HASTAG St. Gallen Bau AG
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Die Zuteilung nennt „HASTAG St. Gallen Bau AG", und das Impressum bestätigt diesen Namen ohne Umweg über eine Web-Agentur-Fusszeile: Kopf- und Fusszeile jeder aufgerufenen Seite tragen durchgehend „HASTAG St. Gallen Bau AG, Waldmannstrasse 9a, Postfach 162, 9014 St. Gallen, T 071 274 23 23", identisch mit dem eigenständigen Impressum-Dokument. Eine UID- oder MWST-Nummer veröffentlicht die Impressum-Seite nicht, weshalb sich der Firmenname hier ausschliesslich über Adresse und Kontaktangaben, nicht über eine Handelsregister-Kennnummer, verifizieren liess. Der Name der Zuteilung erweist sich damit als zutreffend, eine Korrektur ist nicht nötig.
Vom Akkordanten zum Baukonzern
Die unternehmenseigene Chronik beginnt 1909 mit der Gründung der einfachen Gesellschaft „Geremia Corazza, Akkordant, Engelburg". 1930 folgte die Umbenennung in „Corazza+Söhne", 1938 die Umwandlung zur „AG für Kohlenförderung", die laut Chronik während der Kriegsjahre in Mörschwil Kohle abbaute. 1949 nahm die Firma ein Kieswerk im Rietli, Goldach, in Betrieb, 1952 folgte die nächste Umbenennung in „Kies AG St. Gallen" mit Kieswerken, Tiefbauarbeiten und Transporten. Es folgten weitere Werke und Standorte: 1962 das Kieswerk Niederbüren, 1970 das Betonwerk Niederbüren, 1975 die Kiesgrube Stöcklen in Arnegg, 1982 sowohl das Betonwerk Gossau als auch die Zweigniederlassungen Rorschach und Sirnach/Wil der Sparte Tiefbau, 1992 das Betonwerk Mörschwil. 1993 verzeichnet die Chronik den Unfalltod von Leo Corazza, damals Mitinhaber und verantwortlich für die Kies AG St. Gallen. 1995 wurde die Kies AG St. Gallen Gruppe an die Stutz Verwaltungs AG in Birmensdorf verkauft. Ein Eintrag der Chronik widerspricht sich hier selbst: Unter der Jahreszahl 1997 steht der Text „Kauf Spezialtiefbau AG St. Gallen 2001", ein Datum, das nicht zum umgebenden Eintrag passt; die Website liefert dazu keine Klärung, weshalb dieser Widerspruch hier nur wiedergegeben, nicht aufgelöst wird. 2001 kaufte das Unternehmen zusätzlich die Grundag AG in Gossau sowie das Betonwerk Romanshorn. 2002 wurde aus der Kies AG St. Gallen die HASTAG St. Gallen, gleichzeitig mit der Integration der Spezialtiefbau AG St. Gallen und der Grundag AG. 2004 verkaufte die Eigentümerschaft die HASTAG-Gruppe an die JURA-Holding, eine Tochtergesellschaft von CRH plc, verbunden mit der Integration des Tiefbaus Winterthur. 2010 schliesslich gründete die Gruppe die ALTEGG Deponie AG und nahm deren Inertstoffdeponie in Betrieb; im selben Jahr verkaufte CRH die HASTAG St. Gallen AG an die Specogna-Holding AG in Kloten, verbunden mit der Namensänderung in die heute geführte „HASTAG St. Gallen Bau AG". Jüngere Einträge der Chronik betreffen vor allem die Kies- und Betonsparte: 2013 Schliessung des Kies- und Betonwerks Niederbüren bei gleichzeitigem Werkstattneubau in St. Gallen, 2015 Rekultivierung in Niederbüren und Neubau des Recyclingplatzes in Gossau, 2016 eine neue Kieswaschanlage in Arnegg und der „Tag der geschlossenen Kiesgrube" in Niederbüren, 2017 das neue Betonwerk Gossau mit Recyclingplatz, 2023 die Gründung der HAGE Kies AG mit einem weiteren Kiesabbaustandort in Buch bei Frauenfeld, und 2026 die Abspaltung des Bereichs Beton durch Übernahme seitens der HASTAG (Zürich) AG.
Fünf Sparten, ein Prinzip
Die Website fasst ihr Geschäftsmodell unter dem Titel „Das HASTAG-Prinzip: Alles aus einer Hand" zusammen und nennt dazu fünf Bereiche: Tiefbau, Kies, Spezialtiefbau, Entsorgung und Erdwärme. Diese Bündelung mehrerer Bausparten unter einem Dach prägt das Unternehmen: Wer über HASTAG bohren lässt, bucht damit keinen reinen Bohrspezialisten, sondern eine Abteilung eines diversifizierten Bauunternehmens, das seinen Ursprung im Kies- und Tiefbaugeschäft hat.
