StWZ Energie AG
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StWZ Energie AG in Zofingen ist kein reiner Heizungsbetrieb, sondern ein kommunaler Energieversorger mit Sitz an der Mühlegasse 7. Auf der eigenen Website gliedert sich das Angebot in Strom, Gas, Wärme, Wasser und Gebäudetechnik, wobei Heizung, Sanitär, Elektro, Gebäudeautomation, Beleuchtung, Solaranlagen, Speicher und Ladelösungen alle unter der Sparte Gebäudetechnik laufen. Dazu kommt mit Quickline ein Telekomangebot für Internet, TV und Telefonie, das die Seite ausdrücklich auf "Zofingen und Strengelbach" beschränkt. Wer eine neue Heizung sucht, bekommt es also nicht mit einem spezialisierten Kleinbetrieb zu tun, sondern mit einer Abteilung eines breiter aufgestellten Versorgers, der Strom, Gas und Wasser gleich mitliefert.
Die Heizungsseite: Wärmepumpe neben Biogas, kein Preis fürs Gerät selbst
Die Unterseite zur Heizung trägt den Titel "Klimafreundlich heizen" und positioniert Öl- und Gasheizungen ausdrücklich als grosse CO2-Verursacher, denen die Firma zwei Alternativen entgegenstellt: Biogas und die Wärmepumpe. Beim Gas macht StWZ eine konkrete Zahl: Das Standardprodukt enthält 20 Prozent Biogas, was eine Gasheizung nach eigener Angabe rund 40 Prozent weniger CO2 ausstossen lässt als eine Ölheizung, mit weiteren Produktstufen bei 50 beziehungsweise 100 Prozent Biogasanteil. Zur Wärmepumpe selbst bleibt die Beschreibung dagegen allgemein gehalten: Sie nutze "die kostenlose Wärme aus der Luft, dem Wasser oder der Erde" und wandle diese in Heizenergie und Warmwasser um, wodurch die Beschaffung von Heizstoff entfalle. Kombiniert mit eigenem Solarstrom mache das den Betrieb zusätzlich unabhängiger, und der Stromverbrauch liege deutlich unter dem einer fossilen Heizung. Eine Wärmepumpen-Marke, eine Leistungsklasse in kW oder ein COP- beziehungsweise JAZ-Wert für ein konkretes Gerät fehlt auf dieser Seite komplett, ebenso ein Gesamtpreis für eine Installation. Stattdessen verweist die Seite auf einen Online-Heizungsrechner, der eine erste Einschätzung liefern soll, ohne dass sich diese Berechnung für diesen Eintrag nachvollziehen liesse.
Ein Name statt eines Formulars
Für die Sparte Heizung und Sanitär nennt StWZ einen konkreten Ansprechpartner: Silvan Meyer, "Leiter Heizung & Sanitär", mit eigener Telefonnummer 062 745 32 32 und einer persönlichen E-Mail-Adresse, s.meyer@stwz.ch, getrennt von der allgemeinen Adresse info@stwz.ch. Das ist mehr, als viele kleinere Betriebe bieten, die nur ein Kontaktformular hinstellen, auch wenn es sich um einen einzelnen Namen und nicht um ein ganzes Heizungsteam handelt. Eine separate Über-uns- oder Teamseite liess sich auf der Domain nicht finden, mehrere naheliegende Adressen wie ueber-uns, kontakt oder stwz selbst lieferten allesamt einen 404-Fehler. Auch ein Impressum mit Handelsregisternummer oder UID war unter den geprüften Pfaden nicht auffindbar, und die Website nennt an keiner Stelle ein Gründungsjahr, weder für die Heizungssparte noch für das Unternehmen als Ganzes.
