Heim Bohrtechnik AG

Bafflesstrasse 15, 9450 Altstätten · seit 2006

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Der Impressumsblock von hb-ag.ch bestätigt den Namen der Zuteilung: „Gesamtverantwortung & Redaktion: HEIM Bohrtechnik AG, Bafflesstrasse 15, 9450 Altstätten SG, SCHWEIZ, Fon +41 71 575 05 00, E-Mail: info@hb-ag.ch". Eine eigene UID- oder MWST-Nummer nennt diese Seite nicht, die Produktion wird separat einer deutschen Werbeagentur (Schnittstelle03, Wangen) zugeschrieben, ohne mit der Firma selbst vermischt zu werden. Der Name der Zuteilung ist damit korrekt; einzig die auf der Website durchgängig verwendete Grossschreibung „HEIM Bohrtechnik AG" wurde hier in „Heim Bohrtechnik AG" normalisiert. Auffällig: Auf praktisch jeder Unterseite läuft neben den echten Inhalten unverändertes Theme-Fülltext mit, das die Zuteilung nicht betrifft, aber Vorsicht beim Lesen der Seite verlangt. Kopf- und Fusszeile zeigen durchgehend eine „Cybersteel Inc." mit Adresse in San Francisco, US-Telefonnummern wie +44 1234 567 890 und +1 212 333 4444 sowie die Mailadresse info@yourdomain.com, dazu mehrere Lorem-Ipsum-Absätze unter „About us". Das Impressum selbst zitiert zudem deutsches Recht (§§ 7 bis 10 TMG) für eine Schweizer Firma, ein typisches Vorlagenrelikt. All das wird hier als unbearbeitete Theme-Restware behandelt und nicht als Aussage der Firma gewertet.

Gründung und Geschäftsführung

Die Startseite datiert die Gründung genau: „Dieses ehrgeizige Ziel setzte sich die HEIM Bohrtechnik AG bei ihrer Gründung am 27.03.2006." Dieselbe Seite spricht von „bald 20 Jahren" seit der Gründung, was zum Datum 2006 passt und hier nicht in eine eigene Jahreszahl umgerechnet wird. Geschäftsführer und Inhaber ist laut Teamseite und dem persönlich unterzeichneten Leitbild auf der Seite Firmenphilosophie Stephan Heim. Zur Erfahrung macht die Website zwei nicht ganz deckungsgleiche Angaben: Die Startseite schreibt „über 3 Millionen erfolgreiche Bohrmeter, die die Firma HEIM Bohrtechnik AG unter Stephan Heim seit 35 Jahren in der Schweiz, Deutschland, Österreich und sogar in Japan bewerkstelligt hat", während die Referenzenseite von „über 30 Jahren Erfahrung des Geschäftsführers" spricht und daraus "weit mehr als 10.000 Projekte" seit der „bald 20-jährigen Firmengeschichte" der AG ableitet. 35 Jahre und über 30 Jahre sind zwei unterschiedliche Zahlen für dieselbe Erfahrung; da beide so auf der Website stehen, werden sie hier nebeneinander wiedergegeben, ohne sie anzugleichen. Für die Zertifizierung nennt die Startseite zusätzlich eine „ununterbrochene Auszeichnung des Unternehmens seit seiner Gründung im Jahre 2006 mit dem Gütesiegel der FWS Schweiz"; das FWS-Gütesiegel ist eine Auszeichnung des Branchenverbands und wird hier entsprechend nicht als firmeneigene Leistung dargestellt.

Erdsondenbohrung

Die Leistungsseite zur Erdsondenbohrung wirbt mit der Überschrift „Mit uns in bis zu 600 m Tiefe" und beschreibt zwei Bohrverfahren: Hammerbohrungen für harte Untergründe und Spülbohrungen für weiche, sandige oder tonige Böden. Auf einer eigenen Infoseite verweist die Firma Interessenten zusätzlich auf das amtliche Geoportal kann-ich-bohren.ch des Bundesamts für Energie, über das sich prüfen lässt, ob am gewünschten Standort gebohrt werden darf oder eine Bewilligung nötig ist; dieser Verweis ist eine externe, kostenlose Behördenressource und keine eigene Dienstleistung der Firma.

Maschinenpark

Die Seite Maschinenpark beziffert die Ausrüstung konkret: „mehr als 70 Fahrzeuge, neben den Bohrgeräten auch Lieferfahrzeuge, Kompressoren und dergleichen, in 14 Teams", dazu ein mobiles Werkstattteam für Reparaturen direkt auf der Baustelle. Zu den einzeln aufgeführten Bohrgerätetypen zählen der Nordmeyer Geovario 1-18 (16500 kg, für Spül-, Hammer-, Brunnen- und Kernbohrung), der Geotec XL GTI (14500 kg, 500 Meter Bohrtiefe, ebenfalls für alle vier Bohrarten) und der leichtere Geotec XL GT (9000 kg), der laut Website nur für reine Hammerbohrung bis 400 Meter Tiefe ausgelegt ist. Eine Besonderheit ist der Botec Scheitza: Die Seite beschreibt ihn als modular aufgebaut und „innert kürzester Zeit in 2 Teile mit einem Gewicht von maximal 6800 kg" zerlegbar, was ihn auch für schwer zugängliche Baustellen einsetzbar macht, bei 600 Metern Bohrtiefe. Die Seite listet den Nordmeyer Geovario 1-18 an zwei Stellen mit unterschiedlicher maximaler Bohrtiefe (600 m an der einen, 550 m an der anderen Stelle) und führt zwei Varianten des Nordmeyer DSB 3-14 auf, einmal auf einem dreiachsigen Lastwagen mit einer angegebenen Länge von 11180 mm und 500 Metern Bohrtiefe, einmal auf Raupenfahrwerk mit Kran mit einer angegebenen Länge von nur 1118 mm und 550 Metern Bohrtiefe; beide Abweichungen werden hier so wiedergegeben, wie sie auf der Seite stehen, ohne sie als Tippfehler zu werten oder anzugleichen.

