben ohne besondere Kennzeichnung als Sitz. Die Telefonnummer im Impressum, +41 41 244 81 15, stimmt mit dem hinterlegten tel:-Link auf der Standorte-Seite exakt überein, ebenso wie die übrigen Filialnummern mit ihren jeweiligen tel:-Links.
Was es ist
Helion Energy AG ist kein reiner Wärmepumpen-Installateur, sondern ein Energiekonzern, der sich selbst als „schweizweit grösster Energielösungsanbieter" mit Niederlassungen in allen drei Sprachregionen beschreibt. Die Firma ist an Standorten in Cham, Rivera, Rothenburg, St. Gallen, Volketswil, Yverdon-les-Bains und Zuchwil vertreten, verteilt über die Deutschschweiz, die Romandie und das Tessin. Neben Wärmepumpen gehören Solaranlagen, Stromspeicher und Ladestationen für Elektrofahrzeuge zum Kernangebot, verbunden über die eigene Steuerungsplattform Helion ONE™. Wärmepumpen sind dabei keine Randnotiz: Die Produktnavigation widmet ihnen einen eigenen Bereich mit Funktionsweise, Produktportfolio, der Kombination mit Solaranlagen, einem Online-Rechner und einer eigenen Wirtschaftlichkeitsseite.
Was man bekommt
Helion vertreibt Wärmepumpen mehrerer Herstellermarken statt einer einzigen Hausmarke. Die eigene Vergleichstabelle nennt Nibe, Stiebel Eltron, Viessmann und OVUM mit unterschiedlichen Stärken: Nibe wird als „sehr hoch, v.a. Erdsonde" mit einem COP-Bereich von 4.5 bis 5.2 geführt und als ideal für „maximale Effizienz & Erdsondenprojekte" beschrieben, Stiebel Eltron deckt als einziger dieser Hersteller auch Wasser/Wasser-Systeme ab und erreicht COP 4.3 bis 5.0, Viessmann liegt bei COP 4.2 bis 4.8 und wird als Allrounder für flexible Standardsysteme geführt, OVUM schliesslich wird als „Premium-Lösung mit Fokus auf Ästhetik und Schall" für designorientierte Einfamilienhäuser positioniert, bei entsprechend höherem Preisniveau. Auffällig: Der Fliesstext auf derselben Seite nennt als Herstellerbeispiele „Nibe, Panasonic, OVUM oder Viessmann", während die Vergleichstabelle direkt darunter Stiebel Eltron statt Panasonic führt. Diese beiden Nennungen der Herstellerpalette widersprechen sich, ein Widerspruch, der hier nur festgehalten, nicht aufgelöst wird.
Laut Helions eigener Funktionsweise-Seite gibt es 3 Haupttypen: Luft-Wasser-Wärmepumpen für eine rasche Realisierung mit geringem baulichem Eingriff, Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden für ganzjährig stabile Temperaturen, und Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die laut Helion dank des ganzjährig verfügbaren Grundwassers die höchsten Leistungszahlen erreichen. Die Funktionsweise-Seite erklärt den Kreisprozess der Reihe nach: Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen und Entspannen, angetrieben durch einen Kompressor, der mit vergleichsweise wenig Strom ein Vielfaches an Wärme erzeugt. Nach Helions eigener Angabe erreichen Wärmepumpen Leistungszahlen (COP) von 3 bis 5, während Öl-, Gas- und Pelletheizungen durch Verbrennung aus 100 Prozent eingesetzter Energie nur rund 90 bis 100 Prozent nutzbare Wärme gewinnen, ein Wirkungsgrad nahe dem physikalischen Limit. Wärmepumpen dagegen erzeugen aus 100 Prozent eingesetztem Strom je nach System 300 bis 400 Prozent nutzbare Wärme, weil sie zusätzliche Umweltwärme aus Luft, Wasser oder Erdreich erschliessen.
Was auffällt
Helion verkauft die Wärmepumpe konsequent im Verbund mit der eigenen Solaranlage und der Steuerung Helion ONE™, nicht als isoliertes Gerät. Ohne Solaranlage deckt eine Wärmepumpe ihren Strombedarf vollständig über den Netzbezug; mit Solaranlage allein liegt der Solarstromanteil laut Helion bei 30 bis 40 Prozent, mit zusätzlichem Stromspeicher bei 40 bis 55 Prozent, und mit Speicher plus Helion-ONE-Steuerung bei 55 bis 65 Prozent. Für eine beispielhafte Gewerbeliegenschaft mit einem jährlichen Wärmepumpen-Strombedarf von 4'400 kWh rechnet Helion vor: Ohne Solaranlage kostet der Strom vollständig zum Netzpreis von 30 Rappen pro kWh; mit Solaranlage ohne Speicher sinken die Stromkosten um rund 20 Prozent, weil selbst produzierter Solarstrom mit rund 10 Rappen pro kWh zu Buche schlägt; mit einem Stromspeicher steigen die Kosten für den gespeicherten Solarstrom zwar leicht auf rund 12 Rappen pro kWh, der Netzstromanteil sinkt aber weiter, sodass sich die gesamten Stromkosten der Wärmepumpe um rund 40 Prozent senken lassen. Die Finanzierung selbst vermittelt Helion nicht aus eigener Kasse, sondern über eine benannte Partnerin: „Unsere Partnerin Investerra bietet ein einfaches Finanzierungsmodell an, um eine Wärmepumpe ohne Eigenkapital realisieren zu können."
