Franches-Montagnes Energie SA

Rue de l'Avenir 6, 2340 Le Noirmont · seit 2018

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Der Auftrag nannte "Yann Flück SA" als Firma; diese Gesellschaft betreibt aber selbst keine Fernwärme, sondern produziert und liefert Holzschnitzel und wartet Holzheizungen (siehe unten). Das eigentliche Fernwärmegeschäft an dieser Adresse führt eine eigens dafür gegründete Schwestergesellschaft, "Franches-Montagnes Energie SA" (auf der Website unter "F-M Energie SA" verlinkt), der auf yannflucksa.ch eine eigene Unterseite gewidmet ist. Diese Korrektur ist keine Impressums-Korrektur im engeren Sinn, denn die Website führt kein separates Impressum mit Handelsregisternummer; sie beruht auf der eigenen Firmenchronik, die 2017 den Rechtsformwechsel von Yann Flück zur SA und 2018 die "Création de la société Franches-Montagnes Energie SA" als eigenständiges Ereignis nennt. Bei der Adresse widersprechen sich die allgemeine Fusszeile und die F-M-Energie-Unterseite derselben Website leicht: Die Fusszeile nennt für Yann Flück SA "Rue de l'Avenir 6", die F-M-Energie-Seite dagegen für Franches-Montagnes Energie SA "Rue de l'avenue 6a"; beide Angaben werden hier nebeneinander festgehalten, ohne dass sich entscheiden liesse, welche Schreibweise zutrifft.

Eng verwandte Firmen an einer Adresse

Auf einen Blick: Yann Flück SA verkauft den Brennstoff und wartet Heizkessel Dritter; Franches-Montagnes Energie SA besitzt und betreibt die Fernwärmezentralen selbst und verkauft die daraus gelieferte Wärme. Nur Letztere gehört in diese Kategorie.

Yann Flück SA wurde 2008 gegründet und stellt nach eigener Chronik seither Holzschnitzel her: Sie begann mit einer Häckslerin des Typs Jenz 560, baute 2010 die 1. und 2014 die 2. Lagerhalle samt Büro im Noirmont, schaffte 2015 den 1. und 2019 den 2. Transport-Lastwagen an und wechselte die Häckslerin 2011 auf einen Jenz 581 und 2016 auf einen Jenz 583; aktuell nennt die Website eine "déchiqueteuse JENZ Hem 583R" und eine "déchiqueteuse ALBACH Diamant 2000". Im Team nennt die Website Yann als Directeur, Sophie und Isabelle für Sekretariat, Buchhaltung und Administration, Raphaël als Häcksler- und Lastwagenfahrer, Sylvain als Lastwagenfahrer und Luc als Techniker für Holzheizungen. 2017 wandelte sich das Unternehmen in eine SA um, 2018 entstand mit Franches-Montagnes Energie SA die 2. Gesellschaft der Gruppe.

Zur Lagerkapazität nennt die Website für die beiden Hallen im Noirmont ein Gesamtvolumen von 5'500 Kubikmetern, ausreichend, um laufend trockene Schnitzel liefern zu können. Eine weitere Halle mit 6'000 Kubikmetern Volumen steht im Berner Jura, in Court; sie wurde laut Website 2015 von der "bourgeoisie de Court" gebaut, einer traditionellen Bürgergemeinde, und sichert die Versorgung mit trockenen Schnitzeln auch für diesen Teil des Einzugsgebiets.

Was Yann Flück SA selbst verkauft: Brennstoff, keine Wärme

Yann Flück SA selbst verkauft und liefert Holzschnitzel ("plaquettes forestières"), auch an Betreiber von Fernwärmezentralen, an Private mit eigener Holzschnitzelheizung, sowie als Bodenbelag für Spielplätze und als Einstreu für Pferdeausläufe (Paddocks). Die Schnitzel lagern nach eigener Angabe 6 Monate in den firmeneigenen Hallen und erreichen dabei, je nach Bedarf der jeweiligen Heizkessel, einen Feuchtigkeitsgehalt zwischen 25 und 60 Prozent; an anderer Stelle nennt dieselbe Website für dieselben Lagerhallen einen Zielwert von unter 30 Prozent Feuchtigkeit, was mit der Spanne von 25 bis 60 Prozent nicht restlos übereinstimmt und deshalb hier ebenfalls nur nebeneinandergestellt wird. Vor der Auslieferung durchlaufen die Schnitzel zudem ein eigenes Sieb ("crible"), das Holzstaub und zu grobe Stücke vom brauchbaren Produkt trennt. Dazu kommen ein Wartungsservice für Holzheizkessel samt laufender Betreuung der Kesseleinstellung sowie ein Ascheabsaug- und Entsorgungsdienst. Ein Selbstbedienungsstand am eigenen Lagerplatz verkauft Schnitzelsäcke rund um die Uhr, 7 Tage die Woche, gegen Bargeld oder Twint, zum Preis von 5 Franken pro Sack. Das ist ein Brennstoff- und Servicegeschäft für Kundschaft mit eigener Heizanlage, also der Verkauf einer Maschine samt Betriebsstoff, nicht der Verkauf gelieferter Wärme, und deshalb nicht die hier beschriebene Dienstleistung.

