IWB Industrielle Werke Basel

Margarethenstrasse 40, 4002 Basel

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Der Name im Feld dieses Verzeichnisses, "IWB", wird auf "IWB Industrielle Werke Basel" ergänzt: So nennt sich die Firma im Impressum-Titelblock. Dort steht auch, selten für diese Kategorie, eine UID: CHE-108.955.038, unter der Adresse Margarethenstr 40, CH-4002 Basel, Telefon 061 275 51 11, info@iwb.ch. "IWB" ist die auf der ganzen Website durchgehend verwendete Kurzform.

Was es ist

IWB Industrielle Werke Basel versorgt die Region Basel mit Strom, Gas, Wasser, Telekom und, für dieses Verzeichnis relevant, Wärme, mit eigenen Angebotslinien für Private, Gewerbe, Industrie sowie Areal- und Stadtentwicklung. Beim Wärmegeschäft führt IWB mehrere unterschiedlich strukturierte Produkte nebeneinander, die dieser Eintrag getrennt einordnet: einen echten Wärmeverbund, bei dem IWB Heizzentrale und Leitungsnetz besitzt und betreibt und Wärme laufend liefert, sowie zwei weitere, anders aufgebaute Angebote, ein Heizungs-Abo und eine befristete Mietlösung, deren Eigentumsverhältnisse die Website nicht in jedem Punkt klärt.

Der Wärmeverbund: IWB baut, finanziert und betreibt die Heizzentrale

IWB beschreibt den Wärmeverbund so: "IWB plant diverse Wärmeverbünde in der Schweiz. Ziel ist es, möglichst viele Liegenschaften aus einer Heizzentrale mit klimafreundlicher Wärme zu versorgen." Das Prinzip: "In der Heizzentrale wird durch das Verbrennen von Holz Wärme erzeugt, die Wasser erhitzt. Dieses heisse Wasser fliesst durch ein unterirdisches Leitungssystem zu den angeschlossenen Gebäuden. Dort gibt es seine Wärme zum Heizen und für die Warmwasseraufbereitung ab." Als eigene Rolle nennt IWB ausdrücklich "Tiefe Investitions- und Wartungskosten, plus Fördergelder" für die Kundschaft, während "IWB übernimmt Betrieb, Wartung und Versorgung" der Anlage. Drei Projekte listet die Website namentlich mit Stand der Entwicklung: Der "Wärmeverbund Frick" hat laut eigener Aussage seine Wärmezentrale "bereits kurz vor der Inbetriebnahme", das Leitungsnetz sei "in mehreren Strassen ausgebaut". Für den "Wärmeverbund Reinach (BL)" plant IWB eine mit regionalen Waldhackschnitzeln betriebene Anlage um Reinach Süd; die benötigte Holzmenge sei "bereits vertraglich gesichert" und stamme "aus einem Umkreis von durchschnittlich 25 Kilometern um die Heizzentrale". Der "Wärmeverbund Hagmatt (Olten/Trimbach)" entsteht laut Website gemeinsam mit der Solothurner Energieversorgerin a.en; Herzstück ist eine neue, mit einer Grundwasser-Wärmepumpe betriebene Heizzentrale im ehemaligen Trinkwasserpumpwerk Dellen, mit laut eigener Aussage weit fortgeschrittenen Projektierungsarbeiten. Für Fragen nennt die Seite das IWB Wärme-Team unter +41 61 275 58 00 und waerme@iwb.ch.

Zwei weitere Wärmeprodukte mit anderer Struktur

Neben dem Wärmeverbund führt IWB die "IWB Wärmebox", beworben als "Moderne Wärme im Abo für Mehrfamilienhäuser, Gewerbe und Areale ab 35kW Leistung", mit Wärmepumpe, Pelletheizung oder Fernwärme als wählbarer Energiequelle. Die Leistungen umfassen laut eigener Aussage Beratung, Planung, Installation, Betrieb, Unterhalt sowie "Finanzierung der Heizanlage (optional)". Bezahlt wird ein "vertraglich vereinbarter Grundpreis" aus Installations-, Betriebs-, Unterhalts- und Versicherungskosten plus verbrauchsabhängige Energiekosten, verrechnet vierteljährlich; zu Vertragsbeginn ist "auf die Kosten der Heizungsanlage eine Anzahlung von mindestens 30 Prozent zu bezahlen". Wem am Ende der Vertragslaufzeit die Heizanlage gehört, sagt die besuchte Seite nicht; da die Kundschaft von Beginn an einen Anteil "der Kosten der Heizungsanlage" selbst trägt und die Finanzierung ausdrücklich optional ist, lässt sich aus dem Seitentext allein nicht zweifelsfrei ableiten, ob dies dieselbe Art von Wärmelieferung wie beim Wärmeverbund ist oder eher eine Ratenfinanzierung der Anlage; dieser Eintrag stützt seine Einordnung in die Kategorie deshalb auf den eindeutig beschriebenen Wärmeverbund, nicht auf die Wärmebox.

