Ivo Fässler AG

Kaustrasse 9, 9050 Appenzell · seit 1962

Zum Bewerten auf einen Stern tippen

Die Geschichte der Ivo Fässler AG beginnt weit vor der Heizungsbranche: "Der Urgrossvater der heutigen Geschäftsinhaber gründete im Februar 1904 in Appenzell die 'Flaschnerei' (Spenglerei) Oskar Fässler." Unter der Leitung des Sohnes, ebenfalls Oskar Fässler, kam das Sanitärgeschäft dazu. Erst 1962 wird die Firma zum Heizungsbetrieb: In jenem Jahr "stiegen dessen Söhne Oskar und Ivo Fässler in die Firma mit ein", übernahmen im selben Jahr einen Installationsbetrieb in Teufen als zweiten Standort und erweiterten "im Zuge dessen das Leistungsangebot um Heizungsinstallationen". Bis 1973 firmierte der Betrieb als "Oskar Fässler und Söhne", bevor er sich in zwei selbständige Firmen in Teufen und Appenzell aufteilte.

Zwei Ivo Fässler in der Firmengeschichte

Der Appenzeller Zweig "firmiert bis heute unter dem Namen 'Ivo Fässler AG'" und stand nach der Aufteilung 1973 laut Website unter der Geschäftsleitung von "Ivo und Elisabeth Fässler-Inauen". Seit 1966 ist die Firma an der heutigen Adresse an der Kaustrasse ansässig. 1993 "stiegen die heutigen Geschäftsleiter Ivo und Stefan Fässler in die Firma mit ein"; die aktuelle Team-Seite nennt sie namentlich als "Ivo Fässler-Lang" und "Stefan Fässler-Sutter", beide mit dem Titel Geschäftsleitung/Inhaber. Die Website klärt nicht, ob der 1973 genannte Ivo Fässler-Inauen und der seit 1993 amtierende, heute als Ivo Fässler-Lang geführte Mitinhaber dieselbe Person mit zwischenzeitlich geändertem Ehenamen sind oder zwei verschiedene Personen gleichen Vornamens in dieser mehrgenerationigen Familie; dieser Punkt wird hier als offene Frage der Website selbst vermerkt, nicht stillschweigend aufgelöst.

Ein Betrieb mit 13 Mitarbeitenden und eigener Lehrlingstradition

Nach eigenen Angaben ist "die Ivo Fässler AG heute ein Betrieb mit insgesamt 13 Mitarbeitenden." Zur Ausbildung schreibt die Firma: "Die Ausbildung von Berufsnachwuchs in den Sparten Spenglerei, Sanitär und Heizung war und ist der Ivo Fässler AG immer ein grosses Anliegen. Seit Mitte der 60er-Jahre wurden 50 Lehrlinge erfolgreich ausgebildet." Die Team-Seite listet die Mitarbeitenden nach Abteilung: Im Sanitär-/Heizungsteam arbeiten Fabio Fässler (Heizungsmeister), Afrim Fejzi, Henry Klein, Etienne Fässler, Yves Breitenmoser und Steven Bäggli (alle Installateur) sowie Gian Dörig (Sanitärinstallateur EFZ in Ausbildung). Im Spengler-/Lüftungsteam stehen Robert Schiegg (Spenglerpolier/Leiter Spenglerei) und, ein zweites Mal genannt, Etienne Fässler, hier als Bauspengler geführt; die Website erklärt nicht, ob es sich um dieselbe Person mit zwei Funktionen oder um zwei verschiedene Personen namens Etienne Fässler handelt. Administration und Logistik übernehmen Lisa Fässler-Lang und Antonia Fässler.

Heizung seit 1962, mit klarem Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien

Zur eigenen Heizungssparte schreibt die Firma: "Seit 1962 bieten wir Heizsysteme an und verfügen damit über eine langjährige und grosse Erfahrung. Früh haben wir auch Systeme mit erneuerbaren Energieträgern angeboten und betreuen Sie auch diesbezüglich kompetent. Dies gilt besonders für den Wärmepumpenbereich und thermische Solaranlagen." Zur Wärmepumpe im Allgemeinen erklärt die Website: "Mit einer Wärmepumpe können Sie die kostenlose Umweltenergie aus der Erde, der Luft oder dem Wasser nutzen, um Heiz- oder Kühlleistungen zu erhalten." Konkret zum Ablauf: "Wir beraten Sie zu den verschiedenen Arten von Wärmepumpen, beantragen für Sie beim Kanton den Förderbeitrag und installieren bei Ihnen das gewünschte System. Im Falle einer Erdsonden-Wärmepumpe organisieren wir für Sie auch die Bohrung." Die Website nennt damit einen konkreten Ablauf, bei dem die Firma selbst die kantonale Förderbeitrags-Antragstellung übernimmt (der Förderbeitrag selbst steht grundsätzlich jedem Antragsteller zu und ist keine firmenspezifische Leistung, die Übernahme der Antragstellung als Dienstleistung hingegen schon); die Bohrung bei einer Erdsonden-Anlage wird nach eigener Aussage "organisiert", was auf einen externen Bohrpartner hindeutet, den die Website nicht namentlich nennt.

