Energie Wasser Bern
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Das Impressum nennt unter "Verantwortlich für den Inhalt der Website" die "Energie Wasser Bern", Monbijoustrasse 11, 3001 Bern, Telefon 031 321 31 11, kundendienst@ewb.ch. Eine UID oder ein Handelsregistereintrag für diese Betreiberin selbst steht auf der Impressumsseite nicht; die dort aufgeführte UID CHE-101.108.971 gehört laut derselben Seite der Talus Informatik AG in Wiler bei Seedorf, die für "Konzept und technische Realisierung ewb.ch" verantwortlich zeichnet, also der Webagentur, nicht der Betreiberin. Der Name im Feld dieses Verzeichnisses, "Ewb", wird auf "Energie Wasser Bern" korrigiert: So nennt sich die Firma selbst im Impressum-Titelblock und im eigenen Fliesstext, etwa als "Energie Wasser Bern (ewb)" auf der Wärmeverbund-Seite; "ewb" ist die Kurzform, kein separater Name.
Was es ist
Energie Wasser Bern ist das städtische Energieversorgungsunternehmen Berns und führt neben Strom, Gas, Wasser und Telecom ein eigenes Geschäftsfeld "Wärme / Kälte" mit Fernwärme, Wärmeverbünden und, für Geschäftskunden, einem separaten "Wärme- und Kälte-Contracting". Auf der Contracting-Seite beschreibt sich die Firma so: "Energie Wasser Bern bietet Ihnen effiziente, wirtschaftliche und nachhaltige Energielösungen aus einer Hand. Wir planen, bauen, finanzieren und betreiben Ihre Anlage für die Wärme- und Kälteversorgung." Damit deckt das Unternehmen sowohl die leitungsgebundene Fernwärme aus der eigenen Energiezentrale als auch das objektbezogene Contracting-Geschäft ab, das Gegenstand dieses Eintrags ist.
Fernwärme aus der Energiezentrale Forsthaus
Die Firma bewirbt ihre Fernwärme mit der Zeile "Wärme aus der Ferne? Ganz im Gegenteil: Unsere Fernwärme kommt aus Bern und bietet ökologisch sinnvolle Energie für vielseitige Einsatzzwecke." Seit 2020 baut Energie Wasser Bern das Fernwärmenetz im Westen von Bern aus; geprüft wird laut eigener Angabe zusätzlich, wie im Nordosten der Stadt fossile durch erneuerbare Heizenergien ersetzt werden können. Als Produktionsstandort nennt die Website ausdrücklich die "Energiezentrale Forsthaus", zu der eigene Ökobilanzdaten veröffentlicht sind, welche die eingesetzten Brennstoffe und ökologischen Merkmale der dort produzierten Wärme erläutern. Verrechnet wird laut Website monatlich, zusammengesetzt aus einem Leistungs- und einem Arbeitstarif; konkrete Frankenbeträge dazu nennt die besuchte Übersichtsseite nicht, nur den Verweis auf eine eigene Tarifseite. Als Erfolgsgeschichte verlinkt dieselbe Seite einen Beitrag unter dem Titel "Dezentrale Wärme- und Stromproduktion: Ein Wohnblock wird zum Selbstversorger", mit dem Hinweis, dass Energie Wasser Bern dort "die dezentrale Wärme- und Stromproduktion" mit einem "innovativen Energieversorgungskonzept" kombiniert; der verlinkte Beitrag selbst wurde für diesen Eintrag nicht geöffnet.
Wärmeverbünde in Planung und Bau
Getrennt von der bestehenden Fernwärme entwickelt Energie Wasser Bern mehrere neue Wärmeverbünde. Am weitesten fortgeschritten ist der "Wärmeverbund Bern-Wabern", den die Firma "mit der Unterstützung der Gemeinde Köniz" umsetzt: Die Sanierung der Seftigenstrasse biete die Gelegenheit, entlang dieser Hauptachse gleich die Wärmeinfrastruktur mitzubauen. Laut eigener Angabe könnten künftig bis zu 5'000 Wohneinheiten mit Wärme versorgt werden, die zu mindestens 80 Prozent erneuerbar ist; als Quelle dient das Verwurfwasser der Pumpstation Schönau, thermisch genutzt, mit den Produktionsanlagen vorgesehen in der bestehenden Heizzentrale der Wohnüberbauung Morillon an der Bondelistrasse. Die operative und finanzielle Verantwortung für den Bau trägt laut Website "Energie Wasser Bern (ewb)", während die Gemeinde Köniz die Rahmenbedingungen schafft. Zwei weitere Projekte befinden sich in einer früheren Phase: Im Matte-Quartier, heute grösstenteils mit Öl und Gas beheizt, prüft die Firma laut eigener Aussage einen grundwasserbasierten Wärmeverbund, wie ihn der Richtplan Energie der Stadt Bern empfiehlt. In Niederwangen untersucht Energie Wasser Bern "in enger Kooperation mit der Gemeinde Köniz die Machbarkeit" eines Verbunds für Teile von Niederwangen und angrenzende Berner Quartiere.
