RMB Group AG

Werftestrasse 3, 6005 Luzern

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Der für dieses Verzeichnis zugeteilte Namenseintrag „Gränichen der von der Tecnofil AG" ist kein Firmenname, sondern ein Satzfragment aus einer eigenen News-Meldung der Website: „Am vergangenen Samstag fand in Gränichen der von der Tecnofil AG organisierte Lüftigercup 2026 statt." Gränichen ist der Austragungsort eines Fussballturniers, Tecnofil AG dessen Organisatorin, keines von beidem hat mit der hier besprochenen Firma zu tun. Die eigene Copyright-Zeile im Impressum benennt die tatsächliche Firma eindeutig: „Copyright, inhaltliche Verantwortung / RMB Group AG / Werftestrasse 3 / 6005 Luzern". Auch der zugeteilte Ort „Zürich" ist überholt: Zürich ist, wie eine News-Meldung vom Juni 2026 festhält, der Gründungsort eines kleinen Ingenieurbüros im Jahr 1996, aus dem die heutige Gruppe hervorging, nicht ihr heutiger Sitz. Die Kontaktseite bestätigt Luzern unabhängig: Dort figuriert „RMB Group AG, Werftestrasse 3, 6005 Luzern" neben mehreren weiteren Büroadressen der Gruppe, und die dort angegebene Telefonnummer +41 58 911 66 00 stimmt mit dem hinterlegten tel:-Link exakt überein.

Was es ist

RMB Group AG ist keine kleine Installationsfirma, sondern eine Gebäudetechnik-Gruppe mit Wurzeln im Ingenieurbüro und im Facility Management. Unter dem Dach der Gruppe firmieren mehrere eigenständige Gesellschaften: RMB Engineering AG, RMB Facility Management AG und RMB Engineering Plus AG in Zürich, RMB Group AG selbst sowie RMB Engineering AG und die Planungsfirma Evoplan AG in Luzern, dazu RMB Engineering AG in Lenzburg, Basel, Winterthur, Lausanne und Chur, die Winterthurer Planungsfirma Leplan AG und, in Muri bei Bern, die separat benannte Senox AG. Die Kompetenzliste der Gruppe reicht von HLKKSE über Gebäudeautomation, Industriekälte und Wärmepumpen, gewerbliche Kälte und Health Care Engineering bis zu Thermischen Netzen, Facility Management sowie einer eigenen Generalunternehmer- und Totalunternehmer-Sparte.

Was man bekommt

Auf der eigenen HLKKSE-Seite beschreibt RMB sein Kerngeschäft so: „Wir planen und realisieren integrale Systeme für Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Sanitär und Elektro." Im Abschnitt „Wärme und Kälte" zählt die Firma dazu „klassische Heizsysteme ebenso wie Niedertemperaturlösungen, Fernwärmeanschlüsse oder kombinierte Heiz-/Kühldecken", während „Industriekälte und Wärmepumpen" als eigene Kompetenz in der Hauptnavigation geführt wird, neben Gewerblicher Kälte und Health Care Engineering. Wer bei RMB anfragt, bekommt also keine isolierte Wärmepumpenofferte, sondern eine Einbettung in ein grösseres HLKKSE-Konzept, das auch Lüftung, Sanitär, Brandschutz und Elektroplanung umfasst. Die Sanitär- und Brandschutz-Sparte plant laut eigener Angabe zusätzlich „Flucht- und Rettungswege" und legt „die Position relevanter Löschsysteme und Brandschutzeinrichtungen" fest, die Elektroplanung deckt „Starkstrom-, Schwachstrom-, ICT- und Sicherheitsanlagen" ab.

Was auffällt

Was RMB von einem reinen Planungsbüro unterscheidet: Die Gruppe tritt selbst als Generalunternehmer und Totalunternehmer auf und benennt dafür konkret abgeschlossene Projekte statt nur Absichtserklärungen. Beim „Mieterausbau A1 Move, Zürich" schreibt RMB: „Beim Mieterausbau wurde in nur vier Monaten ein technisch anspruchsvoller Innenausbau realisiert. Als Totalunternehmer übernahmen wir Rückbau, HLKE-Installationen, Kühldecken, Doppelboden sowie sämtliche gewünschten Innenausbauten." Beim „Green Datacenter, Schlieren" nennt die Firma „Gesamtverantwortung für den Ausbau: Fernkälteanschluss und Umluftkühler, Elektroinstallationen 2n-USV-System und statischer Transferschalter." Und beim „Hochhaus zur Schanze, Talstrasse 65, Zürich" liefert RMB gleich ein Stück Gebäudegeschichte dazu: „Das Hochhaus wurde 1962 von Werner Stücheli gebaut, 2000-2002 renoviert und von 13 auf 18 Stockwerke ausgebaut." Für bauliche Eingriffe, auch „statische Eingriffe" und „Brandschutzmassnahmen", schreibt die eigene Totalunternehmer-Seite, übernehme RMB die Arbeiten „in Eigenregie oder über eingespielte Partner", also teils mit eigenem Personal.

