Bürge AG
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Der Name aus der Zuteilung, Bürge AG, stimmt mit dem Impressum überein: „Kontaktadresse / Bürge AG / Pfattstrasse 8 / CH-9536 Schwarzenbach / Schweiz". Eine Korrektur ist nicht nötig. Anders als bei den meisten übrigen Einträgen dieser Charge veröffentlicht das Impressum allerdings keine Handelsregister- oder UID-Nummer, nur die Kontaktadresse und die üblichen Haftungs- und Datenschutzklauseln.
Was es ist
Die Philosophie-Seite datiert die Firma auf 1994: „Aus dieser Grundhaltung ist 1994 die Bürge AG entstanden. Wir sind ein auf qualitätsvolle und nachhaltige Holzfeuerungen spezialisiertes Familienunternehmen." Das ursprüngliche Kerngeschäft ist damit Kaminbau und Ofenbau, nicht das Bohren; erst 2006 kam laut Website ein zweites Standbein hinzu: „Mit der Abteilung Erdwärmesondenbohrungen kam 2006 ein weiteres Standbein dazu." Wer diesen Eintrag über die erdsondenbohrungen-Kategorie findet, sucht also die jüngere der beiden Sparten der Firma, nicht ihr historisches Kerngeschäft.
Inhaber ist laut Team-Seite Armin Bürge, unterstützt von Cornelia Bürge im Bereich Finanzen und Personal. Für die Erdwärmesondenbohrungen (EWSB) nennt die Team-Seite drei eigene Ansprechpartner mit direkter Durchwahl: Nico Bürge als Projektleiter EWSB, Nando Bürge als Projektleiter EWSB und zugleich Bohrmeister, sowie Michi Blaser als Sachbearbeiter EWSB. Für den übrigen Betrieb listet dieselbe Seite Simon Schoch (Abteilungsleiter Innendienst/Verkauf), Michael Zwick (Abteilungsleiter Aussendienst), Timon Hollenstein (Innendienst/Verkauf) sowie Köbi Hasler (Abteilungsleiter Werkstatt).
Das ursprüngliche Kerngeschäft: Kaminbau
Die eigene Kaminbau-Seite präzisiert die „über 30 Jahre" aus der Startseite: „Dank unserer über 30-Jährigen Erfahrung im Kaminbau und Abgastechnikbereich verfügen wir über umfassendes Fachwissen, um sämtliche Arten von Wärmeerzeugern fachgerecht, effizient und normkonform anzuschliessen." Für Holzfeuerungen setzt die Firma laut eigener Aussage auf ein selbst entwickeltes System namens „Bürge Kaminbau Euro 3000". Das Leistungsspektrum reicht von Kaminreparaturen über komplexe Abgasleitungssysteme bis zu Brandschutzschächten und individuell gefertigten Schalldämpfern für Kaminanlagen, ergänzt um Kernbohrungen, Brandschutzverkleidungen und Spenglerarbeiten. Wo eine ganzheitliche Komplettlösung im Einzelfall nicht möglich sei, greife man laut Website auf ein „bewährtes Netzwerk langjähriger Partner" zurück; dieser Netzwerkhinweis bezieht sich auf das Kaminbau-Geschäft und wird hier nicht auf die Erdwärmesondenbohrungen übertragen, für die die Team-Seite eigenes Personal nennt.
Wie Bürge AG eine Erdsondenbohrung ausführt
Die Leistungsseite „Erdwärmesondenbohrungen" beschreibt den Ablauf in 9 benannten Schritten. Zunächst wird die Baustelle eingerichtet: Einmessen des Bohrpunkts, Zufahrtsicherung, Platzieren von Maschinen, Spülwannen und Materialcontainern, dazu Absperrungen und Schallschutz. Danach bohrt die Firma mit einem eigenen, in der Website nur als „leistungsstark" bezeichneten Bohrgerät senkrecht ins Erdreich, je nach Bodenbeschaffenheit im Spül- oder Luftheberbohrverfahren; die Tiefe werde individuell berechnet und liege in der Regel zwischen 100 und 400 Metern, wobei laut Website jeder Meter dokumentiert und kontrolliert wird. Anschliessend folgt der Einbau der Erdwärmesonde, eines speziell gefertigten Doppel-U-Rohrs aus hochdichtem Polyethylen, mit exakter Zentrierung für die Wärmeübertragung. Vor dem endgültigen Abschluss prüft die Firma das gesamte System mit Messtechnik auf Dichtheit und Druckstabilität, bevor die Baustelle sauber zurückgebaut wird. Die Hinterfüllung erfolgt mit einer Verpresssuspension aus Bentonit und Zement, die laut Website Hohlräume verhindert, das Grundwasser vor Kontamination schützt und die Wärmeleitfähigkeit zwischen Sonde und Erdreich verbessert. Nach dem Rückbau der gesamten Bohrinfrastruktur folgt die Inbetriebnahme der Wärmepumpe mit Funktionsprüfung und Feinjustierung, danach der fachgerechte Anschluss der Sondenrohrenden an die Verbindungsleitungen zur zentralen Technik im Gebäude, bei mehreren Sonden zu einem Feld zusammengeführt. Zuletzt wird das System mit einer Wärmeträgerflüssigkeit, in der Regel einem frostsicheren Wasser-Glykol-Gemisch, blasenfrei und unter kontrolliertem Druck befüllt.
