Lenzin Heizungen AG

Oberdorf 10, 5063 Wölflinswil · seit 1979

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Lenzin Heizungen AG hat ihren Sitz an der Oberdorf 10 in Wölflinswil, im Fricktal, erreichbar unter +41 62 877 14 13 oder info@lenzinheizungen.ch. Seit dem 1. Januar 2021 führt Christoph Kaiser als Inhaber und Geschäftsführer die Firma, Thomas Lenzin bleibt nach eigenen Angaben nach 35 Jahren Geschäftstätigkeit als Co-Geschäftsführer an Bord.

Eine Familienfirma über zwei Generationen

Am 1. Mai 1979 gründeten Moritz Lenzin und seine Frau Regina die Firma als Heizungsinstallationsbetrieb. Laut der eigenen Firmengeschichte arbeitete Moritz anfangs als Einmannbetrieb von morgens 7 bis abends 18 Uhr auf Baustellen und erledigte Büroarbeit nachts und am Wochenende, während Regina von Beginn an Buchhaltung und Administration übernahm. 1985 schloss Sohn Thomas seine Lehre als Heizungsmonteur ab und stieg in den väterlichen Betrieb ein, ein Jahr später folgte der zweite Sohn Markus mit derselben Ausbildung. 1987/88 vertiefte Thomas seine Kenntnisse in einem Planungsbüro für Haustechnik und schloss zusätzlich die Ausbildung zum Heizungszeichner ab, wonach die Firma Berechnungen und Planungsarbeiten selbst übernehmen konnte statt sie extern zu vergeben. 1997 bezog die Firma die neue, bis heute genutzte Werkstatt mit Lager und Büro an der Oberdorf 10, nachdem das Lager zuvor auf drei verschiedene Magazine verteilt gewesen war. 1999 wurde aus der Einzelfirma Moritz Lenzin Heizungen die heutige Lenzin Heizungen AG. 2011 schloss Thomas Lenzin die Ausbildung zum Energieberater Gebäude ab, mit der er seither die energetische Analyse und Sanierungsberatung von Gebäuden und Gebäudehülle verantwortet.

Drei Wärmepumpentypen mit offen publizierten Kennzahlen

Was diese Website von den meisten anderen in dieser Liste unterscheidet, sind ausformulierte Vor- und Nachteile sowie Effizienzbandbreiten zu allen drei Wärmepumpentypen, statt einer reinen Werbebeschreibung. Bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe nennt die Firma einen Betrieb bis -15°C Aussentemperatur, Vorlauftemperaturen von bis zu 65°C für den Betrieb mit bestehenden Heizkörpern im Altbau, und einen Wirkungsgrad von 400 Prozent und mehr. Sie unterscheidet zusätzlich Innen- von Aussenaufstellung: Innenaufstellung spart Platz im Freien, hält Installationen witterungsgeschützt und ist leiser gegenüber der Nachbarschaft, braucht aber mehr Platz im Haus und häufig einen Lichtschacht für die Luftführung; Aussenaufstellung spart Platz im Haus, braucht aber meist einen kostenintensiven Betonsockel sowie Grabarbeiten für die Verbindungsleitungen und kann laut Firma Ungeziefer aussetzen.

Bei der Erdwärmesonden-Wärmepumpe weist die Firma darauf hin, dass für die Bohrung ein Gesuch über die Gemeinde beim Kanton nötig ist, oft mit geologischem Gutachten, und empfiehlt eine von der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS) zertifizierte Bohrfirma mit Gütesiegel. Als Vorteil nennt sie eine konstantere Leistungszahl als bei Luft-Wasser-Anlagen, eine wiederverwendbare Erdsonde bei einem späteren Austausch der Wärmepumpe (die Sonde selbst kalkuliert die Firma auf rund 40 bis 50 Jahre Betriebszeit, die Wärmepumpe selbst nur auf etwa die Hälfte davon), geringeren Platzbedarf, leiseren Betrieb und geringeren Wartungsaufwand; als Nachteil höhere Gesamtkosten durch die Bohrung, das Bewilligungsverfahren, geologisch bedingt nicht überall mögliche Bohrungen und einen längeren Projektablauf. Bei der Wasser-Wasser-Wärmepumpe nennt die Firma eine Grundwassertemperatur von 10 bis 15 Grad Celsius als Grund für die höchsten Leistungszahlen aller drei Bauarten, weist aber auch auf nötige Filteranlagen gegen Schwebepartikel, eine Isolationspflicht der Leitungen gegen Schwitzwasser und eine behördliche Kontrollpflicht der Wasserentnahme und -rückführung hin; auch diese Anlagen benötigen ein kantonales Gesuch über die Gemeinde.