Franches-Montagnes Energie SA: gelieferte Wärme statt eigener Heizung

Franches-Montagnes Energie SA wurde laut eigener Beschreibung "dans le but de développer des chauffages à distance dans les Franches-Montagnes" gegründet, also eigens zum Aufbau von Fernwärmenetzen in den Freibergen. Das erste dieser Netze wurde 2018 im Noirmont realisiert: Aus einer zentralen, mit Holzschnitzeln befeuerten Heizzentrale liefert es gleichzeitig Wärme und Warmwasser an mehrere Gebäude, darunter laut Website eine Käserei ("fromagerie"), eine Uhrenmanufaktur ("manufacture horlogère"), Industriegebäude und Wohnhäuser. Ein 2. Netz betreibt die Firma in Saignelégier; für beide Standorte nimmt die Website Anschlussanfragen über ein Online-Formular entgegen, ebenso für individuelle Heizlösungen. Zur Funktionsweise beschreibt die Website eine "centrale de chauffe qui, en brûlant des copeaux de bois, fournit de la chaleur et de l'eau chaude pour le chauffage de divers bâtiment répartis sur une zone de plusieurs centaines de mètre": eine zentrale Heizanlage, die durch Verbrennung von Holzschnitzeln Wärme und Warmwasser für mehrere Gebäude liefert, verteilt über ein Gebiet, das die Website selbst nur vage als "plusieurs centaines de mètre" (mehrere Hundertmeterabschnitte) umschreibt, ohne eine genaue Fläche oder Anzahl angeschlossener Gebäude zu nennen.

Ein Widerspruch in der eigenen Chronik

Die firmeneigene Zeitleiste auf der Seite "Notre Entreprise" datiert die "Création de chauffage à distance" auf 2020, während die F-M-Energie-Seite selbst festhält, das erste Fernwärmenetz sei bereits 2018 im Noirmont realisiert worden. Beide Zahlen stammen von dergleichen Website; da sich nicht entscheiden lässt, ob 2018 der Baubeginn und 2020 die Betriebsaufnahme meint oder schlicht eine der beiden Angaben ein Fehler ist, wird der Widerspruch hier benannt statt aufgelöst.

Was der Anschluss bringt

Für Eigentümerinnen und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern wie Einfamilienhäusern wirbt die Website mit dem Wegfall mehrerer Pflichten, die eine eigene Heizung mit sich bringt: keine Verpflichtung mehr zum Brennstoffkauf, keine Serviceverträge zur Wartung, keine Tankrevisionen und kein Kaminfegerdienst mehr, dazu der Beitrag zum Klimaschutz durch den Bezug sauberer, erneuerbarer Energie. Ob der Anschluss möglich ist, hängt laut Website von der Distanz zwischen dem jeweiligen Netz und der eigenen Liegenschaft ab; eine Anschlussgebühr oder einen Wärmepreis pro Kilowattstunde nennt die besuchte Seite nicht, weshalb hier keine Zahl dazu übernommen wird.

Für wen es passt

Wer eine Liegenschaft im Noirmont oder in Saignelégier besitzt und näher an einem der beiden Netze liegt, findet mit Franches-Montagnes Energie SA eine Anbieterin, die sowohl den Brennstoff (über die Schwesterfirma Yann Flück SA) als auch den Betrieb der Heizzentrale selbst in der Hand hat, was für eine gewisse Versorgungssicherheit spricht, auch wenn die Website das nicht in dieser Form ausformuliert. Wer stattdessen eine eigene Holzschnitzelheizung betreibt oder betreiben will, bleibt bei Yann Flück SA als reiner Brennstoff- und Servicelieferantin richtig, muss dort aber weiterhin selbst für Brennstoffkauf, Wartung und Kaminreinigung sorgen. Wer sich für einen Anschluss interessiert, findet auf der F-M-Energie-Seite ein Anfrageformular; konkrete Zahlen zu Kosten oder Wartezeiten liefert die Website an dieser Stelle nicht, sodass sich das nur über eine direkte Anfrage klären lässt.

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