IB Langenthal AG
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Der Name im Feld dieses Verzeichnisses war nicht erfasst; das Impressum nennt unter "Verantwortlich für den Inhalt" die "IB Langenthal AG", Talstrasse 29, 4901 Langenthal, Telefon 062 916 57 57, identisch mit der Adresse im Seitenfooter. Eine UID oder ein Handelsregistereintrag steht auf der besuchten Impressumsseite nicht.
Was es ist
IB Langenthal AG (IBL) beschreibt sich auf der Startseite als "Ihre Energiepartnerin im Oberaargau" und bedient vier Kundengruppen getrennt: Privatkunden, Geschäftskunden, Immobilien sowie Gemeinden und Versorger, jeweils mit eigenen Menüs für Strom, Gas, Wasser, Telekom, Fernwärme, E-Mobilität und Elektroinstallationen. Die Firma selbst fasst ihr Leistungsspektrum so zusammen: "Energie bedeutet Vertrauen. Als regionale Energiepartnerin stellt die IB Langenthal AG sicher, dass Menschen und Unternehmen im Oberaargau heute und morgen zuverlässig versorgt sind." Für dieses Verzeichnis zählt das Fernwärmegeschäft: IBL baut, finanziert und betreibt Wärmeverbünde mit eigener Energiezentrale und verkauft die erzeugte Wärme laufend an angeschlossene Liegenschaften, statt eine Heizanlage zu verkaufen. Getrennt davon führt IBL, wie weiter unten beschrieben, auch ein Photovoltaik-Contracting, das unter derselben Bezeichnung "Contracting" läuft, aber Solarstrom statt Wärme liefert.
Drei Wärmeverbünde in Langenthal
Die eigene Projektübersicht listet drei Verbünde einzeln mit Status: "Wärmeverbund Hard" (In Betrieb), "Wärmeverbund Nord" (In Betrieb) und "Wärmeverbund Mitte" (Projektierung gestartet). Laut derselben Seite werden "alle Projekte... in Kooperation mit der Stiftung KliK (Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation KliK) realisiert". Die Firma beschreibt ihr Ziel so: "Mit dem Aufbau von Wärmeverbünden in Langenthal leisten wir unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft. Wir möchten mithelfen, die Stadt Langenthal klimaneutral zu machen." Wichtig für Interessierte ist eine Einschränkung, die IBL auf gleich zwei Seiten wiederholt: "Der Fokus liegt aktuell auf grösseren Liegenschaften. Für Einfamilienhäuser ist ein Anschluss an die Fernwärme in Langenthal daher derzeit nur sehr eingeschränkt möglich." Die Firma begründet das damit, der Ausbau sei "technisch anspruchsvoll und mit hohen Investitionen verbunden" und erfolge "schrittweise und mit langfristiger Planung". Eigentümerinnen und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern oder Stockwerkeigentümergemeinschaften werden auf der Fernwärme-Hauptseite gesondert angesprochen und auf Informationen zu Ausbaugebieten, Voraussetzungen und laufenden Projekten verwiesen.
Wie die Fernwärme funktioniert
IBL beschreibt das technische Prinzip in mehreren Schritten: In der Energiezentrale stehen laut eigener Aussage mehrere Heizkessel, "in Langenthal werden zum Beispiel hauptsächlich Holzschnitzel und Wärme aus dem Grundwasser verwendet", ergänzt um Abwärme aus der Industrie, "wo möglich". Die Anzahl der aktiven Kessel wird dem saisonalen Bedarf angepasst, grosse Warmwasserspeicher gleichen Schwankungen aus, und das erhitzte Wasser gelangt über gedämmte, im Boden verlegte Leitungen zu einer Wärmeübergabestation in jedem angeschlossenen Gebäude, wo ein Wärmetauscher die Energie an das bestehende Verteilsystem übergibt. Für den Strombedarf der Energiezentrale selbst nennt die Firma "auf dem Dach installierte Photovoltaikanlagen" als Quelle für einen laut eigener Aussage grossen Teil des benötigten Stroms. Als Vorteile für Kundinnen und Kunden führt IBL unter anderem an: eine "sehr gute CO2-Bilanz" durch lokale erneuerbare Quellen, keine unerwarteten Reparaturkosten, eine gegenüber Gas und Erdöl abgefederte Preisentwicklung, weniger eigenen Aufwand für Betrieb und Wartung, hohe Versorgungssicherheit durch Redundanz im Verbund sowie mehr nutzbaren Raum, weil weder Heizkessel noch Brennstofflager mehr nötig sind.
