Scherrer & Partner Haus- und Energietechnik GmbH
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Der Bundle-Name "Scherrer & Partner Haus- und Energietechnik" lässt die Rechtsform aus. Impressum und Kontaktseite nennen durchgehend die vollständige Firma "scherrer & partner Haus- und Energietechnik GmbH". Der Titel dieses Eintrags übernimmt die volle Bezeichnung mit GmbH.
Was es ist
Scherrer & Partner ist kein Installationsbetrieb, sondern ein Ingenieur- und Planungsbüro für Heizung, Lüftung, Klima und Kälte (HLKK), ansässig an der Kanonengasse 23 in Basel. Die Startseite datiert den Betrieb auf "seit 2007", die Über-uns-Seite bestätigt dasselbe Jahr. Bei der Teamgrösse widersprechen sich die beiden Seiten: Die Startseite schreibt "seit 2007 sind wir mit 8 bis 10 Mitarbeitenden" tätig, die Über-uns-Seite dagegen "seit 2007 befinden sich unsere Büros mit aktuell 15 Mitarbeitenden" an derselben Adresse. Beide Zahlen stehen wörtlich so auf der Website, hier wird der Widerspruch berichtet statt eine der beiden Angaben als richtig auszuwählen. Die Über-uns-Seite beziffert zudem den Jahresumsatz auf "insgesamt bei etwa 2,5 bis 3 Millionen Schweizer Franken" und nennt als Kundenstamm "hauptsächlich" Unternehmen aus der Region Basel, darunter ausdrücklich "grosse Konzerne wie Novartis, Roche, BASF und Syngenta" sowie öffentliche Institutionen und Architekturbüros.
Was man bekommt
Die Website gliedert das Angebot in 3 Blöcke. Unter "Unsere Expertise" stehen Lüftungs- und Klimaanlagensysteme für Büro-, Industrie- und Gewerbebauten, Hotels, Restaurants und EDV-Anlagen, dazu Lüftungs- und Klimaanlagen speziell für Laboratorien, Reinraumanlagen mit Neben- und Hilfsbetrieben, Klimaanlagen für Tierzucht und Tierhaltung, Entfeuchtungs- und Trocknungsanlagen sowie die Qualifizierung von Lüftungs- und Klimaanlagen. Unter "Dienstleistungen" folgen RI-Schemata und MSRE-Konzepte, Projektpläne (DQ-Pläne), Ausführungs- und Revisionspläne in CAD, Venturis und Nova, Ex-Zonen- und Brandschutzpläne sowie IQ- und OQ-Testpläne nach kundenspezifischen SOPs. Unter "Controlling" nennt die Seite Projektkosten-Controlling, Qualitäts-Controlling, Terminüberwachung und Leistungsüberprüfungen. Dazu kommt Bauherrenvertretung und Projektleitung im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Für Bestandsbauten bietet die Firma eine Optimierung der bestehenden Gebäudetechnik an mit dem wörtlichen Versprechen: "Die Einsparungen, die Sie erzielen, decken unsere Optimierungskosten innerhalb eines Jahres garantiert!" Diese Garantie steht so auf der Website, ohne dass eine Zahl zur Höhe der Einsparung oder der Optimierungskosten genannt wird.
Die Projektbeispiele sind ungewöhnlich konkret und mit Kundennamen versehen. Für Lonza wurden im Rahmen eines Laborumbaus im Stücki-Park Basel die HLKK-Anlagen über die SIA-Phasen 31 bis 53 geplant. Im selben Park entstand zudem eine allgemeinere Planung für Laborgebäude, Bürogebäude und Einstellhallen, über die SIA-Phasen 31 bis 41. In einer nicht namentlich genannten Forschungseinrichtung übernahm die Firma die SIA-Planungsphasen 31 bis 53 und hebt als besondere Herausforderung die Arbeit am Lüftungssystem im Novartis Cryo-EM-Zentrum hervor, wo Anforderungen an Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Partikelfreiheit für die kryogene Elektronenmikroskopie einzuhalten waren. Für ein Forschungs- und Entwicklungslabor von Skyepharma sowie für ein Universitäts-Laborgebäude erfolgte die Planung ebenfalls über die SIA-Phasen 31 bis 53. Am neuen Standort der Reproduktionsmedizin und gynäkologischen Endokrinologie (RME) der Frauenklinik Basel plante und realisierte die Firma die HLKK-Anlagen, wiederum über die SIA-Phasen 31 bis 53. Im Schulungs- und Konferenzzentrum Buonas erneuerte sie die Kälteerzeugung mit Umstellung auf natürliche Kältemittel. Für ein Forschungs- und Entwicklungszentrum mit Reinräumen der Klasse E-B übernahm sie die verantwortliche TGA-Leitung bis zur Zulassung des Gebäudes durch Swissmedic, dazu die Inbetriebsetzung der HLKK- sowie Mess- und Steuertechnik für ein separates Biotechnologie-Produktionsgebäude.
