Kocher Heizungen AG
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Kocher Heizungen AG sitzt seit dem 1. November 2013 an der Aarauerstrasse 73 in Brugg, davor an der Schilplinstrasse 33 in derselben Stadt. Die Firma selbst reicht weiter zurück: 1992 gründete Walo Kocher die Einzelfirma Walo Kocher Heizungen. 2013 übernahm René Senn den Betrieb und wandelte ihn in die heutige Aktiengesellschaft um. Walo Kocher wird auf der Team-Seite als pensionierter Firmengründer geführt, René Senn als Geschäftsführer und Inhaber; beide bezeichnen sich dort als Gebäudetechnikplaner EFZ. Am 1. Januar 2016 übernahm die Firma zusätzlich den Betrieb von Bruno Baumgartner, Haustechnik-Heizung-Sanitär, mit Sitz an der Birchweg 5 in 5315 Böttstein.
Drei Wärmepumpen-Bauarten, in eigenen Worten erklärt
Auf ihrer Systeme-Seite erklärt die Firma die drei gängigen Wärmepumpen-Bauarten in eigenen Worten statt nur ein Prospekt zu verlinken: die Luft-Wasser-Wärmepumpe als das einfachste System, das die Energie aus der Umgebungsluft bezieht; die Erdwärme-Wärmepumpe, die dem Erdreich Energie entnimmt, wobei eine Erdsonden-Ausführung mehrere Tiefenbohrungen braucht; und die Wasser-Wasser-Wärmepumpe, die die Energie meist über einen Förderbrunnen aus dem Grundwasser bezieht. Die Seite hält fest, dass eine Wärmepumpe überall dort sinnvoll ist, wo keine hohen Heiztemperaturen wie bei einer Fussbodenheizung nötig sind, und dass sie zusätzlich zur Warmwasseraufbereitung eingesetzt werden kann. Zu Leistungsklassen in Kilowatt, zu COP- oder JAZ-Werten und zu Anschaffungspreisen publiziert die Website nichts: Wer eine Anlage dimensionieren oder budgetieren will, findet dazu keine Angabe und muss die Firma direkt kontaktieren.
Daneben führt Kocher Heizungen weiterhin Ölheizungen, Gasheizungen und Holzfeuerungen im Angebot, dazu Solar als eigenen Menüpunkt unter den Systemen und eine Sanitärabteilung mit Badumbauten, mechanischer und chemischer Boilerentkalkung, Enthärtungs- und Filteranlagen, dem Anschluss von Waschmaschinen und Geschirrspülern sowie Ablauf-Entstopfungen. Auf der Sanitärseite wirbt die Firma zusätzlich für Wasserenthärter der Marke BWT, ohne dazu einen Preis zu nennen. Die Beratungs-, Planungs- und Installationsseiten selbst bleiben knapp: Beratung wird als Entscheidungshilfe bei der Wahl des Energieträgers beschrieben, Planung läuft laut Website über ein eigenes CAD-Programm, und die Installation verspricht fachgerechte Inbetriebnahme und pünktliche Fertigstellung, ohne dass die Seiten das mit weiteren Details unterlegen.
Auch bei den übrigen Systemen bleibt die Firma auf ihren eigenen Seiten konkreter als ein reiner Prospekttext: Bei der Ölheizung verweist sie auf den durch Abgaskondensation verbesserten Wirkungsgrad moderner Brennwertkessel und nennt sie besonders bei Sanierungen mit bestehender Ölheizung als sinnvolle Variante. Bei der Gasheizung hebt sie die kompakte Gas-Wandtherme für kleine Heizräume hervor und den Wegfall eines Brennstofflagers. Bei der Holzfeuerung unterscheidet sie die manuell nachzulegende Stückholzfeuerung von vollautomatischen Pellets- und Holzschnitzelanlagen. Und bei Solar beschreibt sie die Anlage als Ergänzung zu einem bestehenden Heizsystem, meist zur Unterstützung der Warmwasseraufbereitung in den Sommermonaten. Zu allen vier Systemen wiederholt die Website den Hinweis, dass die jeweiligen Kessel in fast allen Leistungsgrössen verfügbar seien, ohne eine konkrete Kilowattzahl zu nennen.
Wer an der Aarauerstrasse arbeitet
Namentlich aufgeführt sind unter anderem der Bürobereich mit Petra Ruckli (Büro, Sekretariat und Buchhaltung, eingetreten 2023) und Pascal Müri (Büro, Heizungsinstallateur EFZ und Gebäudetechnikplaner EFZ, eingetreten 2007), sowie ein Montage- und Serviceteam mit Othmar Mächler (Heizungsinstallateur EFZ, eingetreten 1993), Günter Guhl (Heizungsinstallateur EFZ und Servicemonteur, eingetreten 1995), Oliver Birchmeier (ebenfalls Heizungsinstallateur EFZ und Servicemonteur, eingetreten 2016), Driton Shkodra und Denis Himaj (beide Heizungsinstallateur EFZ, eingetreten 2019), Giuseppe Pantaleo (Heizungsinstallateur EFZ, eingetreten 2023), Philipp Wyss (eingetreten 2024), Daniel Brassel (eingetreten 2020), Franz Dreni (eingetreten am 13. Januar 2025) und der Sanitärinstallateur Remo Keller (eingetreten am 1. Januar 2026). Drei Lernende ergänzen das Team laut Website: Linor Behluli im vierten Lehrjahr als Heizungsinstallateur EFZ (eingetreten 2022), Darwin Blijden im zweiten Lehrjahr als Heizungsinstallateur EFZ und Erion Januzi im zweiten Lehrjahr als Heizungsinstallateur EBA (beide eingetreten 2024). Eine Gesamtzahl der Angestellten nennt die Website nirgends, nur die einzelnen Personen mit ihrem Eintrittsjahr.
