oeko energie ag

Umfahrungsstrasse 26b, 6467 Schattdorf

Zum Bewerten auf einen Stern tippen

Der Name im Feld dieses Verzeichnisses, "Heizwerk Uri AG", wird auf "oeko energie ag" korrigiert. Der Herausgeber-Block im Impressum der besuchten Domain nennt als Verlegerin "oeko energie ag, Energiepark Uri, Umfahrungsstrasse 26b, 6467 Schattdorf", UID CHE-430.198.239, durchgehend in Kleinschreibung, auch in der eigenen Copyright-Zeile "© 2026 oeko energie ag": Diese Kleinschreibung wird hier beibehalten, weil die Firma sie auf jeder Seite selbst so verwendet. Die im Verzeichnis hinterlegte Postleitzahl 6467 Schattdorf gehört zu dieser Adresse, nicht zur Heizwerk Uri AG: Deren eigener Impressum-Block auf der Unterseite "Heizwerk Uri" nennt eine andere Adresse, Postfach, 6468 Attinghausen, mit einer eigenen UID CHE-113.560.792. Heizwerk Uri AG ist also eine eigene juristische Person mit eigener Adresse und UID, nicht identisch mit der Betreiberin oeko energie ag, auch wenn beide auf derselben Website auftreten. Beide Angaben werden hier nebeneinander berichtet statt zu einer verschmolzen.

Was es ist

oeko energie ag beschreibt sich selbst als Teil der Zgraggen Holding AG; die Website nennt dazu: "Seit 1952 engagiert sich die Familie Zgraggen in der familiengeführten Unternehmensgruppe." Ein Gründungsjahr der oeko energie ag selbst nennt keine der besuchten Seiten, und die 1952 bezieht sich laut Wortlaut auf das Engagement der Familie in der Unternehmensgruppe, nicht auf ein Gründungsdatum dieser Gesellschaft; beides wird deshalb nicht gleichgesetzt. Laut eigener Aussage ist die Firma "Miteigentümerin und Betreiberin der Heizwerke Uri, Engelberg und Gotthard, der Netzgesellschaft Andermatt sowie Realisatorin des Heizwerks Arosa". Das ist die für dieses Verzeichnis entscheidende Aussage: Die Anlagen bleiben im Bestand der Betreiberin, die Kundschaft bezieht Wärme, keine Heizung. Auf der Dienstleistungsseite heisst es dazu direkt: "Wir liefern Komfortwärme an die Endverbraucher." Ein Photovoltaik- oder reines Stromangebot für Endkundschaft taucht auf keiner der besuchten Seiten auf; das Geschäft ist Wärme aus Biomasse, geliefert über eigene Verteilnetze.

Die Werke der Gruppe

Namentlich beschreibt die Heizwerke-Seite vier Anlagen. Das Heizwerk Uri AG in Schattdorf beliefert laut eigener Darstellung "seit der Inbetriebnahme im Jahr 2008" die umliegenden Industriebetriebe mit Prozess- und Raumwärme; "seit 2015 profitieren auch die Gemeinden Altdorf und Schattdorf von der ökologischen Wärme". Im Dezember 2018 kam ein zweiter Biomasse-Ofen dazu, zusätzlich wird Abwärme aus der eigenen Stromproduktion ins Netz eingespeist, und seit Herbst 2010 versorgt eine zweite Heizzentrale beim Moosbad in Altdorf das dortige Schwimmbad sowie einen Teil der umliegenden Liegenschaften. Die eigene Kennzahlentabelle des Heizwerks Uri nennt: Erstellungsjahr 2008, Produktion Wärme 36.7 GWh/Jahr, Leistung Holzkessel 7 MW, Länge Leitungsnetz 18.1 km, Anzahl Kunden 216, Anschlussleistung 20.6 MW, Dampfproduktion Industrie 11.6 GWh/Jahr.

Das Heizwerk Gotthard AG betreibt die Heizzentrale Göschenen als "Herzstück des Wärmeverbundes Göschenen-Andermatt" und beheizt damit die Dörfer Andermatt und Göschenen. Die Wärme kommt über die sogenannte Bergleitung der Netzgesellschaft Andermatt AG von Göschenen nach Andermatt, die laut eigener Angabe einen Höhenunterschied von rund 350 Metern überbrückt und 3,5 Kilometer lang ist.

Das Heizwerk Engelberg AG lieferte "die erste Wärmelieferung" am 8. November 2017, zunächst aus der bestehenden Heizzentrale des Klosters an Hotels, Restaurants, das Altersheim Erlen und private Objekte. Anfang 2020 ging mit der Anlage im Ghärstli eine eigene Wärmeproduktion für dieses Werk in Betrieb, unabhängig von der Klosteranlage.

