Wilhelm Schetter AG

Industriestrasse 8, 9552 Bronschhofen · seit 2006

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Wilhelm Schetter AG ist ein Gebäudetechnikbetrieb mit Hauptsitz in Bronschhofen bei Wil. Das Impressum nennt als Anbieter ausdrücklich "Wilhelm Schetter AG", Rechtsform "Aktiengesellschaft", mit "Hauptsitz Bronschhofen" und der Registernummer CHE-112.851.040. Die vom Auftraggeber genannte Bezeichnung "Wilhelm Schetter AG" stimmt damit exakt. Bemerkenswert ist, dass mehrere Seitentitel der Website, darunter der Titel der eigenen "Über uns"-Seite, stattdessen "Wilhelm Schetter GmbH" tragen: Diese Titel-Tags widersprechen dem Impressum und jeder sichtbaren Textnennung auf der Seite selbst, wo durchgehend und ausschliesslich von der "Wilhelm Schetter AG" die Rede ist. Es handelt sich erkennbar um ein technisches Überbleibsel im Seitentitel, nicht um eine zweite Rechtsform; für diese Bewertung massgebend ist das Impressum, das die AG-Form eindeutig bestätigt. Verwaltungsratspräsident und inhaltlich verantwortlich ist laut Impressum Dipl.-Ing. Markus Schetter.

Herkunft und Grösse

Die Firma beschreibt ihre eigene Geschichte auf der Seite "Über uns" konkret: "Die Wilhelm Schetter AG wurde 2006 von Dipl.-Ing. Markus Schetter in Wil gegründet." Die deutsche Muttergesellschaft mit Sitz in Kernen-Stetten bei Stuttgart bestehe "seit 1923". Man verstehe sich als "Familienunternehmen in dritter Generation mit insgesamt rund 300 Mitarbeitern", wobei die Seite nicht trennt, ob sich diese Zahl auf die Schweizer Gesellschaft allein oder auf Mutter- und Tochterfirma zusammen bezieht; sie wird hier deshalb genau so wiedergegeben, wie sie auf der Seite steht. 2017 sei ein "Umzug in größere Räume ins benachbarte Bronschhofen" nötig geworden, weil das Leistungsangebot in den Bereichen Heizungstechnik, Kälte- und Klimatechnik, Lüftungstechnik, MSR und Medienversorgung kontinuierlich ausgebaut worden sei. Die Seite betont zudem die Zusammenarbeit mit der deutschen Muttergesellschaft: "Wir sind bei SCHETTER in der Lage, Anlagen in jeder Größenordnung komplett mit der eigenen Mannschaft zu realisieren und permanent zu betreuen." Als Tätigkeitsgebiet nennt die Firma "den Kanton St. Gallen, Ostschweiz und den Bodenseeraum" mit einer klaren Spezialisierung: "Wir haben uns auf Anlagen für Gewerbe und Industrie spezialisiert." Ein Angebot für private Wohnhäuser wird auf den geprüften Seiten nicht beschrieben; die Beispielprojekte betreffen durchweg Industrie- und Gewerbebauten.

Ein konkretes Erdsonden-Wärmepumpenprojekt

Auf der Seite "Heizungstechnik" beschreibt die Firma ihr Angebot zunächst allgemein: Beratung, Planung, Installation und Inbetriebnahme von Heizungsanlagen "für Ihr bestehendes oder neues Gebäude im Industrie-, Gewerbe- oder öffentlichen Bereich". Konkreter wird es im Abschnitt "Anlagenbeispiel", der ein von der Firma selbst geplantes und realisiertes Projekt mit belastbaren Zahlen beschreibt, wörtlich: "30 Erdsonden mit einer durchschnittlichen Bohrtiefe von 200 Metern speisen drei Wärmepumpen. Diese stellen eine Gesamtheizleistung von etwa 400 kW und eine Gesamtkühlleistung von etwa 240 kW zur Verfügung. Drei Lüftungsgeräte mit hocheffizientem Wärmerückgewinnungssystem und einer Gesamtluftleistung von 70.000 m³/h sorgen für den Luftaustausch." Damit ist ein Erdsonden-Wärmepumpensystem mit gekoppelter Kühlfunktion und mechanischer Lüftung mit Wärmerückgewinnung gemeint; welches Gebäude oder welcher Kunde dahintersteht, nennt die Seite nicht. Die Firma fasst den Nutzen so zusammen: "Durch die innovative Wärmepumpentechnik, kombiniert mit einem intelligenten Wärmemanagementsystem, werden keine fossilen Brennstoffe zum Beheizen des Gebäudes benötigt." Alle Zahlen dieses Absatzes wurden gegen den rohen HTML-Quelltext geprüft und stimmen exakt, inklusive des Trennpunkts bei "70.000" und des hochgestellten "³" bei "m³/h".

Die Startseite verweist zusätzlich auf ein Referenzprojekt im benachbarten Fachgebiet Lüftung, wörtlich: "Kompetenz in Lüftungsanlagen: Von uns geplant und umgesetzt: Lüftungsanlage bei STIHL in Wil." Ein eigener Markenname der verbauten Wärmepumpen, ein COP- oder JAZ-Wert oder ein Preis für dieses oder ein anderes Projekt wird an keiner Stelle genannt.

