Bäbler Heizungen AG
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Bäbler Heizungen AG arbeitet aus einem eigens gebauten Geschäftshaus an der Oberen Allmeind in Ennenda, im Glarnerland, und die eigene Firmengeschichte auf der Seite ist dabei ungewöhnlich genau. Hansruedi Bäbler (Jg. 51) baute sich 1977 seine eigene Werkbank, gründete 1979 in Glarus eine Einzelfirma und wandelte sie 1987 in die Aktiengesellschaft H.R. Bäbler AG Heizungen um. 1998 bezog der Betrieb das heutige Geschäftshaus in Ennenda. Patrik Bäbler bestand 2004 die eidgenössische Meisterprüfung als diplomierter Haustechnikinstallateur der Fachrichtung Heizung und übernahm den Betrieb 2016 gemeinsam mit Renato Breny, einem eidgenössisch diplomierten Feuerungsfachmann. Bei dieser Übergabe nennt die Seite für Bäbler 22 Jahre Berufserfahrung und für Breny 15. Etwas seltsam mutet an, dass dieselbe Unternehmensseite, die diese Zeitachse aufführt, gleichzeitig mit einem Banner wirbt, das von einer «40-jährigen Erfolgsgeschichte» spricht, was weder zur Einzelfirma von 1979 noch zur AG-Gründung von 1987 wirklich passt: Von 1979 an gerechnet ist der Betrieb heute deutlich mehr als 40 Jahre alt, von der Aktiengesellschaft 1987 an gerechnet knapp darunter. Die Seite widerspricht sich hier selbst über ihr eigenes Alter, und beide Angaben werden hier wiedergegeben, statt dass eine davon als richtig ausgewählt wird.
Was der Betrieb installiert
Die Startseite listet 6 Produktlinien: Gasheizungen, Wärmepumpen, Ölheizungen, Holz- und Pelletsfeuerungen, Solaranlagen und Rohrleitungssysteme. Wärmepumpen sind dabei kein Nebengeschäft, das einem Öl- und Gasbetrieb angehängt wurde. In der eigenen Galerie «Unsere neusten Referenzen» dominieren sie klar das Bild, 4 der 6 aufgeführten Referenzprojekte sind Wärmepumpen-Installationen. 2 davon sind Wasser-Wasser-Wärmepumpenheizungen, die eine kombiniert mit Deckenstrahlplatten, Radiatoren und Bodenheizung, die andere speist eine Unterstation, die Heizung und Kälte trennt, dazu eine Rampenheizung und die Nutzung von Abwärme, was eher auf ein gewerbliches oder institutionelles Gebäude hindeutet als auf ein Einfamilienhaus. 2 weitere sind Luft-Wasser-Wärmepumpenheizungen mit Aussenaufstellung, und bei einer davon nennt die Seite ein Detail, das selten so offen dokumentiert wird: Die Aussenaufstellung der Wärmepumpe lässt sich mit einer Folierung nach Geschmack der Kundschaft oder passend zur Fassade des Gebäudes gestalten, statt als nackte weisse oder graue Box an der Wand stehen zu bleiben. Eine sechste Referenz zeigt reine Wärmeverteilung mit Radiatoren, ohne eigene Wärmequelle zu nennen.
Nicht jedes Referenzprojekt ist auf Wohnhausgrösse oder wärmepumpenbasiert. Eine gelistete Referenz ist eine Gasheizungsanlage, aufgebaut um 2 Kessel zu je 600 kW, eine Grösse, die eher auf ein grösseres Gebäude oder eine kleine Arealversorgung zielt als auf ein Einfamilienhaus. Zusammen mit der Wärmepumpen-Arbeit zeigt die Referenzliste einen Betrieb, der sich zwischen Energieträgern ebenso frei bewegt wie zwischen haus- und gebäudegrossen Anlagen, was zu der Formulierung passt, die die Dienstleistungsseite selbst verwendet: «Einfamilienhäuser bis hin zu Grossanlagen».
