Jacques Bosshard Heizungs- und Lüftungs AG

Schaffhauserstrasse 116a, 8057 Zürich · seit 1924

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Der Firmenname musste korrigiert werden: Das Bundle nannte «Bosshard AG», das Impressum nennt jedoch durchgehend den vollen eingetragenen Namen «Jacques Bosshard Heizungs- und Lüftungs AG», ebenso die Meilensteine-Seite und der Copyright-Vermerk im Seitenfuss. Auf Google Maps erscheint zusätzlich die Kurzform «Jacques Bosshard AG»; hier wird die im Impressum stehende Vollform verwendet.

Was es ist

Die Firmengeschichte reicht laut der eigenen Meilensteine-Seite bis 1924 zurück: Jakob Bosshard gründete damals das Einzelunternehmen «J. Bosshard Ingenieure, Heizung und Lüftung» mit Sitz in Oerlikon. 1946 übernahm Sohn Jacques, 32-jährig, die Geschäftsführung, und laut demselben Meilenstein «zehn Jahre später» auch das Unternehmen selbst; dieser relative Zeitraum wird hier nicht in ein eigenes Jahr umgerechnet. 1982 erfolgte die Umwandlung zur Aktiengesellschaft unter dem noch heute gültigen Namen Jacques Bosshard Heizungs- und Lüftungs AG, 1984 ein Management-Buy-out durch Hans Keel und Walter Neeracher. 2009 übernahm laut Website die vierte Generation: Christian Eberle, Maurizio Martone, Renato Pfister und Anto Andrijanic; zu diesem Zeitpunkt beschäftigte das Unternehmen «rund 40 Mitarbeitende und Lernende». Aktuell führt laut Ansprechpartner-Seite Yanick Näff als Geschäftsführer den Betrieb, während Christian Eberle heute als Verwaltungsratspräsident amtiert; die Führung hat sich damit seit 2009 sichtbar verändert, ohne dass die Website das ausdrücklich kommentiert. Sitz ist die Schaffhauserstrasse 116a in 8057 Zürich (Postadresse: Postfach, 8042 Zürich), Telefon 044 360 46 66, Fax 044 360 46 65.

Was man bekommt

Das Angebot ist breit gefächert und in 4 Hauptbereiche gegliedert (Heizungen, Kälteanlagen, Rohrleitungen, Service). Unter Heizungen fallen Wärmepumpen, Kesselzentralen, Fernwärmestationen, Solaranlagen, thermoaktive Bauteilsysteme, Fussbodenheizungen, Radiatoren, Rasenheizungen und, als Spezialgebiet, Flugzeugenteisung. Unter Kälteanlagen firmieren Kältemaschinen, Rückkühlanlagen, thermoaktive Bauteilsysteme und Kühldecken, dazu kommt der klassische Rohrleitungsbau. Der Servicebereich deckt Kleinmontage, Wasserbehandlung, Fernüberwachung, Heizcontainer und einen 24-Stunden-Pikettdienst ab. Auf der eigenen Wärmepumpenseite beschreibt die Firma die Technik im Detail: Wärmepumpen entziehen der Umwelt die Wärme, mögliche Quellen sind Grund- oder Oberflächengewässer, das Erdreich, die Aussenluft sowie Abwärme, wobei eine kleinere Temperaturdifferenz zwischen Quelle und Heiztemperatur die Effizienz erhöht. Wärmepumpen lassen sich laut Website mit einer thermischen Solaranlage oder einem Spitzenlastkessel (Erdgas, Öl) kombinieren, und die Firma gibt an, von der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz zertifiziert zu sein; die FWS ist ein Branchenverband, die Zertifizierung selbst aber eine von der Firma erworbene, firmenbezogene Qualifikation. Die Rundum-Betreuung reicht laut Website von Beratung über Bewilligungen, Installation und Montage bis zur Inbetriebnahme, bei Neubauten wie Sanierungen, von Einfamilienhäusern über Wohnsiedlungen bis zu industriellen Grossanlagen. Bei der Aussenluft-Variante nennt die Website die Luft-Wasser-Wärmepumpe als meistgenutzten Typ in Einfamilienhäusern, meist bivalent mit einem Heizkessel für Holz, Gas oder Öl kombiniert. Bei Erdwärme verweist die Website auf Erdsonden, die bis zu 200 Meter tief in den Boden reichen, und auf den kantonalen Wärmenutzungsatlas zur Standorteignung. Bei See- und Grundwasser nennt die Website Zürichsee und Limmat als Energiequelle und weist darauf hin, dass die Nutzung von Grundwasser oder Oberflächengewässern eine Konzession des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) erfordert. Zur Stromseite schreibt die Website, rund ein Viertel der Wärmeleistung einer Wärmepumpe werde mit elektrischer Energie erzeugt, und verweist auf Produkte des städtischen Elektrizitätswerks ewz sowie dessen Stromsparfonds; der Zürcher Standard-Strommix für Privatkunden sei zu 100 Prozent erneuerbar. Das ist eine allgemeine städtische Stromversorgungsangabe, keine firmenspezifische Leistung, und wird hier entsprechend eingeordnet.

