Ing. Hochuli AG

Martinsbergstrasse 5, 5400 Baden · seit 1949

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Die eigene Angebotsseite von Ing. Hochuli AG in Baden trägt die Überschrift "Handwerkskunst seit 1949" und beschreibt sich selbst als Betrieb, der "kunden- und anlagespezifische Installations-, Service- und bei Bedarf Planerarbeiten im Auftrag unserer Kunden" ausführt. Genau diese Reihenfolge, erst Installation und Service, Planung nur "bei Bedarf", ist der Grund, warum dieser Betrieb hier als Installationsfirma und nicht als reines Planungsbüro geführt wird: Die eigene Geschichte der Firma zeigt zudem, dass sie unter dem Eindruck der Energiekrise "zu den ersten gehörte, die in der Region Wärmepumpen und Solaranlagen installierten."

Was es ist

Ing. Hochuli AG hat ihren Sitz an der Martinsbergstrasse 5 in 5400 Baden, wie Homepage, Impressum und Kontaktseite übereinstimmend angeben. Eine UID- oder Handelsregisternummer nennt das Impressum nicht; als Beleg dient die durchgehend identische Adresse auf allen drei Seiten. Geführt wird die Firma laut Teamseite von Peter Hochuli, "Geschäftsführung, Projektleitung", Ingenieur HTL mit Fachrichtung Heizung-Lüftung-Klima, im Betrieb seit 1991. Die eigene Firmengeschichte beginnt mit Karl Hochuli, der laut Website 1914 in der Schweiz geboren wurde; seine Eltern wanderten kurz danach wegen eines Stellenangebots nach Deutschland aus, wo er als Jugendlicher eine Ausbildung als Klempner-Installateur machte. In der grossen Wirtschaftskrise Ende der 20er Jahre fand er danach keine Anstellung und schlug sich laut eigener Darstellung zunächst als Strassenbauer und später als Kesselflicker "auf der Stör" durch, bevor er sich 1933 nach der Meisterprüfung offiziell selbständig machen konnte; nach der Flucht in die Schweiz begann er 1949 in Baden im Gstühl-Areal wieder auf eigene Rechnung zu arbeiten, was die Firma bis heute als ihr Gründungsjahr führt. 1957 musste die Werkstatt wegen der grossen Verkehrssanierung mit Schlossbergtunnel verlegt werden; seither befindet sie sich an der heutigen Adresse Martinsbergstrasse 5.

Was man bekommt

Die Angebotsseite beschreibt die Firma als "Spezialisten für alle medienführenden Gebäudeinstallationen (Wasser, Luft, Gase, Wärme, Kälte)". Im Sanitärbereich zählt sie "Erstellung, Unterhalt und Planung von sanitären Installationen und Armaturen aller Art in Neubauten, Umbauten und bei Sanierungen" auf, im Bereich Klima-Kälte dieselbe Reihenfolge "Erstellung, Unterhalt und Planung", ebenso im Heizungsbereich, wo zusätzlich Wärmeerzeugung aller Art, Wärmeverteilung etwa über Bodenheizungen oder Deckenheizungen/Strahlplatten, Heizkörper aller Art sowie Luftheizungen genannt werden. Unter "Alternative Systeme" listet die Firma unter anderem Wärmepumpen (Luft, Erdsonden, Grundwasser, Erdregister, Abwärme), thermische Solaranlagen für Brauchwasser und Heizungsunterstützung, Wärme-Kraft-Koppelung über Blockheizkraftwerke, Holzheizungen (Stückholz, Pellets, Hackschnitzel) sowie Installationen nach den Standards MINERGIE, MINERGIE-P, MINERGIE-A, MINERGIE-ECO und PASSIVHAUS auf. Auf der Firmengeschichte-Seite wird das mit einem konkreten Satz aus der Vergangenheit unterlegt: Unter dem Eindruck der Energiekrise sei die damalige Firma K. Hochuli dipl. Ing., "mittlerweile auf etwa 10 Personen angewachsen", eine der ersten in der Region gewesen, die Wärmepumpen und Solaranlagen installierte, neben grösseren Aufträgen wie Teillosen Sanitär beim Neubau des Kantonsspitals Baden.