Auf einer eigenen Seite erklärt die Firma zusätzlich den Unterschied zwischen COP, SCOP, JAZ (Jahresarbeitszahl) und JNG (Jahresnutzungsgrad) und nennt konkrete Bandbreiten, im Originalformat der Website mit Punkt statt Komma: Wasser/Wasser monovalent JAZ 3.7 bis 4.4, Sole/Wasser monovalent JAZ 3.6 bis 4.2, Luft/Wasser monovalent JAZ 2.4 bis 3.2, sowie eine allgemeine COP-Bandbreite von 3 bis 5.6 je nach Energiequelle. Diese Zahlen sind allgemeine, herstellerunabhängige Kennwerte zur Erklärung der Effizienzbegriffe und keine Messwerte eines bestimmten bei Lenzin installierten Geräts.

Energieberatung als eigene Dienstleistung

Thomas Lenzin trägt seine Energieberatung mit eidgenössischem Fachausweis als eigene Dienstleistung: eine kostenpflichtige Berechnung der Energiekennzahl von Wohnung oder Wohnhaus, bei der Gebäudehülle und Gebäudetechnik erfasst und beurteilt werden, sowie eine zweite, ausdrücklich als kostenlos beschriebene "Impulsberatung erneuerbar Heizen" für Eigentümer einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung. Bei Letzterer besucht ein Berater das Objekt vor Ort, bespricht Energiebedarf, Standortfaktoren und Eigentümerwünsche und übergibt danach eine Checkliste mit Empfehlungen zum Heizsystemwechsel; kostenlos ist sie laut Website gegen Unterschrift des vor Ort erarbeiteten Formulars. Auf der Aktuelles-Seite informiert die Firma zudem über die Revision des Aargauer Energiegesetzes per 1. April 2025 mit einem Verweis auf die kantonale Vollzugshilfe, über eine im August 2023 neu lancierte Website und über eine Hausmesse 2023 in Wölflinswil.

Team und Partner

Neben Christoph Kaiser und Thomas Lenzin führt die Team-Seite Yanick Märki als Gebäudetechnikplaner Heizung, Marlis Böller in Administration und Buchhaltung, sowie als Installateure Luan Shala (Servicetechniker Oelfeuerungen), Christoph Fricker (ebenfalls mit Schwerpunkt Oelfeuerungen), Cyrill Jud, Stanislav Slawomir, Justin Jäggi und Marco Colonna, dazu den Lernenden Lis Emerllahu. Als Markenpartner nennt die Firma Buderus, Stiebel Eltron, Meiertobler, CTA, Vaillant, Striega Therm, Elco Heating Solutions, Hoval, ETA, Müba Energietechnik, Ökofen, Fröling und alpha-innotec, dazu für nicht selbst ausgeführte Gewerke fünf namentlich benannte Elektriker-Betriebe (unter anderem Rubin Elektrotechnik in Herznach und Alois Rickenbach AG in Gipf-Oberfrick) und vier Baumeister-Betriebe (unter anderem die Greub AG in Zeihen und die Hossli Bau GmbH in Bözen) als Subunternehmer für angrenzende Gewerke.

Für den Berufsnachwuchs bietet die Firma eine Lehrstelle als Heizungsinstallateur/in EBA/EFZ an und wurde laut eigener Website unter den suissetec-Ausbildungsbetrieben als "Top Lehrbetrieb" ausgezeichnet. Wer sich für eine Schnupperwoche interessiert, kann sich laut Lernenden-Seite auch per Whatsapp unter 078 712 34 80 melden, eine für einen Handwerksbetrieb dieser Grösse ungewöhnlich niederschwellige Kontaktoption.

Was fehlt

Zu keinem konkreten Referenzprojekt, das die Firma selbst realisiert hat, nennt die Website einen Namen, einen Standort oder ein Datum; die "Aktuelles"-Seite mit möglichen Projektbeispielen liess sich innerhalb der geprüften Navigation nicht auffinden. Ebenso fehlt jede Preisangabe, sowohl für eine komplette Anlage als auch für die genannten Erdsondenbohrungen. Wer eine Kostenschätzung will, muss die Firma direkt kontaktieren.

Für wen das passt

Wer im Fricktal eine Wärmepumpe sucht und vorab verstehen will, welche der drei Bauarten technisch zur eigenen Situation passt, findet bei Lenzin Heizungen AG eine der ausführlichsten frei zugänglichen Erklärungen in dieser Liste, mit echten Effizienzbandbreiten statt nur Werbeversprechen. Die Kombination aus über vierzig Jahren Familienbetrieb, einer benannten Belegschaft bis zur Lernenden-Stufe und einem breiten Netz an Marken- und Subunternehmer-Partnern spricht für einen etablierten regionalen Betrieb, auch wenn konkrete Referenzobjekte und jede Form von Preisorientierung auf der Website fehlen.

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