Weitere Leistungen rund um die Bohrung
Neben der eigentlichen Sondenbohrung bietet Bürge AG laut Website professionelle Verteilersysteme für Wohnüberbauungen oder Gewerbebauten an, bei denen sie Bau- und Planungsunternehmen unterstützt. Dazu kommen Kernbohrungen für Hausanschlüsse (Gas, Wasser, Strom) sowie für Wand- und Deckenöffnungen für Heiz- und Klimainstallationen; dieselbe Kernbohrtechnik wird auf der Startseite auch für Kamindurchführungen, Warmluftschächte und die Küchenentlüftung genannt, ein direkter Berührungspunkt zum ursprünglichen Kaminbau-Geschäft der Firma.
Als Vorteile der Erdwärme führt dieselbe Seite eine Reihe von Stichpunkten auf: umwelt- und ressourcenschonend, nachhaltige Energie aus der Natur, zusätzlicher Platzgewinn durch den Wegfall des Öltanks, geringe Wartungskosten bei hoher Zuverlässigkeit, hochwertig gefertigte Produkte und Anlagen, kostenlose Heizenergie mit äusserst niedrigen Energiekosten, eine Wertsteigerung der Immobilie sowie eine nachhaltige Investition über mehrere Generationen. Auf der Startseite fasst die Firma ihr Leistungsversprechen zusätzlich unter der Überschrift „Diese 5 Gründe sprechen für uns" zusammen: Fachberatung für Private, Architekten, Heizungs- und Bauunternehmen, Komplettlösungen aus einer Hand, Montage und Wartung durch qualifizierte Spezialisten, Standard- und Sonderlösungen für jeden Anspruch sowie „kompromisslose Bürge-Qualität garantiert – seit 1994". Diese Punkte gelten laut Website für das gesamte Angebot der Firma, nicht speziell für die Erdwärmesondenbohrungen, werden hier aber der Vollständigkeit halber mitgeteilt, da sie auf jeder Leistungsseite gleichermassen erscheinen.
Was auffällt
Die Website nennt als Vorteile der Erdwärme unter anderem „kostenlose Heizenergie" und „äusserst niedrige Energiekosten"; „kostenlos" bezieht sich hier ersichtlich auf die Wärme aus dem Erdreich selbst, nicht auf die Investitions- oder Stromkosten der Wärmepumpe, die an keiner Stelle beziffert werden. Anders als bei mehreren anderen Einträgen dieser Kategorie nennt die Website keine Referenzprojekte mit Ort, Bauherr oder Bohrmetern für die EWSB-Abteilung; die einzigen konkret bezifferten Angaben sind die Tiefenspanne von 100 bis 400 Metern und der 9-schrittige Ablaufplan.
Was die Website nicht sagt
Zu keinem abgeschlossenen Bohrprojekt nennt die Website einen Ort, einen Kunden, eine Bohrmeterzahl oder einen Preis. Eine Mitarbeiterzahl für die Gesamtfirma oder für die EWSB-Abteilung allein wird nicht beziffert; die Team-Seite listet 9 Personen mit Namen, ohne eine Summe zu nennen. Eine Herstellermarke für das eingesetzte Bohrgerät nennt die Website ebenfalls nicht, ebenso wenig eine Handelsregister- oder UID-Nummer im Impressum, anders als bei Firmen, die diese Angaben dort routinemässig veröffentlichen.
Fazit
Bürge AG ist in erster Linie ein 1994 gegründeter Kaminbau- und Ofenbetrieb, der sein Bohrgeschäft für Erdwärmesonden erst 2006 aufgebaut hat, dafür aber mit eigenem Personal: einem Bohrmeister und zwei weiteren namentlich genannten EWSB-Spezialisten, nicht über einen Partnerbetrieb. Der 9-schrittige, detailliert beschriebene Bohrablauf von der Baustelleneinrichtung bis zur Befüllung mit Wärmeträgerflüssigkeit zeigt technisches Verständnis für den Prozess, auch wenn die Website anders als andere Bohrfirmen dieser Kategorie kein einziges konkretes Referenzprojekt mit Ort oder Bohrmetern zeigt. Für Interessenten, denen die Herkunft aus dem Kaminbau wichtig ist, liegt darin zugleich ein Vorteil: Dieselbe Werkstatt, die seit 1994 Wärmeerzeuger normkonform anschliesst, verantwortet seit 2006 auch die Erdwärmesondenbohrungen, unter einem gemeinsamen Familiendach an der Pfattstrasse in Schwarzenbach.