Wie ein Projekt abläuft
Bäbler Heizungen gliedert den eigenen Ablauf in 4 benannte Phasen, jede mit einer eigenen, veröffentlichten Aufgabenliste statt einer vagen Formulierung wie «wir kümmern uns um alles». Die Projektierung umfasst die Energieberechnungen und das dazugehörige Bewilligungsverfahren, die Konzeption möglicher Heizungsanlagen mit Kosten- und Wirtschaftlichkeitsvergleich, die Definition sämtlicher Anlageteile, die Skizzierung der Heizungspläne und Prinzipschemata sowie ein neutrales Ausschreibungsdokument, mit dem eine Kundschaft im Prinzip auch zu einem anderen Installateur gehen könnte. Die Planung überprüft diese Energieberechnungen, stellt den Antrag für Bewilligung und Förderbeiträge, bestellt sämtliches Heizungsmaterial und erstellt Ausführungspläne, Aussparungspläne, Koordinationspläne und Prinzipschemata. Die Ausführung ist die eigentliche Installationsphase: Heizungsmontage, Koordination der Installation, Heizungs-Bauleitung, Revisionspläne, Inbetriebnahme sowie Betriebsanleitung und Instruktion bei der Übergabe. Die Sanierung, der Weg für bestehende Gebäude, beginnt mit einer Gebäudeaufnahme, berechnet den Wärmebedarf, erstellt Offerte und Konzept, stellt Antrag für Bewilligung und Förderbeiträge, liefert und montiert die neue Anlage, koordiniert mit den nötigen weiteren Handwerksbetrieben und schliesst mit Inbetriebnahme, Instruktion und Dokumentation ab.
Dieser Grad an veröffentlichter Prozessdetailtiefe, 4 Phasen, jede in 6 oder 7 konkrete Schritte gegliedert, ist mehr Struktur, als die meisten kleinen Heizungsbetriebe auf einer öffentlichen Dienstleistungsseite zeigen, und passt zu einem Betrieb, der alt genug ist, um denselben Ablauf schon hunderte Male durchgeführt zu haben.
Die Leute dahinter
Bäbler Heizungen nennt sein ganzes Team, statt sich hinter einer allgemeinen Formulierung wie «unsere Mitarbeitenden» zu verstecken. Patrik Bäbler und Renato Breny führen den Betrieb gemeinsam als Geschäftsführer. Denny Regini wird als Servicetechniker genannt, die Anlaufstelle der Seite für den Service nach der Installation. Raffaele Giorgio ist Chef-Monteur und leitet ein Team benannter Monteure: Recep Yilmaz, Martin Lussi, Marc Birrer, Valton Ademi, Dennis Seliner, Endris Agushi, Mergim Thaqi, Jannis Blesi und Eldion Bullaku. 4 Lernende werden einzeln genannt, Joscha-Samuel Kundert, Shaip Memeti, Ivan Stankov und Gabriel De Jesus Novo, eine Zahl, die etwas über der Angabe «2 bis 3 Lernende» liegt, die dieselbe Seite an anderer Stelle zusammenfassend nennt, eine weitere kleine Ungereimtheit, die hier vermerkt statt geglättet wird. Im Büro arbeiten Daliborka Miljic als Heizungsplanerin und Sonja Hösli in der Administration. Die Seite gibt für den Betrieb insgesamt 14 Mitarbeitende an. Die eigene Firmenformel «Wir sind Ihr Ansprechpartner rund um die Heizung von A bis Z» fasst diesen Anspruch zusammen, ein Betrieb, der Planung, Ausführung und Service unter einem Dach führt, statt einzelne Schritte auszulagern.
Was die Seite nicht veröffentlicht
Auf der Seite von Bäbler Heizungen findet sich keine Preisliste und kein Beispiel für Projektkosten, auch nicht in der Referenzgalerie, die jede installierte Anlage technisch beschreibt, aber nie eine Frankenzahl dazuschreibt. Wer eine Kostenschätzung möchte, muss über das eigene Offerte-Formular der Seite anfragen. Nichts hier sollte als genannter Preis gelesen werden, weil keiner veröffentlicht ist.
Für wen sich der Betrieb eignet
Das passt für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer in der Region Glarus, die eine Luft-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe von einem Betrieb wollen, der genau diese Art Installation, neben Gas-, Öl-, Pellets- und Solararbeiten, seit Jahrzehnten unter einem Dach ausführt, ebenso für eine grössere Kundschaft: Die Gasheizung mit 2 Kesseln zu je 600 kW und die Wasser-Wasser-Anlage mit Unterstation zeigen, dass der Betrieb genauso zu Hause ist auf grösseren gewerblichen oder institutionellen Anlagen. Der veröffentlichte 4-Phasen-Ablauf, das namentlich genannte Fachteam und eine Referenzliste, in der Wärmepumpen jede andere Technologie zahlenmässig übertreffen, stützen dieses Bild. Der eine Punkt, den man im Auge behalten sollte, ist die eigene Ungereimtheit des Betriebs bei seinem Alter: Das «40 Jahre»-Banner liest sich eher als werbliche Kurzform denn als das genauere, und eigentlich eindrücklichere, Datum 1979 oder 1987, das die eigene Firmengeschichte tatsächlich nennt.