Auch die Facility-Management-Sparte nennt reale Referenzen: Beim „Hard Turm Park, Schweizer Börse, Zürich" verweist RMB auf die „anspruchsvollen Sicherheits- und raumklimatischen Anforderungen", bei „Manor, Schweiz" hält die Firma fest: „Manor AG ist die grösste Warenhauskette der Schweiz und hat ihren Sitz in Basel. Über alle Standorte hinweg bewirtschaftet Manor eine Fläche von ca. 560'000m2 in allen Sprachregionen der Schweiz." Bei der „Zollinger Stiftung, Forch Küsnacht" schreibt RMB: „Das Zentrum Forch wurde 1980 auf Anliegen des Ehepaares Zollinger erbaut." Und auf der HLKKSE-Seite selbst nennt die Firma den „Premium Department Store Jelmoli, Zürich" mit der Angabe „1898 wurde der älteste Gebäudeteil eröffnet", sowie den „Einkaufszentrum Letzipark, Zürich", der laut RMB „seit 2012" saniert wird.

Wie es organisiert ist

Die Gruppenstruktur ist ungewöhnlich kleinteilig für eine Gebäudetechnikfirma: Statt einer einzigen Gesellschaft mit Filialen listet die Kontaktseite mehrere separat benannte Rechtseinheiten. In Zürich sitzen RMB Engineering AG, RMB Facility Management AG und RMB Engineering Plus AG gemeinsam an der Adresse Bändliweg 20. In Luzern residieren neben RMB Group AG selbst auch RMB Engineering AG und die Planungsfirma Evoplan AG, alle an der Werftestrasse 3, wobei Evoplan mit +41 58 911 66 55 eine eigene, von der Gruppenzentrale abweichende Telefonnummer führt. In Winterthur tritt neben RMB Engineering AG zusätzlich die Planungsfirma Leplan AG auf, in Lausanne firmieren RMB Engineering AG und RMB Facility Management AG gemeinsam an der Avenue des Toises 12, und in Muri bei Bern erscheint mit der Senox AG eine Gesellschaft unter komplett eigenem Namen und eigener Nummer, +41 31 301 15 00. Nach eigener Angabe ist die Gruppe „an acht Standorten in der Deutsch- und Westschweiz" präsent, deren „Niederlassungen eigenständig agieren".

Was es kostet

Weder für die HLKKSE-Planung noch für die Wärmepumpen- oder Kälteplanung noch für die Totalunternehmer-Leistungen veröffentlicht RMB Preise, Stundenansätze oder Honorarmodelle. Interessenten werden über ein Kontaktformular oder direkt über die Standort-Telefonnummern an die zuständige Gesellschaft verwiesen, ohne vorab einsehbare Preisspannen.

Wie es sich vergleicht

Verglichen mit einem lokalen Installationsbetrieb ist RMB eine Ingenieurgruppe: Sie plant nicht nur, sondern übernimmt auf Wunsch als Total- oder Generalunternehmerin auch die bauliche Umsetzung inklusive Rückbau, Kühldecken und statischer Eingriffe, wie das Beispiel A1 Move zeigt. Das ist ein anderes Angebot als ein Heizungsersatz durch einen Handwerksbetrieb: RMB positioniert sich für grössere, gewerkeübergreifende Bauvorhaben, von Bürobauten über Spitäler und Labore bis zu Energiezentralen, während Wärmepumpen dort ein Baustein unter „Industriekälte und Wärmepumpen" neben vielen anderen Gewerken sind.

Für wen sich das eignet

Für Bauherrschaften und Verwaltungen mit grösseren, technisch anspruchsvollen Vorhaben, etwa Mieterausbauten, Rechenzentren, Hochhaussanierungen oder Einkaufszentren, bei denen Heizung, Kälte, Lüftung, Sanitär und Elektro aus einer Hand geplant und im Bedarfsfall auch baulich umgesetzt werden sollen, ist RMB in der Zentralschweiz über den Luzerner Standort direkt erreichbar. Für den einfachen Ersatz einer einzelnen Wärmepumpe im Einfamilienhaus dürfte die Gruppe, mit ihrem Schwerpunkt auf HLKKSE-Gesamtprojekten und Totalunternehmer-Mandaten, eher überdimensioniert sein.

Fazit

Hinter dem ursprünglich zugeteilten Fragment aus einer Fussballturnier-Meldung steckt mit RMB Group AG eine Luzerner Gebäudetechnikgruppe, die Industriekälte und Wärmepumpen als eine von mehreren Kompetenzen neben einer eigenen Totalunternehmer-Sparte führt und dafür reale, benannte Projekte wie den Mieterausbau A1 Move oder die Sanierung des Hochhauses zur Schanze vorweisen kann. Wer eine grössere, gewerkeübergreifende Liegenschaft plant, findet hier einen Partner mit breiterem Leistungsspektrum als ein reiner Wärmepumpen-Installateur, wer nur eine einzelne Anlage ersetzen will, ist bei einem kleineren Betrieb vermutlich besser aufgehoben.

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