Blétry AG
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Der Name aus der Zuteilung, Blétry AG, stimmt mit der Seite „Rechtliches" überein, die als Impressum-Äquivalent fungiert: „Blétry AG :: Benkenstrasse 52 :: 5024 Küttigen :: Schweiz ... Geschäftsinhaber: Didier Blétry". Eine Korrektur ist demnach nicht nötig. Der Copyright-Vermerk im Footer jeder Seite nennt daneben „Monika Blétry" statt Didier Blétry als Rechteinhaberin der Website selbst; die Website erklärt dieses Verhältnis nicht, es wird hier als offene Unstimmigkeit berichtet statt aufgelöst.
Was es ist
Die Über-uns-Seite beschreibt Blétry AG als seit 1974 tätigen Familienbetrieb im Bereich Erdbohr- und Betontrenntechnik. Auf der Team-Seite firmieren Michel Blétry und Esther Blétry als „Geschäftsgründer" beziehungsweise „Geschäftsgründerin"; die operative Leitung liegt heute bei Didier Blétry als Inhaber und Geschäftsführer, zuständig für Erdbohrtechnik und Brunnenbau, unterstützt von Candice Blétry im Sekretariat. Die Team-Seite listet mit Namen, Funktion und teils direkter Telefonnummer eine ungewöhnlich lange Reihe von Fachleuten: Thomas Walliser als Leitung Erdsondenbohrung, Irzio Salvagni als Leiter Brunnenservice und Leitungsbau, Marc Imhof als Leitung Betontrenntechnik, dazu Lucien Camus als Technischer Leiter Bohrbetrieb und Luka Seslak als Technischer Leiter Spezialbohrungen. Darunter folgen namentlich genannte Geräteführer wie Pawel Samon, Konstantin Wesch und Kamil Karwata, mehrere Bohrhelfer sowie eigene Monteure für Sole-Verbindungen wie Granit Bytyqi und Driton Beqiri; die Seite selbst beziffert die Grösse dieser Mannschaft an keiner Stelle mit einer Gesamtzahl, weshalb auch dieser Text keine nennt.
Erdsondenbohrung bis 400 Meter
Die Seite „Erdsondenbohrung" erklärt zunächst das Funktionsprinzip: Eine Erdwärmesonde (EWS) ist ein geschlossenes, U-förmiges Rohrsystem mit zirkulierender Wärmeträgerflüssigkeit, das in ein vertikales oder seltener schräges Bohrloch eingebaut wird und die Wärme an den Verdampfer einer Wärmepumpe weitergibt. Blétry AG bohrt laut eigener Aussage „unter Berücksichtigung aller Richtlinien und Normen bis in eine Tiefe von 400 Metern", in enger Zusammenarbeit mit Heizungsplanern, Geologen und den kantonalen Ämtern. Die Sonden würden „streng nach den Gütesiegelrichtlinien und SIA 384/6" verlegt und geprüft; die Firma ist Mitglied der FWS Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz und führt das aktuelle FWS-Gütesiegel für Bohrfirmen. Beides sind, wie bei jedem FWS-Mitgliedsbetrieb, branchenweite Zugehörigkeiten, keine für Blétry AG exklusive Auszeichnung.
Zum Leistungsumfang zählt die Website unter anderem die Beratung, das Einholen der Bohrbewilligung, die Baustelleninstallation samt Erschliessungspiste und Absperrungen, die eigentliche Bohrung, das Verlegen, Prüfen und Verfüllen der Sonde, die Schlammentsorgung, Wiederherstellungsarbeiten sowie die Kernbohrung für die Hauseinführung durch die hauseigene Betontrenntechnik-Abteilung. Bei Bedarf erstellt laut Website auch ein eigener Kundenmaurer den Sockel für eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe.
Wer vorab klären will, ob eine Erdsondenbohrung am eigenen Grundstück überhaupt zulässig ist, verweist die Website auf „kann-ich-bohren.ch", eine Seite des Bundesamts für Energie; für Grundwassergebiete verweist sie stattdessen auf die firmeneigene Grundwasserbohrung-Seite, da dort eher eine Grundwasserwärmepumpe infrage komme. Für die Finanzierung beim Ersatz einer fossilen durch eine erneuerbare Heizung nennt die Website „attraktive Förderbeiträge" und verweist auf foerderplattform.ch; einen konkreten Frankenbetrag nennt Blétry AG dazu selbst nicht, es handelt sich um ein kantonsübergreifendes Förderportal, nicht um eine eigene Leistung der Firma.