Die Sparte Erdwärme
Die Erdwärme-Seite der Sparte beschreibt die eigene Kapazität konkret: „Fünf Bohrequipen mit modernsten Bohranlagen verfügen dank 2.5 Mio. Meter abgeteuften Sonden über eine langjährige Erfahrung in sämtlichen geologischen Situationen." Das Leistungsangebot umfasst laut eigener Aufzählung Erdwärmesondenbohrungen, Grab- und Verlängerungsarbeiten bis und mit Erdwärmesondenverteiler sowie Kleinfilterbrunnen; die Unterseite zur Erdwärmesonde konkretisiert dies zu: Erdwärmesonden, Sondenverteiler und Verteilschächte, Langzeit-Druckprüfung gemäss den Normen SIA 384/6 und SIA 384/7, Grundwasser-Filterbrunnen, technische Beratung sowie die Berechnung von Erdwärmesonden nach SIA 384/6. Die beiden SIA-Normen sind branchenübliche Fachregeln und keine firmeneigene Auszeichnung; sie werden hier nur als Bezugspunkt der eigenen Leistungsbeschreibung wiedergegeben. Dieselbe Seite verlinkt ein „Gütesiegel für Erdwärmesonden" als PDF-Download sowie die externen Adressen fws.ch und htc-h.ch, ohne dass die Seite selbst eine Mitgliedschaft in einer dahinterstehenden Organisation behauptet; diese Verweise werden deshalb hier nicht als Mitgliedschaft gewertet. Als direkten Ansprechpartner der Sparte nennt die Seite Stefan Keel, „Leiter Sparte Erdwärme", erreichbar über dieselbe Hauptnummer 071 274 23 23, die auch als Telefonlink (tel:071 274 23 23) hinterlegt ist.
Bohrtechnik und Platzbedarf
Die Unterseite zur Bohrtechnik nennt zwei angewandte Bohrsysteme mit demselben Durchmesserbereich: die Drehschlagbohrung mit Luftspülung (Imlochhammerbohrung) und die Rotationsspülbohrung mit Spülungszusätzen wie Bentonit, beide mit einem Bohrdurchmesser von 135 bis 152 mm. Für die eigentliche Bohrstelle veranschlagt die Seite eine Arbeitsfläche von ca. 12 x 5 m, dazu einen zusätzlichen Abstellplatz von ca. 70 m2 für Kompressor, Mulde, Lastwagen und Container; Zufahrten und Arbeitsflächen müssten bei jeder Witterung für Lastwagen befahrbar sein. Zur Ausrüstung heisst es dort wörtlich: „Unsere 4 unterschiedlichen Bohrgeräte ermöglichen den Einsatz in jeder Geologie sowie auch bei schwer zugänglichen Objekten." Diese vier genannten Bohrgeräte und die eingangs erwähnten fünf Bohrequipen sind zwei unterschiedliche Grössen (Maschinenpark und Personaleinsatz), die hier nicht ineinander umgerechnet werden.
Standorte und Kontakt
Als Hauptsitz führt die Website „HASTAG St. Gallen Bau AG, Waldmannstrasse 9a, Postfach 162, 9014 St. Gallen" mit der Telefonnummer 071 274 23 23. Daneben nennt die Standorte-Seite einen zweiten Sitz „HASTAG St. Gallen Bau AG, Zürcherstrasse 65, 9500 Wil" mit der Nummer 071 911 32 33 sowie ein separat aufgeführtes „Magazin St. Gallen, Waldmannstrasse 9, 9014 St. Gallen" mit der Nummer 071 274 23 61; für keine dieser beiden zusätzlichen Nummern liegt auf der Standorte-Seite ein Telefonlink vor, mit dem sich die Angabe gegenprüfen liesse, sie stehen dort nur als Text. Diese Standorte decken das gesamte HASTAG-Geschäft ab, nicht speziell die Sparte Erdwärme, die auf der eigenen Unterseite keine eigene, abweichende Adresse führt.
Wer hierher passt
HASTAG St. Gallen Bau AG ist kein reiner Bohrspezialist, sondern die Erdwärmesparte eines seit 1909 gewachsenen Ostschweizer Baukonzerns, der sein Bohrgeschäft mit eigenen Equipen, eigenen Bohrgeräten und einer über Jahrzehnte gewachsenen Bohrleistung von eigenen Rigs aus betreibt, statt Löcher zuzukaufen. Wer eine Erdsondenbohrung mit einem etablierten, breit abgestützten Unternehmen im Rücken sucht, findet hier eine Sparte mit dokumentierter Geschichte und konkret bezifferter Erfahrung. Wer dagegen eine spezialisierte reine Bohrfirma bevorzugt, sollte einkalkulieren, dass Erdwärme nur eine von fünf Sparten neben Tiefbau, Kies, Spezialtiefbau und Entsorgung ist. Zu Preisen pro Bohrmeter, zu Leistungsdaten einzelner Bohrgeräte oder zu einer Mitarbeiterzahl der Sparte Erdwärme macht die Website keine Angabe; wer solche Kennzahlen benötigt, muss sie direkt bei Stefan Keel erfragen.