Neu dazu kommt der Wärmeverbund Arosa: 2025 erhielt die oeko energie laut eigener Firmengeschichte "den Zuschlag für den Aufbau eines Wärmeverbunds in der Gemeinde Arosa und beginnt mit der Projektplanung". Das Heizwerk Arosa soll laut Beschreibung Wärme an einem einzigen Ort für die ganze Region erzeugen statt in jedem Gebäude einzeln, mit Holz als Energiequelle und Warmwasser als Transportmedium über das Fernwärmenetz zu den Liegenschaften. Ein Übergabestation-Prinzip wird genannt; ein Inbetriebnahmedatum oder Anschlusszahlen für Arosa nennt keine der besuchten Seiten, das Projekt steckt laut eigener Aussage noch in der Planung. Für Arosa führt die Website eine eigene Kontaktnummer, +41 81 511 23 50, getrennt von der allgemeinen Urner Nummer.

Der Prozess: von der Idee bis zum Betrieb

Neben dem Betrieb der eigenen vier Werke positioniert sich oeko energie auch als Entwicklungspartnerin für Dritte. Die Dienstleistungsseite gliedert sich in 5 benannte Phasen: Projektidee, Vorphase, Planungsphase, Realisationsphase und Betriebsphase, mit je einer benannten Ansprechperson. Für Projektidee und Vorphase ist das Marc Vogt, Geschäftsführer, für die Planungsphase Markus Dittli aus dem Engineering. In der Vorphase bietet die Firma laut eigenem Wortlaut auch an, "Ihr laufendes Projekt" zu analysieren und "eine unabhängige Zweitmeinung" zu erstellen, ein reines Beratungsangebot, bei dem die Seite nicht sagt, wem die entstehende Anlage am Ende gehört. Diese generische Projektbegleitung wird hier deshalb getrennt von den vier namentlich genannten, im eigenen Bestand gehaltenen Werken behandelt: Nur für Letztere bestätigt die Website ausdrücklich Eigentum und Betrieb durch oeko energie selbst.

Das Team auf der Seite "Über uns" nennt neben Marc Vogt und Markus Dittli auch Raphael Imhof (Finanzen), André Infanger (Netzbau), Urs Gisler (Betrieb und Unterhalt) und Michaela Brand (Verkauf), je mit eigener Durchwahl. Offene Stellen wurden zum Zeitpunkt des Abrufs für "Leiter:in Werke" und "Mitarbeiter:in Instandhaltung Fernwärme 100%" ausgeschrieben, Ansprechperson dafür ist Christina Tresch-Wagner. Als jüngste Änderung am eigenen Unternehmen nennt die Firmengeschichte für 2024 die Inbetriebnahme "zum Jahreswechsel 2023/2024" eines neuen Blockheizkraftwerks (BHKW), das mit Schweizer Holzpellets laut eigener Angabe "jährlich rund 3 Millionen kWh Strom und 5 Millionen kWh Wärme" produziert; 2023 folgte ein Rebranding der Marke.

Was es kostet

Keine der besuchten Seiten, weder die Heizwerke-Übersicht noch die einzelnen Werksseiten noch die Dienstleistungsseite, nennt einen Grundpreis, Wärmepreis oder sonstige Frankenbetrag für die gelieferte Wärme. Wer die Konditionen kennen will, muss direkt Kontakt aufnehmen; die Website selbst macht dazu keine Angabe, weder allgemein noch für ein einzelnes Werk.

Für wen es passt

Für Liegenschaftsbesitzer, Industriebetriebe und Gemeinden im Einzugsgebiet der vier Werke, also Schattdorf und Altdorf im Kanton Uri, Andermatt und Göschenen ebenfalls in Uri, Engelberg im Kanton Obwalden und künftig Arosa in Graubünden, ist oeko energie ein Anbieter, der Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb der Wärmeerzeugung selbst übernimmt und dafür laufend Wärme statt einer eigenen Heizanlage verkauft. Wer ausserhalb dieser Netzgebiete ein eigenes Wärmeprojekt entwickeln will, kann laut eigener Darstellung auch nur die Planungs- oder Zweitmeinungs-Dienstleistung in Anspruch nehmen, ohne dass die Website dabei sagt, wer am Ende Eigentümerin der Anlage wird; das ist ein anderes Angebot als die vier eigenen Wärmeverbünde und sollte entsprechend separat angefragt werden. Konkrete Preise liefert keine der Seiten, ebenso wenig ein Anschlussdatum für das im Aufbau befindliche Arosa-Projekt. Wer im bestehenden Netzgebiet Schattdorf, Altdorf, Andermatt, Göschenen oder Engelberg eine Liegenschaft besitzt, findet mit den namentlich genannten Ansprechpersonen einen direkten Einstieg in ein Contracting-Modell, bei dem die Anlage nachweislich im Bestand der Betreiberin bleibt.

Mehr aus Wärme-Contracting und Wärmeverbünde

Alle ansehen