Erdenergie AG (Barmettler Gruppe)
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Der Eintrag aus der Zuteilung nennt „Barmettler Gruppe (Erdenergie AG)" und verlangt eine Prüfung gegen das Impressum. Das direkte Abrufen von /impressum/ scheiterte bei 2 Versuchen mit einem generischen Verbindungsfehler (kein Robots-Disallow, robots.txt der Domain erlaubt alles ausser /wp-admin/), vermutlich ein vorübergehendes Problem des Zielservers. Name und Adresse liessen sich aber ebenso zuverlässig über den auf jeder Unterseite wiederkehrenden „Adresse"-Block der eigenen Sparten-Seite bestätigen: „Erdenergie AG / Gwärbi 325 / 5054 Moosleerau", dazu ein „Zweitstandort" an der Allmendstrasse 1, 5621 Zufikon. Der Copyright-Vermerk im Footer nennt daneben durchgehend die Holding „Hans Barmettler & Co. AG" als Rechtsträger der Gruppen-Website. Erdenergie AG ist demnach die für Bohrarbeiten zuständige Aktiengesellschaft innerhalb der Barmettler Gruppe, keine eigenständige Firma unter anderem Namen; die vorgeschlagene Korrektur der Zuteilung erweist sich damit als zutreffend.
Was es ist
Die Firmengeschichte auf der Gruppen-Website beginnt 1972: Hans Barmettler gründete damals auf dem Hof seiner Brüder in Walterswil SO eine Einzelfirma, ausgestattet mit einem ersten Volvo 860TL Dumper und dem ersten grossen Auftrag, dem Tagbautunnel Zellfeld im Akkord. 1989 wurde daraus die Aktiengesellschaft Hans Barmettler & Co AG. 2006 stieg Sohn Marc Barmettler ins Unternehmen ein und baute laut Website den neuen Geschäftsbereich Erdenergie auf, mit 11'000 Bohrmetern im ersten Jahr mit dem ersten eigenen Bohrgerät. 2016 übernahm Marc Barmettler das komplette Aktienpaket von seinem Vater, 2017 zusätzlich die komplette Geschäftsleitung und den Verwaltungsratsvorsitz. 2024 wurde die Struktur neu geordnet: Aus der Hans Barmettler & Co. AG wurde die Barmettler Gruppe mit vier Aktiengesellschaften, Dumper AG, Erdenergie AG, heatconnect AG und HBC Immobilien AG.
Die Fusion mit Hoppler Tiefbohrungen
2023 übernahm die Gruppe die Hoppler Tiefbohrungen GmbH in Zufikon, laut eigener Darstellung der Zusammenschluss „zweier traditionsreicher Aargauer Familienunternehmen im Bereich Geothermie / Erdsondenbohrungen". Die Website beziffert das Ergebnis dieser Fusion konkret: eine „in der Geothermie führende Unternehmensgruppe mit 18 kompetenten Bohrteams (inklusive zwei Spülbohrgeräten) und fünf Montageteams für Verbindungsleitungen", die rund 100 Mitarbeitende beschäftigt und nahezu in der ganzen Schweiz tätig ist. Der zweite Standort in Zufikon, den die Erdenergie-Seite als „Zweitstandort" führt, entspricht dem früheren Sitz von Hoppler Tiefbohrungen.
Bohrgerätepark und Bohrleistung über die Jahre
Die Geschichte-Seite dokumentiert den Ausbau des Maschinenparks Jahr für Jahr mit eigenen Zahlen. 2007 wurde das zweite Bohrgerät angeschafft, mit einer totalen Bohrleistung von 33'000 Metern in jenem Jahr. 2008 kam ein drittes Klemm-Bohrgerät dazu. 2009 wurde erstmals eine Gesamtbohrtiefe von 61'150 Metern erreicht, laut Website hauptsächlich für Heizungssanierungen, mit einem vierten Bohrgerät der Marke MDT, das sich für Erdsondenbohrungen bei Sanierungen eigne. 2011 investierte das Unternehmen in grössere und leistungsfähigere Kompressoren, wodurch Bohrtiefen von über 300 Metern möglich wurden. 2012 erreichte die Jahresbohrleistung 83'000 Meter. 2014 kam das erste Spülbohrgerät hinzu, im selben Jahr erstmals mehr als 100'000 Bohrmeter in einem Jahr. 2015 wurden sämtliche Bohrequipen mit digitalen Druckprüfungsgeräten ausgestattet. 2017, zum 45-jährigen Bestehen, kam das siebte Bohrgerät der Marke Beretta in Betrieb, mit erstmals 180'000 Bohrmetern in einem Jahr. 2020 nahm ein neues Bohrgerät der Firma Nordmeyer den Betrieb auf, die GeoVario 18, die laut Website bis zu 500 Meter tief bohrt und auch Spülbohrungen ermöglicht; im selben Jahr gründete die Gruppe die heatconnect AG für Verbindungsleitungen und Anergienetze. 2022, zum 50-jährigen Bestehen, kam ein zehntes Bohrgerät dazu, ein Klemm KR 805-3GW, ergänzt um sechs weitere Y35-Kompressoren sowie den nach Angaben der Website grössten knickgelenkten Dumper Europas, einen Volvo A60H.