Team und Tochtergesellschaften

Die Teamseite nennt für jede Abteilung eigene Ansprechpersonen mit Name, Funktion, Durchwahl und E-Mail-Adresse statt einer anonymen Sammeladresse: in der Geschäftsführung Stephan Heim (CEO/Inhaber), als Prokuristen Adriano Fera (Projektleiter/Verkaufsleiter) und Thomas Heim (Backoffice, Marketing), in der Projektleitung Jakob Ladner und Nicola Fera, als Geologe Tarik Vural sowie im Backoffice und in der Disposition unter anderem Romina Ketterer, Petra Heim, Diana Niggli, Gabriela Milisavic, Ivana Ulsamer, Eva Heim und die Auszubildende Kaltrina Kastrati. Eine Gesamtzahl der Belegschaft wird auf der Seite nirgends genannt, weshalb hier auch keine gebildet wird. Zur Unternehmensgruppe gehören laut eigener Aussage zwei Tochtergesellschaften: die Heim Drilling Support & Equipment AG, „Tochterunternehmen seit 2017" und laut Website spezialisiert auf Dienstleistungen rund um die untiefe Geothermie mit eigener Software und Messtechnik, sowie die MudEX AG, „Tochterunternehmen seit 2020", die in einem eigens errichteten Gebäude eine vollautomatische Anlage betreibt, die den Bohrschlamm der Heim Bohrtechnik AG in Ton, Sand und Kies auftrennt und das Wasser für den nächsten Kreislauf aufbereitet.

Referenzprojekte

Die Referenzenseite listet zahlreiche einzelne Bohrprojekte mit eigenen Zahlen, ohne dass hier eine Gesamtsumme daraus gebildet wird. Das grösste dokumentierte Projekt ist ein Sondenfeld für die Metrohm AG in Herisau mit „87 x 250 Meter Bohrung", bei dem laut Website wegen enger Terminvorgaben zwei Bohrgeräte gleichzeitig eingesetzt wurden. Für die Siedlung Seldwyla in Zumikon nennt die Seite „22 Erdwärmesonden an schwer zugänglichen Bohrpunkten für eine Gesamttiefe von knapp 6'750 Metern", darunter einen Teilabschnitt an der Tobelmülistrasse mit „3 x 380 Meter" sowie eine einzelne Bohrung mitten in der Siedlung mit 360 Metern Tiefe, dem laut Website „das besonders leichte Bohrgerät, das speziell für dieses Projekt entwickelt wurde," mit einem Pneukran in die kleinsten Gassen gehoben werden konnte. Weitere einzeln benannte Projekte sind eine Bohrung in Sankt Gallen mit „1 x 300 Meter", eine spätere Bohrung ebenfalls in Sankt Gallen mit „4 x 230 Meter", zwei Bohrungen in Häggenschwil mit je 250 Metern, eine Bohrung in Gossau mit 190 Metern, zwei Bohrungen in Zürich-Oberstrass mit je 320 Metern sowie eine Bohrung in Seewis-Dorf mit 280 Metern. Für Niederwil nennt die Seite keine Meterzahl, sondern hebt die „minimale Beanspruchung von Flächen" hervor. Zur eigenen Grössenordnung insgesamt schreibt die Referenzenseite: „haben wir weit mehr als 10.000 Projekte auf den verschiedensten Gebieten sicher, sauber und schnell abgewickelt."

Fazit

Unter der unbearbeiteten Theme-Fassade mit Cybersteel-Adresse und Lorem-Ipsum-Texten steht bei Heim Bohrtechnik AG ein inhaltlich dichter Kern: ein 2006 gegründetes, von Stephan Heim persönlich geführtes Bohrunternehmen mit einem nach eigenen Angaben über 70 Fahrzeuge und 14 Teams starken Maschinenpark, einem benannten Team über alle Abteilungen hinweg, zwei eigenen Tochtergesellschaften für Zusatzleistungen und Schlammrecycling sowie einer langen Liste einzeln bezifferter Referenzprojekte bis 600 Meter Bohrtiefe. Einen Preis pro Bohrmeter, eine kW-Leistungsangabe oder eine Gesamtmitarbeiterzahl veröffentlicht die Website an keiner geprüften Stelle; wer solche Angaben braucht, muss sie direkt bei einer der namentlich genannten Kontaktpersonen erfragen.

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