Im Gastrobereich hat die Firma sowohl Projekt- als auch laufende Mandate: Für das Restaurant Noohn in Basel plante sie den HLKK-Einbau über die SIA-Phasen 31 bis 53, für die Restaurants Casanova und ONO führt sie je ein ständiges Beratungsmandat für Betrieb und Unterhalt (SIA-Phasen 61 und 62). Im Kulturbereich klimatisierte sie die Ausstellungshalle des Tinguely Museums Basel (Medien Lüftung, Kälte, Wärme und Dampf, mit neu geführten Leitungen von der Wärmezentrale zur Lüftungszentrale) und plante Heizung und Lüftung für den Umbau des ehemaligen Rossstalls der Kaserne Basel, wiederum über die SIA-Phasen 31 bis 53.
Was auffällt
Auf der Jobs-Seite für eine offene Stelle als IngenieurIn oder TechnikerIn HLKK erscheinen unter "Aufgaben" und unter "Wir bieten" dieselben 2 Stichpunkte wortgleich wiederholt ("Erstellen von Energienachweisen und Raumsimulationen" und "Enge Zusammenarbeit mit Kunden, Nutzern und Betreibern"), was nach einem Kopierfehler beim Seitenaufbau aussieht und hier als Beobachtung vermerkt wird, nicht als 2 getrennte Aussagen gewertet. Auf der Seite "Unser Engagement" listet die Firma eigene Sponsoring-Aktivitäten auf, deutlich spezifischer als das bei solchen Seiten sonst üblich ist: Unterstützung der Basler Junioren-Tennisspielerin Leonie Epper (laut Seite Mitglied im U15-Nationalkader von Swiss Tennis), eine Spende an die Gassenküche Basel für deren Weihnachtsfeier, die Förderung eines "Heure bleue"-Konzerts der Swiss Foundation For Young Musicians auf dem Petersplatz, Unterstützung der Juniorenteams des TV Birsfelden und des Tennisclub Reinacherheide, eine Spende an das Zentrum "The Movement" für Tanz und Hip-Hop-Kultur, Unterstützung des Strassenfests "Jungle Street Groove" sowie der Nachwuchsmannschaft der Hornussergesellschaft Tenniken-Liestal. Die Website nennt zudem 2 Partnerfirmen ohne weitere Beschreibung: herrmann & partner Energietechnik GmbH und LKK-Planung GmbH.
Wie es organisiert ist
Rechtsform ist eine GmbH. Das Impressum nennt keine verantwortliche Einzelperson namentlich, die Kontakt-E-Mail auf der Startseite lautet jedoch auf martin.scherrer@scherrerpartner.ch, was auf Martin Scherrer als Ansprechperson hindeutet, ohne dass die Website ihn ausdrücklich als Geschäftsführer bezeichnet. Das Impressum nennt zusätzlich einen externen Gestalter der Website, "Patrick Gloor Vermarktung & Gestaltung", getrennt von der eigentlichen Firma ausgewiesen und hier nicht mit der Firma selbst vermischt. Eine Handelsregisternummer oder UID veröffentlicht die Website an keiner geprüften Stelle. Seit August 2009 bildet die Firma laut Über-uns-Seite Lehrlinge aus, ohne eine Zahl der aktuell Ausgebildeten zu nennen.
Was es kostet
Eine Preisliste veröffentlicht die Website nicht. Einzige belastbare Geldangabe ist der oben genannte Jahresumsatz von 2,5 bis 3 Millionen Franken; zu einzelnen Planungsmandaten oder Stundensätzen findet sich nichts. Kontakt läuft über Telefon (+41/61 273 30 55) oder ein Formular auf der Kontaktseite, das direkt an martin.scherrer@scherrerpartner.ch geht.
Für wen sich das eignet
Wer für ein grösseres Bauprojekt in der Region Basel, besonders im Labor-, Pharma-, Life-Science- oder Gastronomiebereich, eine HLKK-Fachplanung statt einer reinen Installation sucht, findet mit Scherrer & Partner ein Büro mit dokumentierten Referenzen bei Namen wie Lonza, Novartis und Skyepharma sowie laufenden Betriebsmandaten für mehrere Basler Restaurants. Wer ein kleines Ein- oder Zweifamilienhaus mit einer einzelnen Wärmepumpe sucht, findet dazu auf der Website kein passendes Beispiel; sämtliche genannten Projekte liegen im gewerblichen, institutionellen oder Laborbereich. Wer sich an der widersprüchlichen Mitarbeiterzahl (8 bis 10 gegenüber 15) stört, sollte das vor einer Anfrage direkt klären.
Fazit
Scherrer & Partner Haus- und Energietechnik GmbH positioniert sich als HLKK-Planungsbüro mit einer ungewöhnlich langen Liste konkret benannter Projekte, von Lonza und Novartis über Skyepharma bis zur Frauenklinik Basel und dem Tinguely Museum, dazu 3 laufende Restaurantmandate. Die Website widerspricht sich bei der eigenen Mitarbeiterzahl, nennt aber Umsatz, Kundenkreis und Gründungsjahr offen und ohne erkennbare Übertreibung. Für eine private Wärmepumpeninstallation im Wohnbau liefert die Website kein einziges Beispiel, das Profil ist klar auf institutionelle und gewerbliche Bauherren zugeschnitten.