Gebr. Baur AG

Ruessenstrasse 5, 6340 Baar

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Gebr. Baur AG führt ihre Geschichte in Baar bis 1926 zurück, als Fritz Baur, geboren 1900, von seinem Grossonkel Julius Rüegg eine bestehende Spenglerei an der Bahnhofstrasse übernahm. Was die eigene Firmengeschichte auf der Seite danach erzählt, liest sich weniger wie Werbetext als wie eine Ahnentafel: Ruth Baur-Hugenschmid führte den Betrieb nach dem Tod von Fritz Baur weiter, die zweite Generation, wiederum ein Fritz, zusammen mit seinem Bruder Max, trat zwischen 1956 und 1959 ins Geschäft ein und übernahm es 1975, verbunden mit der Umwandlung in eine Familienaktiengesellschaft, und die dritte Generation, Markus, Urs und Daniel Baur, trat zwischen 1994 und 1997 ein und übernahm die Aktiengesellschaft 1997 vollständig. Markus und Daniel Baur führen den Betrieb laut eigenem Impressum bis heute, als Geschäftsführer beziehungsweise Verwaltungsrat, und die eigene Seite unter «Über uns» bezeichnet sie als die Inhaber der 3. Generation. Der dritte in jenem Eintrag von 1994 bis 1997 genannte Bruder, Urs Baur, schlug einen eigenen Weg ein: Die Firmengeschichte hält fest, dass er sich 2004 mit der Übernahme der Karl Abicht AG selbständig machte, ein separater Betrieb, den die Firmengeschichte sonst nicht weiter beschreibt.

Was der Betrieb installiert

Die heutige Gebr. Baur AG in Baar vereint 4 Gewerke unter einem Dach: Spenglerei, Bedachung, Sanitär und Heizung. Die eigene Heizungsseite nennt ihre Spezialität unmissverständlich: Sanierungsarbeiten, Solaranlagen, Stückholz-, Holzschnitzel- und Pelletsheizungen, Lüftungsanlagen und Klimatechnik, und ausdrücklich Wärmepumpen in allen 3 gängigen Schweizer Ausführungen, Luft-Wasser, Wasser-Wasser und Erdsonden, gestützt entweder auf vertikale Bohrungen oder auf horizontale Erdregister. Diese Bandbreite, die praktisch jede gängige Wärmequelle abdeckt statt nur einer, ist breiter als das, was manch anderer Installateur mit nur einer Technologie in diesem Verzeichnis von einer einzigen Seite aus anbietet. Bemerkenswert ist dabei ein technisches Detail am Rand der eigenen Website: Die vier Dienstleistungsseiten des Betriebs liegen auf einer Wix-Plattform mit URL-Kürzeln, die um eine Stelle verschoben sind, sodass ausgerechnet die Adresse mit dem Pfadnamen «kopie-von-bedachung» die tatsächliche Heizungsseite ist, mit eigenem Titel und eigener Überschrift «Heizung». Ein Abgleich mit den benachbarten Adressen der Seite bestätigt, dass es sich um einen internen Fehler beim Website-Aufbau handelt, nicht um eine Sperre oder einen anderen Betrieb.

Grösse und Struktur

Am Standort Baar beschäftigt der Betrieb nach eigener Angabe rund 60 Fachleute, die alle 4 Sparten von der Ruessenstrasse aus abdecken. Die weitere Unternehmensgruppe gibt 250 realisierte Projekte pro Jahr an und, gemäss dem jüngsten datierten Eintrag der eigenen Firmengeschichte aus dem Jahr 2025, rund 100 Mitarbeitende über die ganze Struktur der Gebr. Baur Holding AG hinweg. Diese umfasst heute die Gebr. Baur AG in Baar, eine Servicefirma namens Badart AG, ebenfalls in Baar, allerdings an einer anderen Adresse an der Bahnhofstrasse, mit rund 15 Mitarbeitenden, einer eigenen Telefonnummer und einer eigenen E-Mail-Domain badart.ch, die Peter Pichler AG in Stans, mit rund 25 Mitarbeitenden, reinen Spenglerei- und Bedachungsarbeiten samt Blitzschutz und ohne genanntes Heizungsangebot auf der eigenen Seite, sowie eine gemeinsame Führungsgesellschaft, die Gebr. Baur Management AG. Badart AG erledigt ebenfalls Sanitär- und Heizungsarbeiten, dazu Notfalldienst, allerdings unter eigenem Namen und mit eigenen Kontaktangaben, ein Punkt, der sich zu wissen lohnt, falls eine Offerte von dieser Firma statt von der Gebr. Baur AG selbst zurückkommt.

Eine Seite der Website hat mit den anderen nicht Schritt gehalten: Eine einzelne Zeile zur Mitarbeiterzahl an anderer Stelle der Startseite nennt weiterhin rund 150 Personen für die ganze Gruppe, eine Zahl, die genau dem entspricht, was der eigene Firmengeschichte-Eintrag für das Jahr 2013 festhält, nicht dem aktuellen Stand von 2025. Die beiden Zahlen widersprechen sich auf derselben Seite, und beide werden hier genannt, statt dass eine davon als richtig ausgewählt wird.

