ALCO Haustechnik AG
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Der Firmenname im Impressum, ALCO Haustechnik AG mit Sitz an der Leutschenbachstrasse 45 in 8050 Zürich, stimmt mit der bereits hinterlegten Angabe überein, eine Korrektur war hier nicht nötig.
Was es ist
ALCO Haustechnik AG ist ein Planungsbüro, kein Installationsbetrieb: Laut eigener Darstellung ist ihr Zweck «die Planung und Berechnung von Haustechnischen Anlagen», realisiert «als neutrale Partnerin in Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft und den Architekten». Gegründet wurde die Firma am 1. März 1985 von Urs Lippuner, nach eigenen Angaben frisch nach dem Abschluss seiner Ausbildung zum eidg. dipl. Sanitärplaner, zusammen mit seiner Frau Brigitte Lippuner und Albert Brunner. Das Anfangskapital betrug laut Website Fr. 50'000.--, später erhöht auf Fr. 100'000.--. Am 1. Januar 2017 übernahm Michael Lippuner die Geschäftsführung, seit dem 1. Januar 2019 unterstützt ihn Armando Minoretti als Teil der Geschäftsleitung.
Was man bekommt
Das Leistungsangebot umfasst laut eigener Übersicht Haustechnikplanung HLKS (Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär), 3D-Planung und BIM, Planung von Spezialanlagen sowie Kanalisations- und Werkleitungsplanung. Bei den einzelnen Referenzprojekten wird der Leistungsumfang jeweils konkret als «Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsplanung und Koordination in allen Phasen» nach SIA-Phasenmodell beschrieben, das Büro übernimmt also nicht nur den Entwurf, sondern die Planung über den gesamten Bauablauf.
Was auffällt
Die Referenzenliste ist ungewöhnlich detailliert für ein Büro dieser Grösse und lässt sich nach Gebäudeart, Auftraggeber und Baujahr filtern. Zwei Projekte sind für ein Wärmepumpen-Verzeichnis besonders aufschlussreich, weil ihre eigenen Projektseiten das Heizsystem konkret benennen. Bei der Wohnüberbauung Bellariarain in Zürich, einer Anlage aus 13 Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 180 Wohnungen und gemeinsamer Tiefgarage, erfolgt laut Projektbeschreibung «die Heizung sowie Wassererwärmung ... über eine Erdsondenheizung», bei einer Gesamtbausumme von rund Fr. 57'000'000.00 und einem Bearbeitungszeitraum von 2015 bis 2021; Bauherrin war die Helvetia Versicherungen (Immobilien Portfolio Management), Architekt Michael Meier und Marius Hug Architekten AG mit Projektleiter Philipp Grunwald, verantwortliche Projektleiterin bei ALCO war Brigitte Lippuner. Beim Kindergarten in der Breiti in Dietikon, einem Umbau- und Anbauprojekt für die Stadt Dietikon (Hochbauabteilung) mit dem Architekturbüro Forrer Zimmermann (Projektleiter Stefan Forrer), wurde laut Projektseite «der bestehende Ölkessel ... durch eine moderne Erdsondenwärmepumpe ersetzt», Bearbeitungszeitraum 2020 bis 2022, verantwortlicher Projektleiter bei ALCO war Michael Lippuner selbst.
Über diese beiden Fälle hinaus listet die Referenzenseite eine grössere Zahl weiterer Wohn-, Schul- und Gewerbebauten mit Ort und Baujahr, darunter die Wohnsiedlung Am Rain in Brugg (2021), der Umbau Hafnerstrasse in St. Gallen (2021), die Wohnsiedlung Hohl-/Freihofstrasse in Zürich (2021), die Flachbauten Grosswiesenstrasse in Zürich (2020), die Wohnüberbauung Im Stückler in Zürich (2019), die Schulanlage Schauenberg in Zürich (2019), die Wohnüberbauung Triemli in Zürich (2019), das Windwerk in Winterthur (2018), die Wohnsiedlung Eyhof in Zürich (2017), die Mehrfamilienhäuser Forchstrasse in Zürich (2017), der Gasthof Sonne in Seuzach (2017), die Schulanlage Ehret in Hünenberg (2016), die Wohnhäuser Bühlstrasse in Nänikon (2015), die Überbauung Letzibach C in Zürich (2015), ein Altersheim Wildbach für die Stadt Zürich (2000 bis 2009) sowie, laut den Linkzielen der Referenzenseite, eine Schmiede in Wiedikon und eine Schulanlage Zinzikon, deren Projektseiten im Rahmen dieser Recherche nicht mehr einzeln geöffnet wurden. Drei davon wurden zusätzlich einzeln geöffnet, tragen aber, anders als die beiden