Preise, Downloads und Ansprechpersonen
Konkrete Frankenbeträge für die Fernwärme nennt der besuchte Seitentext selbst nicht; stattdessen verlinkt die Fernwärme-Seite ein PDF mit dem Titel "Unsere Preise für Fernwärme ab 1. Januar 2026" sowie ein Preis-PDF für 2025 im eigenen Archiv, dazu ein Blatt "Heizen mit Holz", die "AGB Wärme- und Kälteversorgung" und "Technische Anschlussbedingungen"; keines dieser Dokumente wurde für diesen Eintrag geöffnet. Als Ansprechpersonen für Fragen zur Fernwärme nennt die Firma auf gleich zwei Unterseiten (der Hauptseite und der Projektseite) dieselben zwei Namen: Daniel Schütz, Leiter Wärme/Kälte, unter 062 916 58 13, und Lorenz Kissling, Account Manager Wärme/Kälte, unter 062 916 58 28. Ein eigenes Erklärvideo zur Fernwärme wird auf der Hauptseite angekündigt, dessen Inhalt hier nicht ausgewertet wurde, da unser Abruf nur den Text der Seite erfasst, kein Video.
Nicht zu verwechseln: das Photovoltaik-Contracting
Im Menü führt IBL für Geschäftskunden, Immobilien-Kundschaft und Gemeinden je einen eigenen Punkt "Contracting", mit je eigener, inhaltlich gleicher Seite unter drei verschiedenen Adressen (eine für Geschäftskunden, eine für Immobilien, eine für Gemeinden und Versorger). Wie die Seite selbst zeigt, betrifft dieses Angebot aber ausschliesslich das Finanzieren, Bauen und Betreiben von Photovoltaikanlagen, nicht die Wärmeversorgung: "Wir finanzieren, planen, bauen und betreiben die Anlage auf dem Dach oder der Fassade Ihrer Liegenschaften. Die gewonnene Sonnenenergie nutzen Sie zu einem günstigen, vertraglich vereinbarten Strompreis", abgerechnet laut eigener Aussage "gemäss effektiver Produktion in kWh". Als Vorteile nennt dieselbe Seite eine "Komplettlösung... ohne Vorfinanzierung", "stabile und planbare Stromkosten" und ausgelagerte Betriebsrisiken bei gleichzeitiger Wertsteigerung der Immobilie. Auch hier trägt IBL Finanzierung und Betriebsrisiko, allerdings für Solarstrom statt für Wärme; Preise nennt die Seite nicht konkret, nur dass sie "je nach Projekt" variieren und sich "nach den Investitionskosten, dem Eigenverbrauch und der Vertragsdauer" richten. Ansprechpersonen sind dort Dario La Cava, Projektentwickler Photovoltaik (062 916 57 82), und Michael Schweizer, Leiter Energiedienstleistungen (062 916 57 94), beide verschieden von den beiden Fernwärme-Kontakten oben. Wer nach IBLs Contracting-Modell sucht, landet also zunächst beim Solarangebot; das eigentliche Wärmegeschäft dieses Eintrags läuft unter der eigenen Marke "Fernwärme", nicht unter "Contracting".
Für wen es passt
Eigentümerinnen und Eigentümer grösserer Liegenschaften in den Gebieten Hard und Nord in Langenthal, wo der Wärmeverbund laut eigener Angabe bereits in Betrieb ist, sowie im Gebiet Mitte, wo die Projektierung gestartet ist, können sich direkt bei Daniel Schütz oder Lorenz Kissling nach einem Anschluss erkundigen. Besitzerinnen und Besitzer von Einfamilienhäusern sollten die eigene Einschränkung der Firma ernst nehmen, wonach ein Anschluss für sie "derzeit nur sehr eingeschränkt möglich" ist, und stattdessen die verlinkte Energieberatung oder Heizungssanierung als Alternative prüfen. Konkrete Preise nennt keine der ausgewerteten Seiten direkt, nur die verlinkten, hier nicht geöffneten PDF-Preislisten; wer sie kennen will, muss diese separat abrufen. Wer eigentlich ein PV-Contracting sucht, findet unter demselben Anbieter ein separates, ebenfalls von IBL finanziertes und betriebenes Angebot, das aber Solarstrom statt Wärme liefert und eigene Ansprechpersonen hat. Für eine erste Einschätzung, ob und wann ein Fernwärmeanschluss überhaupt infrage kommt, bietet die Fernwärme-Hauptseite zudem einen direkten Weg, "die passende und nachhaltige Heizlösung" prüfen zu lassen, auch wenn dieser Weg selbst kein Fernwärmeanschluss ist, sondern eine allgemeine Beratung zur Heizungssanierung.