Das Contracting-Angebot für Geschäftskunden
Für Firmen, Areale und Gemeinden bietet Energie Wasser Bern drei unterschiedlich weit gehende Contracting-Modelle an. Beim "Betriebsführungs-Contracting" trägt die Kundschaft die Investitionskosten selbst, während ewb den professionellen Betrieb übernimmt: regelmässige Inspektionen und Wartungen, Reparaturen bei Bedarf, Fernüberwachung und ein Pikett-/Störungsdienst, dazu eine Betriebsdatenanalyse zur Optimierung. Beim "Wärmeverbund"-Modell tritt ewb selbst als Investorin auf und übernimmt Planung, Bau und Betrieb eines Wärme- oder Kälteverbunds für ein Quartier, ein Areal oder eine Gemeinde; die Firma beschreibt ihre eigene Rolle so: Vorverträge oder Absichtserklärungen für den Anschluss erstellen, den Standort der Heizzentrale sichern und schliesslich Wärme- und/oder Kälteliefervertäge direkt mit den Endkundinnen und -kunden abschliessen. Am umfassendsten ist das "Anlagen-Contracting": Hier übernimmt ewb Projektentwicklung, Planung, Finanzierung und Realisierung der Anlage vollständig und sorgt laut eigener Aussage "365 Tage im Jahr und rund um die Uhr" für Betrieb und Unterhalt.
Als Vorteile nennt die Firma für alle drei Modelle sinngemäss: keinen eigenen Planungs- und Bauaufwand, keine Eigeninvestition, planbare Energiekosten ohne unvorhersehbare Zusatzkosten, eine Wertsteigerung der Liegenschaft durch eine erneuerbare Anlage und hohe Versorgungssicherheit dank Fernüberwachung und 24-Stunden-Pikett. Als mögliche Energiequellen für das Contracting-Geschäft listet die Website Umweltwärme aus Erde, Luft oder Wasser, Holz als Pellets oder Schnitzel, Abwärme etwa von Rechenzentren, Fernwärme und Biogas. Zielgruppe sind laut eigener Angabe Anwendungen "für einen Leistungsbedarf ab 150 kW", konkret Komfortwärme und Klimakälte; kleinere Objekte adressiert dieses Angebot damit ausdrücklich nicht. Als Referenz zeigt die Seite mehrfach eine Bildunterschrift "Power für den BäreTower", ohne diesen Bezug im begleitenden Fliesstext weiter zu erläutern; er wird hier deshalb nur als genannte, nicht weiter beschriebene Referenz aufgeführt.
Kontakt
Für Fragen nennt die Website durchgehend die Hotline +41 31 321 31 11, identisch mit der Telefonnummer 031 321 31 11 im Impressum. Die auf der Fernwärme-Seite als Kontakt-E-Mail gedachte Adresse erschien in der ausgewerteten Fassung als zerstückeltes Textfragment ("k nd nd nst wb ch") statt als lesbare Adresse; das ist ein Extraktionsartefakt einer clientseitig verschleierten E-Mail-Adresse und keine echte Schreibweise der Firma, weshalb hier stattdessen die im Impressum lesbare Adresse kundendienst@ewb.ch verwendet wird.
Für wen es passt
Grundeigentümerinnen und -eigentümer entlang der Seftigenstrasse in Bern-Wabern oder in den beiden Prüfgebieten Matte und Niederwangen können sich schon jetzt über den geplanten Wärmeverbund informieren, auch wenn zwei der drei Projekte noch in der Machbarkeitsphase stecken. Geschäftskunden mit einem Leistungsbedarf ab 150 kW, die weder eine eigene Anlage planen noch finanzieren wollen, finden mit dem Anlagen-Contracting das umfassendste der drei Modelle, mit dem Betriebsführungs-Contracting eine Variante für bereits finanzierte Anlagen, und mit dem Wärmeverbund-Modell einen Weg, ewb als Investorin für ein ganzes Quartier oder Areal zu gewinnen. Konkrete Tarife für Fernwärme oder Contracting nennt keine der ausgewerteten Seiten; wer sie kennen will, muss die verlinkten Tarif- beziehungsweise Kontaktseiten separat aufrufen. Wer sich zusätzlich ein Bild davon machen will, wie ewb dezentrale Energiekonzepte in bestehenden Liegenschaften umsetzt, findet auf der Fernwärme-Seite einen Verweis auf die Erfolgsgeschichte eines Wohnblocks, der laut Titel "zum Selbstversorger" wurde, auch wenn die Details dieses konkreten Projekts hier nicht weiter ausgewertet wurden.