Fördergelder aus drei Kantonen, nicht aus der eigenen Kasse
Der ausführlichste Teil der Heizungsseite dreht sich um kantonale Förderprogramme für den Ersatz fossiler Heizungen durch eine Wärmepumpe, mit dem eigenen Hinweis, dass es sich um die Programme der Kantone Aargau, Luzern und Solothurn handelt und die Mittel limitiert sind. Für den Aargau nennt die Seite: eine Luft/Wasser-Wärmepumpe bis 70 kW mit CHF 3'000.- plus CHF 60.- pro kW thermischer Heizleistung, eine Sole/Wasser- oder Wasser/Wasser-Wärmepumpe bis 70 kW mit CHF 6'000.- plus CHF 180.- pro kW, ab 70 kW CHF 6'400.- plus CHF 240.- pro kW für Luft/Wasser beziehungsweise CHF 9'600.- plus CHF 720.- pro kW für Sole/Wasser oder Wasser/Wasser, dazu eine separate Rückvergütung für das branchenübliche Wärmepumpen-System-Modul (WPSM) von CHF 350.- exklusive Mehrwertsteuer. Für Luzern stehen CHF 4'000.- für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe bis 15 kW, CHF 8'500.- für Sole/Wasser oder Wasser/Wasser bis 15 kW, ab 15 kW CHF 2'500.- plus CHF 100.- pro kW für Luft/Wasser und CHF 4'000.- plus CHF 300.- pro kW für Sole/Wasser oder Wasser/Wasser, sowie ein Zusatzbeitrag von CHF 6'000.- plus CHF 200.- pro kW für ein neues Wärmeverteilsystem. Für Solothurn nennt die Seite CHF 6'000.- plus CHF 450.- pro kW bis 500 kW thermischer Leistung, CHF 42'000.- plus CHF 100.- pro kW ab 500 kW, und einen Zusatzbeitrag von CHF 1'600.- plus CHF 40.- pro kW für das Wärmeverteilsystem. All das sind kantonale Fördertöpfe, die jeder Installationsbetrieb in diesen Kantonen vermitteln kann, keine Vergünstigung, die spezifisch von StWZ kommt. Der eigene Beitrag der Firma liegt eher in der Dienstleistung selbst: Sie beschreibt ihr Angebot als "von der Planung über die Installation bis zur Inbetriebnahme und der Abwicklung von Fördergeldern", übernimmt also nach eigener Aussage auch die Antragsstellung für die Kundschaft. Zusätzlich weist die Seite auf einen möglichen Steuerabzug für die Investition hin, ohne dazu eine Zahl zu nennen.
Grössere Projekte als Referenz, aber nicht bei Wärmepumpen
Auf der Startseite präsentiert StWZ ein konkretes Referenzprojekt mit Zahlen: für die Firma Aarolac in Oberentfelden wurden 574 Solarmodule auf über 1'000 Quadratmetern Fläche installiert, ergänzt durch einen Batteriespeicher. Das ist ein Beleg dafür, dass StWZ auch grössere technische Projekte selbst umsetzt und nicht nur berät, allerdings betrifft diese Referenz die Photovoltaik-Sparte und nicht die Heizungsinstallation, sodass sie als Hinweis auf die Ausführungskompetenz der Firma zu lesen ist, nicht als Beleg für eine bestimmte Wärmepumpen-Referenz. Eine vergleichbare, konkret bezifferte Referenz zu einer installierten Wärmepumpe fehlt auf der Website. Zur allgemeinen Betriebssicherheit gehört ausserdem ein Hinweis der Elektro-Sparte auf ältere Elektroinstallationen nach dem sogenannten Schema III der Nullung, die StWZ auf Wunsch prüft und saniert, ein Thema, das bei einer Heizungssanierung im selben Haus oft mit ansteht, auch wenn es nicht direkt zur Wärmepumpe gehört.
Wer hier gut aufgehoben ist
Für Kundschaft in Zofingen und der weiteren Region, die keine drei separaten Firmen für Strom, Heizung und Elektroarbeiten beauftragen will, ist StWZ ein naheliegender Ansprechpartner mit einem benannten Zuständigen für Heizung und Sanitär und einer klaren Auflistung der kantonalen Fördermöglichkeiten in Aargau, Luzern und Solothurn samt exakten Frankenbeträgen. Wer dagegen vorab wissen will, welche Wärmepumpen-Marke verbaut wird, welche Leistungsklasse für das eigene Haus infrage kommt oder was eine Installation am Ende tatsächlich kostet, findet auf der Website keine dieser Angaben und muss das im persönlichen Gespräch mit Silvan Meyer klären. Auch wer sich zuerst über die Firmengeschichte oder die Grösse des Heizungsteams informieren möchte, geht leer aus, da beides auf der Website nicht dokumentiert ist. Wer einen Kontakt lieber über eine breiter abgestützte Institution als über einen kleinen Familienbetrieb sucht und mit den kantonalen Förderprogrammen bereits vertraut sein will, bevor das erste Gespräch stattfindet, bekommt hier beides an einem Ort.