Heizplan AG
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Die Heizplan AG erzählt ihre Firmengeschichte mit ungewöhnlich vielen Jahreszahlen für einen Betrieb dieser Grösse. Sie beginnt 1983: "Heidi und Peter Schibli gründen gemeinsam das Unternehmen in Altstätten." Zur Ausgangslage schreibt die Firma selbst: "Im Jahr 1983, als dem Thema 'erneuerbare Energien' noch (zu) wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, begann Peter Schibli als Solarpionier, unterstützt von seiner Frau Heidi, seine Vision einer sauberen Energiegewinnung in die Tat umzusetzen." Zum Wachstum seither hält die Website eine konkrete Grössenordnung fest: "Der Mitarbeiterstab entwickelte sich in den letzten Jahren von 4 zu 60 Mitarbeiter/Innen."
Vier Bauprojekte als eigene Meilensteine
Die Firma markiert ihre Entwicklung nicht nur mit Personalzahlen, sondern mit vier eigenen Gebäuden. 2001 entstand nach eigener Aussage der "Synergiepark für erneuerbare Energien" in Gams im St. Galler Rheintal, "ein Wohn- und Gewerbehaus nach dem damaligen neusten Stand der Technik", geplant unter Berücksichtigung der Minergie-Standards. 2011 übernahmen Stéphanie und Raphael Schibli die Geschäftsleitung von den Gründern und eröffneten im selben Jahr den "Solarpark" als eigene Produktions- und Montagewerkstatt. 2017 kam der "Energiepark" dazu, den die Firma als "Innovationsprojekt" beschreibt, das "die Ideen und Innovationen der Vergangenheit mitnehmen und die Zukunft von morgen präsentieren" solle.
Eine ausführliche Preisliste, fast ausschliesslich Solarpreise
Unter "Unsere Preise und Auszeichnungen" listet die Website neun Einträge mit Jahreszahl: 2024 die "Schweizer Solarpreis Ehrung für Peter Schibli", 2018 den "PlusEnergieBau-Solarpreis" für den Energiepark, 2011 gleich drei Auszeichnungen für den Solarpark (den "1. Norman Foster Solar Award", den "Europäischen Solarpreis" und den "Schweizer Solarpreis"), 2004 den "Best of Solarpreis" für den Synergiepark, 2002 den "Europäischen Solarpreis" ebenfalls für den Synergiepark, 2001 den "Schweizer Solarpreis" für den Synergiepark und 1996 eine "Auszeichnung für Umsetzung der Energie-2000-Ziele". Auffällig: Sämtliche Auszeichnungen beziehen sich auf Solarprojekte und Solarpreise, keine davon nennt explizit die Wärmepumpensparte des Unternehmens.
Wärmepumpen als eine von vier Leistungssäulen
Neben Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Ladestationen führt die Firma Wärmepumpen als eigenen Geschäftsbereich mit zwei Systemtypen. Zur Luft-Wasser-Wärmepumpe schreibt sie: "Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Energie der Umgebungsluft, um Wasser für die Heizung und Warmwasserversorgung zu erwärmen. [...] Die effiziente Technologie eignet sich besonders für Gebäude ohne Zugang zu Erdwärme." Zur Erdsonden-Wärmepumpe: "Bei dieser Technologie wird Energie aus dem Erdreich gewonnen, indem in der Regel ein Rohrsystem in bis zu 350 Metern Tiefe verlegt wird. [...] Im Sommer funktioniert das System auch in umgekehrter Richtung, wodurch das Gebäude gekühlt wird." In der Wärmepumpen-FAQ nennt die Firma konkrete Kennzahlen: Zur Lebensdauer schreibt sie: "Viele Wärmepumpen sind bereits problemlos über 20 Jahre in Betrieb. Wir sprechen jedoch von einer Lebensdauer zwischen 15 und 20 Jahren." Zur Radiatorentauglichkeit: "Die obere Einsatzgrenze der Vorlauftemperatur liegt bei einigen Wärmepumpenfabrikaten bei 55-65 °C" - eine Angabe, die die Firma selbst bestimmten Herstellerfabrikaten zuschreibt und nicht als eigene Leistung ausgibt. Zur Kombination mit Solarstrom hält sie fest: "Ein Zusammenschluss von Wärmepumpe und Photovoltaik ist ideal."