oben, jeweils nur den Vermerk «Sanitärplanung und Koordination in allen Phasen» statt eines eigenen Heizungsvermerks: Beim Windwerk in Winterthur, einer Windkanalanlage für Indoor-Skydiving an der Ohrbühlstrasse mit angegliedertem Dienstgebäude, nennt die Projektseite eine Bausumme total von rund Fr. 5'000'000.00 und eine Vergabesumme Sanitär von rund Fr. 100'000.00, Bearbeitungszeitraum 2016 bis 2018, Bauherrin die Windwerk AG. Bei der Wohnsiedlung Am Rain in Brugg, laut Projektseite Minergie-A-ECO-zertifiziert, mit 4 miteinander verbundenen Gebäuden und 49 Mietwohnungen, Studios sowie Gewerberäumen, nennt die Seite eine Vergabesumme Sanitär von rund Fr. 900'000.00, Bearbeitungszeitraum 2017 bis 2021, Bauherrin die Graphis Bau- und Wohngenossenschaft in Bern. Beim Altersheim Wildbach für die Stadt Zürich, einer Instandsetzung und Zusammenlegung von Alterswohnungen mit dem Altersheim über den Zeitraum 2000 bis 2009, war laut Projektseite Urs Lippuner selbst der verantwortliche Projektleiter. Ob bei den übrigen, nicht einzeln geöffneten Projekten ebenfalls eine Wärmepumpe zum Einsatz kam, lässt sich ohne das jeweilige Projektblatt nicht sagen.
Wie es organisiert ist
ALCO Haustechnik AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz Leutschenbachstrasse 45, 8050 Zürich. Das Impressum nennt keine Handelsregisternummer und keine vertretungsberechtigte Person namentlich, nur die Firmenadresse. Auf den einzelnen Projektseiten tritt dagegen klar hervor, wer intern die Verantwortung trägt: In den geöffneten Beispielen war abwechselnd Urs Lippuner, Brigitte Lippuner oder Michael Lippuner als verantwortliche Projektleitung eingetragen, was auf eine nach wie vor stark von der Gründerfamilie getragene operative Struktur hindeutet, auch zwei Generationen nach der Gründung 1985. Im Team stehen laut eigener Seite Michael Lippuner, Urs Lippuner, Brigitte Lippuner, Armando Minoretti, Nathalie Bünter, Nick Fischer und Chayenne Marino, dazu ein separater Abschnitt «Ehemalige Mitarbeiter»; Rollen oder Titel nennt die Team-Seite selbst nicht, anders als bei den Projektseiten, wo Brigitte Lippuner und Michael Lippuner je als verantwortliche Projektleitung auftreten. Die Website wurde laut Impressum von webagentur.ch umgesetzt, eine Dienstleisterangabe ausserhalb des eigentlichen Planungsgeschäfts. Die Startseite weist zudem auf offene Stellen und ein Lehrstellenangebot hin, ohne diese näher zu beschreiben.
Was es kostet
Zu den eigenen Planungshonoraren äussert sich die Website nicht. Einzige konkrete Kostenzahl ist die Gesamtbausumme des Bellariarain-Projekts von rund Fr. 57'000'000.00, eine Kennzahl des gesamten Bauvorhabens und keine Aussage über den Anteil oder das Honorar von ALCO selbst.
Für wen sich das eignet
ALCO Haustechnik AG richtet sich nicht an Privatpersonen, die direkt eine Wärmepumpe installiert haben möchten, sondern an Bauherrschaften und Architekturbüros, die für ein Neubau- oder Sanierungsprojekt eine Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsplanung inklusive Koordination über alle SIA-Phasen benötigen. Die beiden dokumentierten Wärmepumpen-Fälle, ein grosser Neubau mit Erdsondenheizung für eine Versicherung als Bauherrin und ein Heizungsersatz an einem öffentlichen Gebäude für eine Stadtverwaltung, zeigen, dass das Büro sowohl bei privaten wie bei öffentlichen Auftraggebern mit diesem System arbeitet, und die übrigen, rein sanitärgeprägten Referenzprojekte zeigen zusätzlich, dass Heizungsplanung nur einen Teil des tatsächlichen Auftragsvolumens ausmacht.
Fazit
Mit einer 1985 gegründeten und seit 2017 in zweiter Generation unter Michael Lippuner geführten Firmengeschichte, einer klaren Rolle als neutrales Planungsbüro und zwei konkret dokumentierten Erdsondenwärmepumpen-Projekten, von 180 Wohnungen bis zum Heizungsersatz an einem Kindergarten, gehört dieser Eintrag zu den besser belegten in diesem Verzeichnis, auch wenn er sich an Bauherrschaften und Architekten statt an Einzelpersonen richtet.