Wie es organisiert ist
Als Aktiengesellschaft mit Sitz in Cham betreibt Helion gleichrangig aufgeführte Standorte in Cham, Rivera, Rothenburg, St. Gallen, Volketswil, Yverdon-les-Bains und Zuchwil, die zusammen alle drei Landessprachregionen abdecken, von Yverdon-les-Bains in der Romandie über Rivera im Tessin bis St. Gallen in der Ostschweiz. Keine dieser Adressen ist auf der eigenen Website als Hauptsitz gekennzeichnet, was die ursprüngliche Fehlzuordnung nach Zuchwil erklärt: Wer die Standorte-Seite ohne das Impressum liest, kann jede der Adressen für den Sitz halten. Erst die MWST-Nummer, die einzig im Impressum neben der Cham-Adresse steht, klärt die Frage eindeutig. Fachlich ist Helion auf mehrere Produktlinien aufgestellt, Wärmepumpen, Solaranlagen, Stromspeicher und Ladestationen, die alle über dieselbe Plattform Helion ONE™ gesteuert werden können, statt als separate Gewerke nebeneinander zu stehen.
Was es kostet
Konkrete Verkaufspreise für eine bestimmte Wärmepumpe nennt die Website nicht, wohl aber eine Vergleichstabelle der jährlichen Betriebskosten verschiedener Heizsysteme. Eine Erdsonden-Wärmepumpe verbraucht demnach rund 3'000 bis 4'000 kWh Strom pro Jahr, was bei 25 bis 30 Rappen pro kWh auf rund 900 bis 1'200 Franken Betriebskosten jährlich hinausläuft, von Helion als „höchste Effizienz, sehr stabile Kosten" beschrieben. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt mit rund 4'000 bis 5'000 kWh Stromverbrauch bei rund 1'000 bis 1'500 Franken pro Jahr. Zum Vergleich nennt dieselbe Tabelle eine Ölheizung mit rund 1'500 bis 2'000 Litern Heizöl und rund 1'350 bis 2'400 Franken jährlich, eine Gasheizung mit rund 1'400 bis 2'200 Franken und eine Holzpelletsheizung mit rund 4 bis 5 Tonnen Pellets und rund 1'200 bis 1'800 Franken. Nach Helions eigener Einschätzung sind je nach Gebäude und Wärmepumpentyp Einsparungen von 30 bis 60 Prozent gegenüber fossilen Heizungen möglich. Für die Anschaffung selbst verweist Helion auf Förderbeiträge von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie auf das erwähnte Finanzierungsmodell ohne Eigenkapital über Investerra, ohne eigene Zahlen zu Förderhöhen zu nennen.
Wie es sich vergleicht
Anders als ein regionaler Ein-Mann- oder Familienbetrieb tritt Helion als landesweiter Anbieter mit mehreren Herstellermarken im Portfolio auf. Das bedeutet mehr Auswahl zwischen COP-Werten, Bauformen und Preisniveaus, wie die eigene Herstellervergleichstabelle zeigt, aber auch einen anderen Charakter als ein Betrieb, der auf eine einzige Marke spezialisiert ist und dafür persönlich vor Ort berät. Die durchgängige Kopplung an die eigene Plattform Helion ONE™ ist ein Alleinstellungsmerkmal, bindet Kundschaft aber auch an das Helion-Ökosystem, wenn Solaranlage und Wärmepumpe zusammen gesteuert werden sollen.
Für wen sich das eignet
Für Bauherrschaften, die Wärmepumpe, Solaranlage, Speicher und Ladestation aus einer Hand und mit gemeinsamer Steuerung wollen, und die eine Auswahl zwischen mehreren Herstellermarken schätzen statt einer einzigen Hausmarke, ist Helion eine naheliegende Adresse in der Zentralschweiz, mit einer Niederlassung im nahen Rothenburg bei Luzern. Wer lieber einen Wärmepumpen-Spezialisten ohne Solar- und Speicherangebot sucht oder eine Finanzierung direkt vom Installateur statt über eine externe Partnerin wünscht, findet bei Helion ein Angebot, das bewusst auf das gesamte Energiesystem des Hauses zielt statt auf ein einzelnes Gerät.
Fazit
Helion Energy AG ist trotz des zugeteilten Solothurner Filialsitzes ein Zuger Unternehmen, wie das Impressum mit seiner Mehrwertsteuernummer eindeutig belegt, und ein Wärmepumpenanbieter, der die Maschine nie isoliert verkauft, sondern konsequent im Verbund mit Solaranlage, Speicher und der eigenen Steuerungsplattform Helion ONE™. Die eigene Betriebskostentabelle macht den Fall für die Wärmepumpe gegenüber Öl, Gas und Pellets konkret nachvollziehbar, auch wenn die Website selbst sich bei der eigenen Herstellerpalette zwischen Panasonic und Stiebel Eltron nicht einig ist.