Generalvertretung statt eigener Marke, plus Behördengänge
Zu ihrer eigenen Rolle im Markt schreibt die Firma: "Als Generalvertreter für verschiedene Hersteller von Systemen zur Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen sind wir kompetent und werden laufend geschult." Die Heizplan AG tritt damit nicht als Herstellerin einer eigenen Marke auf, sondern als Vertriebs- und Installationspartnerin mehrerer Hersteller. Zum Ablauf bei Spezialprojekten schreibt sie konkret: "Nach einem ersten Gespräch berechnen und projektieren wir die besprochenen Möglichkeiten. Wir holen für Sie auch die nötigen Bewilligungen bei den Gemeinden ein und füllen die Formulare für das Einholen von Förderbeiträgen aus. Sobald die Bewilligungen eingetroffen sind, installieren wir Ihre Anlage fachgerecht und sicher. Wir händigen Ihnen zum Schluss eine umfassende Dokumentation aus." Das Einholen von Förderbeiträgen selbst steht grundsätzlich jedem Antragsteller offen; die Übernahme der Behördengänge und der Formulare durch die Firma ist die eigentliche, hier zitierte Dienstleistung.
Drei weitere Sparten, alles aus einer Hand
Neben den Wärmepumpen bietet die Firma Photovoltaikanlagen (Aufdach-, Indach-, Flachdach- und Fassadenmontage), Batteriespeicher und Ladestationen für Elektrofahrzeuge an, unter dem eigenen Motto "Alles aus einer Hand". Wie detailliert die Firma dabei vorgeht, zeigt ihre eigene Checkliste für eine Photovoltaik-Offertanfrage: Sie fragt unter anderem nach der Dachart, nach Fotos oder Plänen, nach gewünschter kWp-Leistung, nach Aufdach- oder Indachsystem, nach Modulfarbe ("schwarzer Rahmen mit weisser Folie oder komplett schwarz"), nach permanenter Arbeitssicherheit, Schneefang, batteriefähigem Wechselrichter, Batteriespeicher, Ladestation, Elektroinstallation und Notstromfunktion. Zur Kombination von bestehender Photovoltaik mit einem nachträglichen Batteriespeicher schreibt die Firma: "Sie benötigen auf jeden Fall einen batteriefähigen Wechselrichter. Dennoch muss dies systembedingt geprüft werden." Auch Fassaden lassen sich laut Website mit Modulen belegen: "Ja, auch für Fassaden gibt es verschiedene Möglichkeiten, Photovoltaikmodule zu installieren."
Lehrstellen mit vier konkreten Berufsbildern
Die Firma bildet nach eigener Aussage seit langem Lernende aus. Die Lehrstellenseite nennt vier Berufsbilder: "Kauffrau/Kaufmann EBA oder EFZ" für administrative Aufgaben in Buchhaltung, Personalwesen und Marketing, "Solarmonteur/in EBA oder EFZ" für Installation und Wartung von Solaranlagen, "Logistiker/in EBA oder EFZ" für Warenlagerung und -transport sowie ein "Praktikum im Solarbereich" für einen ersten Einblick in Montage und Wartung. Eine eigene Lehrstelle für Wärmepumpen- oder Heizungsinstallation wird nicht separat aufgeführt; die einschlägige Ausbildung läuft über die Solarmonteur-Lehre.
Öffnungszeiten und Erreichbarkeit
Für den persönlichen Kontakt nennt die Website feste Bürozeiten: Montag bis Freitag von 07:30 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 17:00 Uhr, mit dem Hinweis, dass eine Gebäudebesichtigung oder Beratung "gerne mit Anmeldung" stattfindet. Als allgemeine FAQ zur aktuellen Marktlage hält die Firma fest: "Aufgrund der globalen Ereignisse kommt es nach wie vor zu unterschiedlich langen Lieferzeiten. Wir versuchen dieser Situation mit gezieltem und frühzeitigem Einkauf entgegenzuwirken", eine Aussage, die eher die Photovoltaik- als die Wärmepumpensparte betreffen dürfte, von der Website aber nicht nach Produktgruppe unterschieden wird.
Zu ihrem eigenen Selbstverständnis schreibt die Firma: "In unserem unternehmerischen Selbstverständnis stehen die Themen Umweltschutz, Energieversorgung sowie ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit an oberster Stelle und bestimmen sowohl unser Tätigkeitsgebiet als auch die von uns angebotenen Dienstleistungen."
Wer im St. Galler Rheintal einen alteingesessenen Betrieb sucht, dessen Geschichte von der ersten Solarpionierstunde 1983 bis zu mehreren prämierten eigenen Gebäuden reicht, findet mit der Heizplan AG einen Anbieter, dessen öffentlich sichtbare Auszeichnungen fast ausschliesslich der Solarsparte gelten, der Luft-Wasser- und Erdsonden-Wärmepumpen aber als eigenständige Leistungssäule neben Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladestationen führt und dabei ausdrücklich als Generalvertreter mehrerer Hersteller statt mit einer eigenen Marke auftritt.