Die Firma ist zudem Mitglied der suissetec, dem Branchen- und Arbeitgeberverband für die Gebäudetechnikbranche. Das ist eine Verbandsmitgliedschaft, wie sie in der Branche üblich ist, keine betriebseigene Auszeichnung.
Referenzprojekte mit und ohne Wärmepumpe
Die Referenzenliste zeigt eine Reihe konkreter, benannter Projekte statt anonymer Baustellenfotos. Für Wärmepumpen explizit ausgewiesen sind die Überbauung Dorfkern in Windisch (Sole-Wasser-Wärmepumpe), die Überbauung Zelgweg in Dättwil (Fernwärme kombiniert mit Sole-Wasser-Wärmepumpe) und ein Neubau der Landi in Klingnau (Luft-Wasser-Wärmepumpe). Die übrigen gelisteten Referenzen laufen mehrheitlich über andere Energieträger: die Amag-Ausstellungsräume für VW, Audi und Porsche in Schinznach Bad sowie ein weiteres Amag-Objekt dort (beide Ölheizung), die Swisscom-Liegenschaft und Charles Vögele in Brugg sowie ein Landi-Neubau in Gebenstorf (alle drei Gasheizung), die katholische und die reformierte Kirche Brugg (Gasheizungen), das Kriminalpolizeigebäude in Zürich (Gasheizung), das Restaurant Chämihütte in Untersiggenthal und der Gartencenter Blueme Kari (Ölheizung), das Berufsschulhaus Annerstrasse in Brugg (Totalsanierung Gasheizung), der NOK-Werkhof in Birr (Pelletheizung) sowie beim Paul Scherrer Institut in Villigen und Würenlingen eine Wärmeverteilung. Im Bereich Sportanlagen führt die Firma zusätzlich die Curlinghalle Baden (Gasheizung), den Werkhof der Industriellen Betriebe Brugg (eine freie Aufständerung auf 80 Quadratmetern) und den Golf Club Schinznach Bad (Fernleitung) auf, und bei den kommunalen Bauten den Neubau von Feuerwehr und Werkhof Brugg (Gasheizung), den Neubau der katholischen Kirche Schinznach Dorf (Ölheizung), den Neubau eines dreifachen Kindergartens mit Schulhauserweiterung in Endingen (Fernwärme), das Salzhaus Brugg (Gasheizung), die Kinderstation im Haupthaus Rüfenach (Fernwärme) sowie je einen Neubau von Werkstatt und Wohnheim für Behinderte in Hausen bei Brugg (beide Gasheizung). Die Bandbreite zeigt eine Firma, die im Grossraum Brugg sowohl im Wohnungsbau als auch bei institutionellen und kommunalen Bauten tätig ist, wobei Wärmepumpen im veröffentlichten Referenzarchiv bislang die Minderheit der genannten Projekte stellen. Die Sitemap führt zudem eine leere "Galerie-Demo"-Seite unter den Referenzen; das ist unbearbeiteter Theme-Restbestand ohne eigenen Inhalt und wird hier deshalb nicht als Referenz gezählt.
Was fehlt
Zu Preisen, Kilowattangaben, COP- oder JAZ-Werten schweigt die Website komplett, auch auf der eigens der Wärmepumpe gewidmeten Seite. Wer eine Fördersumme, eine Amortisationsdauer oder eine Vergleichszahl zwischen den drei Bauarten sucht, findet auf der Website nichts dazu. Auch zur Firmengrösse insgesamt gibt es keine publizierte Zahl, nur die einzeln aufgeführten Mitarbeitenden. Die Seite für offene Stellen war zum Zeitpunkt dieser Prüfung leer, mit dem Hinweis, dass für diese Seite noch kein Inhalt erfasst worden sei.
Für wen das passt
Wer im Raum Brugg, Windisch oder Umgebung eine Wärmepumpe sucht und einen Betrieb mit langer, klar dokumentierter Firmengeschichte will, findet bei Kocher Heizungen eine AG mit über drei Jahrzehnten Betriebszeit, einem bis auf Stufe Lernende namentlich aufgeführten Team und mindestens drei konkret benannten Wärmepumpen-Referenzprojekten in der Region. Wer dagegen vorab technische Eckdaten oder eine Preisindikation vergleichen will, bekommt beides von dieser Website nicht und muss den direkten Kontakt suchen. Die Kombination aus Heizung und Sanitär unter einem Dach kann bei einer Sanierung praktisch sein, wenn beide Gewerke gleichzeitig anfallen, und die Übernahme eines zweiten Betriebs 2016 deutet auf ein Unternehmen hin, das über die Jahre gewachsen ist statt stillzustehen.