Als Alternativen führt die Website Holzheizungen auf, "auf drei Arten befeuert: mit Stückholz, Schnitzeln oder Pellets", sowie Öl- und Gasheizungen, zu denen die Firma selbst festhält, ihr Einsatz sei "vor dem Hintergrund der neuen Energiegesetzgebung nicht mehr zu empfehlen bzw. zwingend mit einem auf erneuerbarer Energie basierenden Heizsystem zu kombinieren." Für die Warmwassererzeugung ergänzend nennt die Seite thermische Solaranlagen. Für den Ersatz eines defekten Boilers bietet die Firma einen Wärmepumpenboiler an: "Dieser entzieht der Umgebungsluft die Wärme. Alternativ kann die Luft durch einen Kanal aus dem Freien angesaugt und die ausgekühlte Luft wieder nach aussen geführt werden." Für die Wärmeverteilung im Gebäude bietet die Firma "Fussbodenheizungen, Radiatoren und Deckenheizungen an, je kombiniert mit passenden Raumthermostaten oder Thermostatventilen."

Sanitär als zweite Kernsparte neben der Heizung

Neben der Heizung führt die Firma die Sanitärinstallation, die schon der Grossvater-Generation ins Angebot aufnahm, als eigenen Geschäftsbereich. Zur Wasserversorgung schreibt die Website: "Für Ihre Trinkwasser- und Abwasserleitungen verwenden wir die neusten, gesundheitlich unbedenklichen Materialien." Neben Neubauten bietet die Firma "eine umfassende Dienstleistung für Sanierungen, von der Beratung über die Planung bis zur Fertigung", ausdrücklich auch für den Ersatz "alter Stahl- und Kupferleitungen". Für besondere Wünsche bei der Wasseraufbereitung nennt die Website konkret vier Varianten: "eine spezielle Lösung mit einer Regenwassernutzungsanlage, Enthärtungsanlage, UV-Entkeimung oder Granderwasser". Bei Bad und WC verweist die Firma auf einen Wandel vom "rein funktionellen Raum hin zu einer Oase der Erholung" und bietet dazu unter anderem Dusch-WCs "für schonende und gründliche WC-Hygiene" an; bei Küche und Waschküche liefert und installiert sie laut eigener Aussage Armaturen und Geräte "vom Waschtrog über Waschmaschine und Tumbler bis zum Secomaten".

Spenglerei und Blitzschutz als zweites Standbein

Neben Sanitär und Heizung bleibt die Spenglerei, aus der die Firma 1904 hervorging, ein eigener Geschäftsbereich. Die Website listet klassische Spenglerarbeiten wie Dachrinnen und Ablaufrohre, Spenglerbleche für Flach- und Steildächer, Kamineinfassungen und Bekleidungen von Dachgauben, dazu Fassadenbekleidungen und eigens gefertigte Fensterzargen sowie ganze Metalldächer. Als verarbeitete Materialien nennt die Firma "Kupfer, Zink, verzinktes Stahlblech, Titan, Chromstahl, Aluminium, beschichtete und lackierte Bleche in verschiedenen Farben." Ergänzend bietet sie Blitzschutzanlagen an, die sie "für jegliche Arten und Grössen von Gebäuden" plant, installiert und kontrolliert.

Lüftung mit konkretem Wirkungsgrad

Im Lüftungsbereich unterscheidet die Firma zentrale und dezentrale Anlagen. Zur zentralen kontrollierten Wohnungslüftung schreibt sie: "Der verbrauchten Luft wird mit einem Wärmetauscher die Wärme entzogen und damit die angesaugte Frischluft aufgeheizt; Wirkungsgrad 80-85%." Das ist die einzige technische Kennzahl, die die Website zu einem konkreten System nennt; sie wird hier unverändert im von der Firma selbst verwendeten Bereich wiedergegeben. Dezentrale Anlagen kommen laut Website "dann zum Einsatz, wenn die Lüftung nur für einzelne Räume notwendig ist, hauptsächlich in Bad und Küche."

Wer im Kanton Appenzell Innerrhoden einen alteingesessenen Betrieb sucht, der Wärmepumpe, Holz- und übergangsweise noch fossile Heizung im gleichen Haus wie Spenglerei und Blitzschutz anbietet, findet mit der Ivo Fässler AG einen Betrieb, dessen Wurzeln bis in die 1904 gegründete Flaschnerei des Urgrossvaters zurückreichen und der seit 1962 durchgehend Heizsysteme anbietet, mit einer eigenen, bezifferten Ausbildungstradition (50 Lehrlinge seit Mitte der 60er-Jahre). Zu Preisen oder konkreten JAZ- oder COP-Werten für Wärmepumpenanlagen äussert sich die Website nicht; wer das wissen will, muss das im Beratungsgespräch klären, das die Firma für jede der genannten Heizsystem-Kategorien ausdrücklich anbietet.

Mehr aus St. Gallen und Appenzell

Alle ansehen