Wie es organisiert ist

Das heutige Team besteht laut Portrait-Seite aus vier namentlich genannten Personen: Peter Hochuli (Geschäftsführung, Projektleitung, im Betrieb seit 1991), Petar Poteski (Projektleiter Service Sanitär/Heizung, Heizungsinstallateur EFZ, im Betrieb seit 2002), Margrit Ulm (Buchhaltung und Sekretariat, Kauffrau EFZ, im Betrieb seit 1999) sowie Jessica Oeschger (Administration und Sekretariat, Kauffrau EFZ, im Betrieb seit 2018). Die Firmengeschichte selbst dokumentiert mehrere Generationenwechsel: 1959 schloss Joachim Hochuli, Sohn des Gründers, seine Spengler-Lehre mit Zusatzausbildung Sanitärmonteur ab und übernahm später die Geschäftsführung; 1988 übernahm er das Geschäft offiziell und nannte es "J. Hochuli Ing."; 1991 trat Peter Hochuli ein, 1992 zog sich Karl Hochuli endgültig zurück. Im Jahr 2004 wurde die bis dahin als Einzelfirma geführte Unternehmung in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, laut Geschichte-Seite unter dem Namen "Hochuli Ing. AG Baden - Sanitär Heizung Alternativanlagen", ein Jahr später ging die Aktienmehrheit an Peter Hochuli über. Auffällig: Diese Passage der eigenen Geschichte nennt die Firma "Hochuli Ing. AG", während Impressum, Kontaktseite und der Rest der Website konsistent "Ing. Hochuli AG" schreiben, mit vertauschter Wortstellung; dieser Widerspruch wird hier wiedergegeben, nicht aufgelöst. Nach der Jahrtausendwende wuchs der Betrieb laut Geschichte-Seite auf "eine Betriebsgrösse von rund 20 Personen" und erhielt Registrierungen als "Qualifizierter Lehrbetrieb Gebäudetechnik" beim Aargauischen Haustechnikverband, als "Solarprofi" bei Swissolar sowie als "Fachpartner Wärmepumpen" beim Schweizerischen Verband für Wärmepumpen. Dass der Lehrbetrieb-Status kein Papiertitel ist, zeigt die eigene Stellenseite: Dort bietet die Firma Lehrstellen für 2026 in den Berufen Sanitärpraktiker EBA, Heizungspraktiker EBA, Sanitärinstallateur EFZ, Heizungsinstallateur EFZ sowie Haustechnikpraktiker EBA Fachrichtung Heizung/Sanitär an, daneben zum Zeitpunkt der Recherche eine offene Stelle als Servicemonteur Sanitär mit einem Pensum von 80-100%. Auf der Teamseite veröffentlicht die Firma zudem ein eigenes Leitbild mit "Pflichten" und "Rechten": Zu den Pflichten zählt sie unter anderem die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften bei Installation und Montage sowie die Einhaltung der Vorgaben des Gesamtarbeitsvertrags GAV, zu den Rechten unter anderem eine "angemessene, fristgerechte und vertragskonforme Entlöhnung" und die "Anerkennung unserer FACH-Kunst".

Was auffällt

Die Firmengeschichte ist ungewöhnlich ausführlich und persönlich erzählt, bis hin zur politischen Fluchtgeschichte des Gründers aus Ostdeutschland Mitte der 40er-Jahre. Ein weiteres Detail: Die Bauspenglerei-Abteilung musste laut eigener Aussage "Anfang der Dekade" aufgegeben werden, "weil die Suche nach geeigneten Fachkräften erfolglos blieb", ein offener Hinweis darauf, dass nicht jede historische Sparte bis heute weitergeführt wird.

Was es kostet

Konkrete Preise für Sanitär-, Heizungs- oder Kälteinstallationen nennt die Website an keiner Stelle. Anfragen laufen über ein Kontaktformular oder direkt über die Telefonnummer 056 222 44 94, deren im Quelltext hinterlegter Telefonlink (tel:0562224494) exakt mit der angezeigten Nummer übereinstimmt.

Für wen sich das eignet

Ing. Hochuli AG passt für Bauherrschaften und Hausbesitzer im Raum Baden, die einen alteingesessenen Betrieb mit durchgehender Firmengeschichte seit 1949 für Sanitär-, Heizungs- und Kälteinstallationen suchen, inklusive alternativer Systeme wie Wärmepumpen, Solaranlagen oder Holzheizungen. Wer explizit ein unabhängiges, von der Ausführung getrenntes Planungsbüro sucht, findet das hier nicht: Planung ist laut eigener Beschreibung ausdrücklich nur "bei Bedarf" Teil des Angebots, der Schwerpunkt liegt auf Installation und Service.

Fazit

Ing. Hochuli AG erzählt auf ihrer Website eine seltene Detailtiefe zur eigenen Geschichte, von der Gründung 1949 über den Umzug 1957 bis zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft 2004, und dokumentiert damit auch gleich, warum sie als Installationsbetrieb geführt gehört: Installation und Service stehen in der eigenen Beschreibung konsequent vor der Planung, und die Firma selbst berichtet, unter dem Eindruck der Energiekrise zu den ersten Wärmepumpen-Installateuren der Region gehört zu haben. Der Sitz in Baden, Kanton Aargau, ist über Homepage und Impressum eindeutig belegt.

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