Ein drittes, klar separates Angebot ist eine befristete Mietlösung für den Zeitraum bis zu einem Fernwärmeanschluss: "Sie mieten einen passenden Heizkessel. IWB übernimmt Betrieb und Wartung und steht rund um die Uhr zur Verfügung." Im Leistungsumfang enthalten sind Heizkessel-Miete, Betrieb und Wartung, Ersatz- und Verschleissteile, Feuerungskontrolle und Kaminfeger, Störungsbehebung, ein 24/7-Pikettdienst sowie Fahrt- und Arbeitszeit. Bei Inbetriebnahme des dauerhaften Fernwärmeanschlusses wird der Mietkessel laut eigener Aussage zurückgebaut, geht also nicht ins Eigentum der Kundschaft über. Die Website nennt eine gestaffelte Preistabelle nach Kesselleistung: Bei 12 kW kostet die Installation CHF 9'200.-, abzüglich kantonaler Beiträge von CHF 8'300.- (Kanton Basel-Stadt, nur bei Ersatz von Gasheizungen), macht laut eigener Rechnung CHF 900.- einmalige Investition; bei 35 kW sind es CHF 12'800.- Installation minus CHF 11'600.- Kantonsbeitrag gleich CHF 1'200.-; bei 50 kW CHF 14'900.- minus CHF 13'300.- gleich CHF 1'600.-; bei 75 kW CHF 17'500.- minus CHF 15'000.- gleich CHF 2'500.-. Diese vier Rechnungen wurden geprüft und stimmen in jeder Spalte exakt. Die monatlichen Kosten starten laut Website bei CHF 126.- und beinhalten "Miete, Betrieb, Wartung und Service inklusive 24/7-Pikettdienst"; ob darin auch der Brennstoff selbst enthalten ist, sagt die Seite nicht ausdrücklich. Den Ablauf beschreibt IWB in drei Schritten: Zuerst wird der Bedarf geklärt (bestehende Heizung muss ersetzt werden, Fernwärme ist noch nicht verfügbar), dann bewilligt das kantonale Amt für Umwelt und Energie den temporären Heizungsersatz und der Installateur koordiniert den Einbau, und sobald die Liegenschaft angeschlossen werden kann, wird der Mietkessel zurückgebaut und die Fernwärme-Übergabestation installiert. Für persönliche Beratung nennt die Seite eigene Infopoints im "IWB CityCenter, Steinenvorstadt 14, 4051 Basel" mit mehreren konkreten Terminen im September und Oktober 2026.

Nicht Teil dieses Eintrags: das PV-Contracting

Unter derselben Marke IWB findet sich zusätzlich ein "IWB Solarstrom Contracting", das die Firma selbst so beschreibt: "Von der Finanzierung und Planung über den Bau bis hin zum Betrieb der Anlage: Wir realisieren Ihre Solarlösung, während Sie von sauberem Strom zu Vorzugskonditionen über die gesamte Vertragslaufzeit profitieren." Das ist strukturell dieselbe Logik wie beim Wärmeverbund, liefert aber Solarstrom statt Wärme; genannte Partner für den Anlagenbau sind laut Website Planeco, Kunz-Solartech und Senero, mit einer Mindestgrösse der Solaranlage von 100 kWp. Weil es Strom statt Wärme verkauft, zählt dieses Produkt nicht zur Kategorie dieses Verzeichnisses und wird hier nur zur Abgrenzung genannt.

Für wen es passt

Gemeinden und Arealentwicklerinnen in Frick, Reinach (BL) oder im Gebiet Hagmatt zwischen Olten und Trimbach, die einen Anschluss an einen der drei namentlich genannten Wärmeverbünde prüfen wollen, erreichen das IWB Wärme-Team direkt unter der genannten Nummer. Eigentümerinnen und Eigentümer eines Mehrfamilienhauses oder Gewerbebaus ab 35 kW Leistung, die eine sorgenfreie Rundum-Lösung ohne eigenen Betrieb suchen, finden mit der Wärmebox ein Abo-Modell, sollten aber vor Vertragsabschluss direkt klären, wie die 30-Prozent-Anzahlung und die Eigentumsfrage am Ende der Laufzeit konkret geregelt sind, da die besuchte Seite dazu schweigt. Wer in Basel-Stadt eine alte Gasheizung ersetzen muss, bevor der eigene Fernwärmeanschluss verfügbar ist, kann die befristete Kesselmiete als Übergangslösung mit kantonalem Kostenbeitrag prüfen. Wer stattdessen eine Solaranlage ohne Eigeninvestition sucht, findet unter derselben Marke ein eigenständiges PV-Contracting, das mit der Wärmeversorgung dieses Eintrags nichts zu tun hat.

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