Grösstes dokumentiertes Bohrprojekt
Für 2020 nennt die Geschichte-Seite auch das nach eigener Einordnung grösste Bohrprojekt der Firma: für die Primeo Wärme AG in Allschwil wurden 316 Bohrlöcher à 290 Meter erstellt, dazu 6 Grossverteiler sowie 6'800 Meter diffusionsdichte Barrier-Pipe-Leitungen. Auf der Erdenergie-Sparten-Seite selbst finden sich weitere, kleiner dimensionierte, aber ebenfalls konkret bezifferte Referenzen: 64 tiefe Erdsondenbohrungen für die Wohnüberbauung Bellariarain in Zürich-Wollishofen, 57 tiefe Erdsondenbohrungen für einen Neubau an der Toblerstrasse in Zürich sowie über 60 Erdsondenbohrungen für Wohnüberbauungen in Hüttikon. Weitere genannte, aber nicht mit Bohrzahl versehene Referenzen sind eine Wohnüberbauung in Alpnach Dorf, Terrassenhäuser in Malters, das Seepark Village in Sempach (Bohrungen in zwei Etappen), ein Atriumhaus in Dagmersellen, Terrassenhäuser auf einer Felsflanke am Chalchrain in Oberägeri, das Spital Limmattal in Schlieren sowie das Lycée Français de Zurich in Dübendorf.
Leistungsangebot
Die Erdenergie-Seite gliedert das Angebot in 4 Bereiche: Geothermie & Erdwärme (Erdsondenbohrungen, Kernbohrungen), Spezialbohrungen (Piezometerbohrungen, Sondierbohrungen), Verlängerungen (Anbindeleitungen, Graben) sowie Gesamtlösungen, bei denen die Firma laut eigener Aussage als einziger Ansprechpartner Planung, Organisation und Realisierung übernimmt. Unter den genannten Vorteilen führt die Seite unter anderem eine verbesserte Kalkulier- und Planbarkeit, Kostentransparenz im Gesamtprojekt sowie „Innovativ in Materialien, Techniken und Know-How" auf. Für die Erweiterung ihres Kompressorenparks (das Angebot an Mietkompressoren) und den grössten Dumper ist laut Website die Schwestergesellschaft Dumper AG zuständig, nicht Erdenergie AG selbst; die beiden Sparten werden hier entsprechend nicht vermischt, auch wenn beide unter demselben Gruppendach und derselben Adresse in Moosleerau geführt werden.
Für Verbindungsleitungen zwischen Sondenkopf und Wärmepumpe sowie für Anergienetze verweist die Gruppe seit 2020 an die eigens dafür gegründete Schwestergesellschaft heatconnect AG; auch deren Referenzen werden hier nicht Erdenergie AG zugerechnet, da es sich um eine separate Aktiengesellschaft mit eigener Leistungsseite handelt.
Umwelt und Nachhaltigkeit
2021 stellte der Standort Moosleerau laut Website auf 100 Prozent erneuerbaren Strom aus einer eigenen Solaranlage um, ergänzt durch eine verlängerte Zusammenarbeit mit Fair Recycling zur CO2-Kompensation. Diese Angaben sind Eigenaussagen der Firma und wurden nicht durch eine externe Zertifizierungsstelle auf dieser Website belegt.
Was die Website nicht sagt
Zu keinem der genannten Bohrgeräte nennt die Website eine kW-Leistung, einen COP- oder JAZ-Wert oder einen Preis pro Bohrmeter. Ein Frankenbetrag für ein einzelnes Referenzprojekt wird an keiner geprüften Stelle veröffentlicht.
Fazit
Erdenergie AG stützt sich auf eine seit 1972 lückenlos dokumentierte Firmengeschichte mit jährlich fortgeschriebenen Kennzahlen zu Bohrgeräten und Bohrleistung, von den ersten 11'000 Bohrmetern 2006 bis zu den 316 Bohrlöchern à 290 Meter für die Primeo Wärme AG in Allschwil 2020. Die 2023 vollzogene Fusion mit der Hoppler Tiefbohrungen GmbH hat daraus, nach eigener Zählung, eine Gruppe mit 18 Bohrteams und rund 100 Mitarbeitenden gemacht, die von Moosleerau und Zufikon aus nahezu in der ganzen Schweiz bohrt. Wer die Zahlen zu Leistung oder Kosten eines einzelnen Projekts sucht, findet sie hier nicht; wer die Grössenordnung des Unternehmens hinter der Marke Erdenergie verstehen will, findet dazu eine ungewöhnlich detaillierte, selbst geschriebene Chronik.