Was auffällt

Die Meilensteine-Seite dokumentiert mehrere konkret benannte Grossprojekte. 1997 realisierte die Firma für die Messe Zürich eine Heizung/Kühlung mit thermoaktiven Bauteilen, laut eigener Aussage die erste dieser Art in der Schweiz; im gleichen Jahr begann die Firma mit der Fernüberwachung. 1998 baute Bosshard den Heizcontainer, eine mobile Heizzentrale, die laut Website seither «fast rund um die Uhr» im Einsatz ist. 1991 folgte der erste Auslandsauftrag: Für den Reiseveranstalter Hotelplan sanierte die Firma die Kälte- und Klimaversorgung des Ikaros Village auf der griechischen Insel Kreta. 2002 erhielt die Firma die Erstzertifizierung nach ISO 9001 fürs Qualitätsmanagement. 2005 realisierte Bosshard für den Flughafen Zürich die Flugzeugenteisungsanlage im Midfield Terminal, das mit Abstand grösste namentlich genannte Einzelprojekt auf der Website. Im Impressum findet sich zusätzlich eine Liste von Bildquellen, die neben generischen Stockfoto-Anbietern auch «Flughafen Zürich», «UBS AG» und «Credit Suisse» nennt; das ist ein Bildrechte-Vermerk zur Herkunft von Fotos, keine Aussage darüber, dass diese Organisationen Kundinnen der Firma sind, und wird hier entsprechend nicht als Kundenliste verwendet.

Wie es organisiert ist

5 Personen mit Name, Funktion und direkter Telefonnummer bilden laut Ansprechpartner-Seite die aktuelle Führung: Yanick Näff (Leiter Grossanlagenbau, Geschäftsführer, dipl. Techniker HF Gebäudetechnik, 044 360 46 64), Christian Eberle (Verwaltungsratspräsident, Akquisition, 044 360 46 90), Renato Pfister (Leiter Anlagenbau, dipl. Heizungstechniker TS, 044 360 46 74), Anto Andrijanic (Leiter Service, Heizungstechniker, 044 360 46 63) und Maurizio Martone (Leiter Montage, Heizungsmonteur, Sicherheitsbeauftragter, 044 360 46 88). 4 der 5 (alle ausser Näff) sind dieselben Personen, die 2009 laut Meilenstein-Eintrag die vierte Generation der Firma übernommen haben. Die Firma listet zudem eine Mitgliedschaft in 4 Berufs- und Fachverbänden: dem Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverband (suissetec), dem Schweizerischen Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren (SWKI), der Vereinigung Schweizerischer Heizungs- und Klimatechniker (SHKT) und der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS); alle 4 sind Branchenverbände und werden hier als solche eingeordnet, nicht als firmenspezifische Auszeichnung. Ein aktueller Mitarbeiterbestand wird auf der Website nirgendwo genannt, einzig die historische Zahl «rund 40 Mitarbeitende und Lernende» aus dem Jahr 2009.

Was es kostet

Für Wärmepumpen, andere Heizsysteme, Kälteanlagen oder Service nennt die Website an keiner Stelle einen Preis oder eine Preisspanne. Die einzige geldnahe Angabe betrifft nicht die Firma selbst, sondern den städtischen Stromsparfonds des ewz, über den Wärmepumpen laut Website unterstützt werden, ohne dass ein Förderbetrag genannt wird.

Für wen sich das eignet

Wer in Zürich einen etablierten, seit 1924 bestehenden Betrieb für Wärmepumpen und andere Heizsysteme sucht, der auch grössere und technisch anspruchsvolle Projekte wie Kesselzentralen, Fernwärmestationen oder thermoaktive Bauteilsysteme abdeckt, findet in der Jacques Bosshard Heizungs- und Lüftungs AG einen Anbieter mit dokumentierter Erfahrung bis zu Grossprojekten wie der Flughafen-Enteisungsanlage. Wer eine reine Kleininstallation im Einfamilienhaus sucht, findet auf der Website zwar auch dafür ein eigenes Angebot («Kleinanlagen»), die Selbstdarstellung der Firma ist aber klar auf das gesamte Spektrum bis zur Grossanlage ausgerichtet.

Fazit

Mit einer bis 1924 zurückreichenden, lückenlos dokumentierten Firmengeschichte, einer heute in vierter Generation geführten Leitung und konkret benannten Grossprojekten wie der Flugzeugenteisungsanlage am Flughafen Zürich 2005 gehört dieser Eintrag zu den am besten dokumentierten in diesem Verzeichnis. Der im Bundle hinterlegte Firmenname war unvollständig und wurde hier auf die im Impressum stehende Vollform korrigiert.

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