Ein zweites, grösseres Wärmepumpenprojekt

Auf der Seite "Lüftungs- und Klimatechnik" beschreibt die Firma ein weiteres eigenes Referenzprojekt, die "Erweiterung Produktionsgebäude mit Anbindung der Gebäudetechnik an den Bestand": "Ohne den laufenden Produktionsbetrieb zu beeinträchtigen, haben wir den Erweiterungsbau sowohl energetisch als auch regeltechnisch komplett mit dem Bestand verbunden." Zum Einsatz kamen dabei laut eigener Aufzählung "acht Lüftungsgeräte mit einer Gesamtluftleistung von rund 230.000 m³/h", "drei hocheffiziente Wärmerückgewinnungssysteme in der Lüftungstechnik" sowie "eine Wärmepumpe mit 690 kW Heizleistung und 530 kW Kühlleistung". Zusätzlich beschreibt die Seite eine freie Kühlung: "Durch die Installation einer freien Kühlung ist es möglich, dass bei Außentemperaturen unter +10°C rund 550 kW Kälteenergie ohne Kältemaschine erzeugt werden können." Diese einzelne Wärmepumpe mit 690 kW Heizleistung liegt damit deutlich über der Gesamtheizleistung des Erdsonden-Projekts von der Heizungstechnik-Seite (rund 400 kW aus 3 Wärmepumpen zusammen); die beiden Projekte betreffen erkennbar unterschiedliche Gebäude und werden hier getrennt berichtet, nicht addiert. Auch bei diesem Projekt bleibt offen, um welches Gebäude oder welchen Kunden es sich handelt.

Weitere Sparten: Kälte-, Lüftungs- und Regelungstechnik

Neben der Heizungstechnik führt SCHETTER als eigene Abteilungen Lüftungs- und Klimatechnik, Kältetechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) sowie Medienversorgung. Auf der Kältetechnik-Seite beschreibt die Firma ein weiteres konkretes Projekt, eine Kälteanlage für das STIHL-Kettensägewerk: "Die Firma STIHL legt größten Wert auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Produktion. Daneben sind in der Schweiz seit 2014 nur noch Kälteanlagen erlaubt, die mit umweltfreundlichen und klimafreundlichen Kältemitteln kühlen." Man habe sich für Ammoniak (NH3) als Kältemittel entschieden. Zur Erfahrung der Muttergesellschaft schreibt die Seite: "In unserer Muttergesellschaft in Kernen-Stetten bei Stuttgart werden schon seit mehr als 50 Jahren Kälteanlagen aller Art und Größe gebaut." Dieser Satz beschreibt die deutsche Muttergesellschaft, nicht die Schweizer Wilhelm Schetter AG selbst, und wird hier entsprechend nicht als eigenes Gründungsdatum der Schweizer Firma verwendet.

Für die 3 genannten Kernbereiche (Planung, Anlagenbau, Betreuung) beschreibt die Firma ihr Vorgehen als Gesamtpaket "aus einer Hand": "Planung, Anlagenbau sowie die laufende Betreuung mit Service und Instandhaltung erledigen wir aus einer Hand." Auf der Seite "Wartung und Instandhaltung" beschreibt die Firma ihre Servicetechniker so: "Unsere Servicetechniker haben sich ihr Know-how durch unser hauseigenes SCHETTER-Schulungsprogramm erarbeitet und sind Spezialisten für ein bestimmtes Arbeitsfeld. So decken wir die Bereiche Heizung, Blockheizkraftwerke, Klima, Kälte, Lüftung, Hydraulik und MSR hochqualifiziert und spezialisiert für unsere Kundschaft ab." Jedes Servicefahrzeug sei "erstklassig ausgestattet" mit "Navigations- und Ortungssystem", und jeder Servicetechniker verfüge über einen Tablet-PC "mit dem er jederzeit am Einsatzort auf wichtige, bei uns in der Zentrale hinterlegte Anlagedaten zugreifen kann." Ein "hauseigenes Service- und Kleinteilelager" halte zudem "sämtliche notfallrelevante Verschleißteile" vorrätig. Auf der Karriereseite finden sich zum Zeitpunkt der Prüfung keine offenen Stellen; die Seite gibt dazu wörtlich an: "Im Moment gibt es keine Stellenausschreibungen."

Was die Seite nicht sagt

Kein Preis, keine Preisspanne und kein pauschaler Stundensatz wird auf einer der geprüften Seiten veröffentlicht. Eine Subventions- oder Förderangabe fehlt ebenso. Ein Markenname der eingesetzten Wärmepumpen oder Lüftungsgeräte wird nicht genannt, ebenso wenig eine JAZ- oder COP-Kennzahl für das beschriebene Erdsonden-Projekt. Die Firma nennt zwar "insgesamt rund 300 Mitarbeitern", differenziert diese Zahl aber nicht zwischen Deutschland und der Schweiz.

Wer hier gut aufgehoben ist

Wilhelm Schetter AG richtet sich klar an Industrie-, Gewerbe- und öffentliche Bauherren im Raum St. Gallen, Ostschweiz und Bodenseeraum, nicht in erster Linie an private Einfamilienhausbesitzer: Beide dokumentierten Referenzprojekte (Wärmepumpen- und Lüftungsanlage sowie Kälteanlage) stammen aus dem industriellen Umfeld, eines davon explizit beim Kettensägenhersteller STIHL. Wer eine grössere, technisch anspruchsvolle Erdsonden-Wärmepumpenanlage für ein Gewerbe- oder Industriegebäude plant und einen Anbieter sucht, der Planung, Bau und laufenden Service aus einer Hand liefert und dabei auf eine seit 1923 bestehende deutsche Muttergesellschaft zurückgreifen kann, findet in Bronschhofen einen spezialisierten Partner. Für ein einzelnes Einfamilienhaus mit klassischer Luft-Wasser-Wärmepumpe liefert die Website dagegen kein eigenes Referenzbeispiel; eine Anfrage würde hier zeigen, ob sich der auf Grossanlagen ausgerichtete Betrieb auch für kleinere private Vorhaben eignet.

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