Eine Geschichte mit echten Rückschlägen

Die eigene Zeitachse der Familie Baur verschweigt die schwierigeren Jahre nicht. Die Gruppe wuchs über die folgenden Jahre durch Zukäufe, mit der Übernahme kleinerer Haustechnik- und Spenglereibetriebe in Zufikon (2003, 6 Mitarbeitende), Sempach (2005, 5 Mitarbeitende) und Rapperswil-Jona (2011, 20 Mitarbeitende), sowie 2009 in Stans (20 Mitarbeitende), woraus die heutige Peter Pichler AG wurde. Im Jahr 2000 eröffnete die eigene Boutique Badart im Gotthardcenter in Baar, ein Verkaufsgeschäft für Badausstattung, das 20 Jahre bestand, bevor es 2019 wieder schloss. 2012 folgten die Gründung der Dienstleistungsfirma Gebr. Baur Management AG und die Gründung der Holdingstruktur Gebr. Baur Holding AG selbst. 2014 zog die Peter Pichler AG in eine neue Gewerbeliegenschaft an der Spichermatt 30 in Stans, und 2016 zog die Gebr. Baur AG Jona in eine neue Liegenschaft an der Stampfstrasse 74 in Jona um. 2020 wurde die Gebr. Baur AG Sempach aufgelöst und in die Gebr. Baur AG Baar integriert, im selben Jahr baute die Badart AG ihr eigenes Angebot als Service- und Dienstleistungsbetrieb in Sanitär und Heizung auf rund 15 Mitarbeitende aus.

Jüngere Rückschläge betreffen 2 Gruppenfirmen, die aus gutem Grund schlossen: Die Gebr. Baur AG Zufikon stellte 2023 nach einer Insolvenz den Betrieb ein, und die Gebr. Baur AG Jona folgte 2024 auf demselben Weg, beide auf der eigenen Firmengeschichte-Seite als Schliessung «infolge Konkurs» festgehalten. Keine der beiden Schliessungen wird irgendwo auf der Seite als Auswirkung auf den Betrieb in Baar dargestellt, und derselbe Firmengeschichte-Eintrag von 2025, der die aktuelle Struktur der Gruppe festhält, führt die Gebr. Baur AG Baar als weiterhin bestehenden Teil davon auf. Unaufgeräumt bleibt dabei ein Detail auf der Standorte-Seite: Dort verlinkt der Betrieb bis heute ein eigenes Datenblatt zur «Gebr. Baur AG Jona», obwohl dieselbe Firma laut Firmengeschichte 2024 geschlossen wurde, ein stehen gebliebener Link statt eines Hinweises auf einen weiterbestehenden Standort. Wer diesen Eintrag liest, sollte wissen, dass die weitere Gruppe in den letzten Jahren an anderen Standorten echte finanzielle Schwierigkeiten hatte, auch wenn der Betrieb in Baar selbst derjenige ist, der weiterhin hinter der Adresse und der Telefonnummer auf dieser Seite steht.

Wie ein Heizungsprojekt abläuft

Die Heizungsseite nennt denselben Leistungsbogen, den der Betrieb auch für seine anderen drei Gewerke verwendet: Beratung, Planung, Ausführung, Service- und Reparaturarbeiten sowie geplante Wartungsverträge, dazu sanierungsspezifische Beratung für Bauherrschaften, Architekturbüros und Generalunternehmer sowie die Berechnung und Ausführung von Neubau- und Umbauprojekten. Das ist ein konventioneller, aber vollständiger Ablauf statt eines eigenständigen Alleinstellungsmerkmals, was zu einem Betrieb passt, der Heizung als eines von vier gleichwertig etablierten, gleich strukturierten Gewerken behandelt statt als Zusatzgeschäft. Die Referenzen-Seite verweist alle, die Projektbeispiele sehen möchten, direkt an den Geschäftsführer des jeweiligen Standorts, mit der Bitte, dort eine detaillierte Referenzliste anzufordern, statt Fallstudien online zu veröffentlichen, und nennt dabei die Gebr. Baur AG Baar, die Badart AG und die Peter Pichler AG als die drei Gruppenfirmen, die Referenzen auf diesem Weg anbieten. Zu erwähnen ist zudem, dass der Betrieb 2004 erstmals an der Zugermesse teilnahm, nach eigener Beschreibung der zweitgrössten Ausstellung der Zentralschweiz mit rund 80'000 Besucherinnen und Besuchern, und dass die Gruppe laut eigener Zeitachse im Jahr 2002 mit 35 Mitarbeitenden von einem Dreiergremium in den Bereichen Spenglerei, Sanitär und Heizung geführt wurde, ein Team, das bis 2006 auf insgesamt 80 Mitarbeitende anwuchs.

Was die Seite nicht veröffentlicht

Weder eine Preisliste noch ein Tagessatz noch ein Beispiel für Projektkosten erscheint irgendwo auf der Seite, jede Dienstleistungsseite endet mit der Bitte um Kontaktaufnahme statt mit einer Zahl. Es gibt hier nichts, was sich als Preis zitieren liesse, und keiner wird behauptet.

Für wen sich der Betrieb eignet

Das ist eine solide Option für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ebenso wie für gewerbliche oder institutionelle Kundschaft in der Region Baar, die einen einzigen, langjährig etablierten Betrieb suchen, der eine Wärmepumpe jeder der 3 gängigen Bauarten übernehmen kann, zusammen mit den Dach-, Spenglerei- und Sanitärarbeiten, die ein Umbau oder Neubau meist gleichzeitig braucht, statt separate Gewerke koordinieren zu müssen. Die eigenen Zahlen des Betriebs, ein 60-köpfiges Team in Baar, gestützt auf eine Familiengeschichte, die bis 1926 zurückreicht, und eine konkret genannte Wärmepumpen-Palette über Luft, Wasser und Erdreich, stützen dieses Bild. Der ehrliche Vorbehalt ist die jüngere Geschichte der Gruppe selbst: 2 Schwesterfirmen haben in den letzten Jahren unter finanziellem Druck geschlossen, und auch wenn nichts auf der Seite darauf hindeutet, dass der Betrieb in Baar selbst davon betroffen ist, ist das die Art Detail, die man kennen sollte, bevor man mit einer Firma dieser Gruppe einen Vertrag unterschreibt.

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