Grundwasserbohrung, Sondierbohrung, Brunnenservice
Neben der Erdsondenbohrung führt die Firma drei weitere Bohrdienstleistungen. Bei der Grundwasserbohrung nennt die Website „Grundwasserfassungen bis zu einem Durchmesser von 1200 cm" sowie Pumpversuche bis 15'000 Liter pro Minute; die 1200-cm-Angabe (umgerechnet 12 Meter) ist ungewöhnlich gross für einen Brunnendurchmesser und in der raw-HTML digit-geprüft, die Website erläutert sie aber nicht weiter, weshalb sie hier unverändert und ohne eigene Deutung wiedergegeben wird. Bei der Sondierbohrung, die der geologischen Baugrunduntersuchung dient, nennt die Website eine Tiefe bis 1000 Meter und mehrere Bohrsysteme: Einfach-Kernbohrung, Rammsondierung und Seilkernbohrung, eingesetzt etwa für Altlasten-Untersuchungen, Baugrund-Untersuchungen, hydrogeologische Untersuchungen oder Aufschlussbohrungen. Der Brunnenservice arbeitet mit einer Unterwasser-Farbkamera mit Schwenkkopftechnik (180 Grad schwenkbar, 360 Grad drehbar) bis in eine Tiefe von 250 Metern und führt ebenfalls Pumpversuche bis 15'000 Liter pro Minute durch, um Verockerungen und Verunreinigungen festzustellen und den Brunnen anschliessend zu reinigen.
Benannte Referenzprojekte
Die Bildergalerie der Erdsondenbohrung-Seite zeigt eine Reihe konkreter, mit Ort und Tiefe versehener Projekte statt allgemeiner Stockfotos. Im ehemaligen Kino „Lichtspiel" in Olten hob die Firma das Bohrgerät per Autokran ein und bohrte 4 Sonden à 200 Meter. Für die Stiftung Arkadis in Olten entstanden 5 Bohrungen à 240 Meter. In Mutschellen AG bohrte Blétry 14 Flux-Sonden à 320 Meter. Eine Spülbohrung in Basel erreichte 400 Meter Tiefe, ein Einfamilienhaus in Brugg 280 Meter, ein Mehrfamilienhaus in Küttigen 300 Meter, ein weiteres Projekt in Aarau ebenfalls 280 Meter. Bei einem Projekt mit „Spezial-Hauseinführung" wurden 32 Erdwärmesonden an ein Gebäude angeschlossen. Ein weiteres, ebenfalls benanntes, aber ohne Tiefenangabe gezeigtes Projekt betrifft Terrassenhäuser in Erlinsbach. Eine weitere Aufnahme zeigt eine Kranfundamentankerung für Swissgrid in Aarau, eine Bohrung ausserhalb des Wärmepumpen-Geschäfts, die aber die Vielseitigkeit des vorhandenen Maschinenparks belegt. Eine Bildunterschrift beziffert das Bohrgerät selbst mit 12 Tonnen Gewicht beim Einheben in die Baugrube, weitere Aufnahmen zeigen die Anlieferung der Bohrmaschine bei beengten Platzverhältnissen und an mehreren unzugänglichen Bohrplätzen sowie eine digitale Druckprüfung der fertig verlegten Sonde.
Was auffällt
Der Copyright-Hinweis „Monika Blétry" im Footer widerspricht dem im Impressum genannten Geschäftsinhaber Didier Blétry, ohne dass die Website diesen Unterschied erklärt; möglich sind eine frühere Rechtsform, eine andere Rolle innerhalb der Familie oder ein technischer Website-Kontakt, die Website selbst sagt es nicht. Für Grundwasserbohrungen nennt die Website eine Fassungsweite von bis zu 1200 Zentimetern Durchmesser, eine auffällig grosse Zahl, die hier unverändert dokumentiert, aber nicht stillschweigend korrigiert wird.
Was die Website nicht sagt
Zu keinem der gezeigten Bohrprojekte nennt die Website einen Preis, eine kW-Leistung der angeschlossenen Wärmepumpe oder einen COP- beziehungsweise JAZ-Wert. Eine Mitarbeiterzahl in Summe wird nicht beziffert; die Team-Seite listet Namen einzeln auf, ohne eine Gesamtzahl zu nennen, weshalb hier auch keine gezählt wird. Ein Gründungsjahr der heutigen Aktiengesellschaft, getrennt vom Gründungsjahr des Betriebs 1974, nennt die Website ebenfalls nicht, ebenso wenig einen konkreten Frankenbetrag für die erwähnten Förderbeiträge.
Fazit
Blétry AG zeigt mit einer langen, namentlich aufgeschlüsselten Mannschaft und einer Reihe konkret verorteter Projekte, von 4 Sonden im alten Kino in Olten bis zur 400 Meter tiefen Spülbohrung in Basel, ein Bohrunternehmen, das seine 4 Sparten Erdsondenbohrung, Grundwasserbohrung, Sondierbohrung und Brunnenservice mit eigenem Personal für jede Sparte abdeckt, jede mit einer eigenen namentlich genannten Leitungsperson. Wer konkrete Kosten oder Leistungsdaten der angeschlossenen Wärmepumpen sucht, muss dafür die persönliche Beratung suchen, auf die die Website mehrfach verweist.