LSS Bohr AG

Hofmattweg 14, 6142 Gettnau · seit 2006

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Der Name der Zuteilung, „LSS Bohr AG", ist korrekt und wird vom Handelsregistereintrag im Impressum bestätigt: „Eingetragener Firmenname: LSS Bohr AG ... Nummer: CH-100.3.786.927-0 ... Handelsregisteramt: Luzern ... Mehrwertsteuernummer: CHE-113.220.385". Genau dieser Block, der die UID- und Mehrwertsteuernummer trägt, widerspricht jedoch der Adresse, die auf jeder Seite der Website inklusive im Kopf desselben Impressum-Dokuments erscheint: Dort steht durchgehend „LSS Bohr AG, Hofmattweg 14, 6142 Gettnau", während der Handelsregister-Absatz direkt darunter den „Rechtssitz der Firma" mit „Willisau" angibt, ohne eine eigene Strasse zu nennen. Die Website klärt diesen Widerspruch an keiner geprüften Stelle auf; er wird hier deshalb nur festgehalten, nicht aufgelöst. Für Kontaktzwecke folgt dieser Eintrag der auf jeder Seite tatsächlich genutzten Adresse in Gettnau, hält aber fest, dass der Handelsregistereintrag den Rechtssitz in Willisau verortet. Getrennt von der Firma selbst nennt das Impressum ausserdem zwei Dienstleister: Creanet Internet Service AG (Geuensee) für die technische Umsetzung und Agentur Frontal AG (Willisau) für Konzept und Design, beides eigenständige Zeilen, die nicht mit dem Firmennamen vermischt wurden.

Gründung und Grösse

Die Unternehmensseite beschreibt die Firma unmissverständlich: „Wir sind ein Kleinunternehmen mit grossem Know-how, wenn es um Erdsonden- und Brunnenbohrungen geht. Unser Einzugsgebiet erstreckt sich von Luzern bis Bern. Unser Unternehmen besteht seit 2006 und wir erschliessen pro Jahr ca. 150 Haushalte mit Erdwärme." Weiter unten auf derselben Seite folgt eine zweite, konkret bezifferte Aussage zur Betriebsgrösse: „Mit 12 Mitarbeitern und drei Bohrgeräten schreiten wir bestens gewappnet der Energiewende 2050 entgegen." Zwei weitere Seiten nennen zusätzliche, nicht vollständig deckungsgleiche Zeitangaben: Die Startseite schreibt „Seit 2007 erschliessen wir jährlich ca. 150 Haushalte mit Erdwärme", die Unterseite zur Erdsondenbohrung dagegen „Wir geniessen seit zehn Jahren zufriedene Kunden." Das 2006 als Gründungsjahr, das 2007 als Beginn der jährlichen Erschliessungszahl und das „seit zehn Jahren" auf der Bohrseite passen nicht ohne weiteres zueinander; alle drei werden hier so wiedergegeben, wie sie auf der Website stehen, ohne sie anzugleichen.

Inhaberschaft und Team

Die Firma wird laut Teamseite von zwei Inhabern geführt: Franz Suppiger, dort als „Oberbohrmeister Erdsonden, Wasserbohrung" geführt, und Rudolf Leibundgut als „Firmenleiter". Für weitere Bereiche nennt dieselbe Seite Rita Suppiger (Finanzen, Personalwesen), Kevin Leibundgut (Sondenanbindungen, Frostschutzbefüllung), Angela Keiser (Büro-Assistentin), Christoph Wangeler (Werkstattchef, Sicherheitsbeauftragter) sowie die Bohrmannschaft Tony Haefliger (Bohrfachkraft), Jakob Waldburger, Michael Waldispuehl und Jonas Wicki (alle drei als Bohrmeister) und Rosita Bättig (Reinigungsfachkraft). Für Sondenanbindungen und Frostschutzbefüllungen nennt dieselbe Seite zusätzlich eine Partnerfirma, Leni GmbH, mit Nico Leibundgut als Ansprechperson; wo genau die interne Zuständigkeit von Kevin Leibundgut endet und die der Partnerfirma beginnt, sagt die Seite nicht, weshalb hier beide Nennungen nur wiedergegeben werden, ohne sie zu einer Aussage zusammenzuführen. Die im Text genannten 12 Mitarbeiter und drei Bohrgeräte werden hier direkt übernommen, nicht selbst anhand der Teamkacheln nachgezählt.

Leistungsangebot

Das Hauptgeschäft ist die Erdsondenbohrung, ergänzt um Planung und Berechnung, Sondenverlängerung, Frostschutzeinspülung und eine Offertanfrage direkt über die Website. Daneben bietet die Firma Brunnenbohrungen an, laut eigener Beschreibung zur Gewinnung von „sauberem und nachhaltigem Trinkwasser oder Brauchwasser", sowie unter „Zusatzleistungen" separat aufgeführt Sondenverlängerung, Frostschutzeinspülung und Verteilerschacht. Zur Bohrtechnik selbst schreibt die Unterseite zur Erdsondenbohrung: „Mit unserer Bohrmaschine erreichen wir eine Tiefe von maximal 300 m." In der Bohrung würden vier Kunststoffleitungen verbaut, zu zwei Kreisläufen zusammengefasst (eine sogenannte Duplex-Erdsonde), durch die ein Wasser-Glykol-Gemisch zirkuliert und die Wärme zur Wärmepumpe transportiert. Für Anlagen mit mehreren Sonden montiert die Firma laut der Unterseite zu Verteilerschächten komplett vormontierte, druckgeprüfte Schächte, die mehrere Sonden bündeln, „sodass nur noch zwei Leitungen ins Haus gezogen werden müssen" und entsprechend nur zwei Kernbohrungen nötig sind; die Schächte lassen sich laut derselben Seite entweder vollständig in der Erde verbauen oder mit begehbarem oder befahrbarem Schachtdeckel sichtbar einbauen.

Brunnenbohrungen

Die eigene Unterseite zu Brunnenbohrungen richtet sich an Kunden, die Trink- oder Brauchwasser aus dem Erdreich fördern oder Anlagen und Plantagen bewässern wollen. Als eigene Wettbewerbsvorteile nennt die Seite „langjährige Praxiserfahrung", eine „enge Zusammenarbeit mit Geologen (schweizweit)", eine Trinkwasserprüfung in Laboratorien sowie „Brunnenbohrtiefen bis 150 m möglich". Für die Untersuchung der Wasserproben nennt die Seite eine externe Partnerfirma: „Wir arbeiten hauptsächlich mit der Firma LaBeCo zusammen, die unsere Wasserproben untersucht." Auch hier gilt: Was LaBeCo genau prüft, entnimmt dieser Eintrag ausschliesslich der Aussage von LSS Bohr AG selbst, nicht einer eigenen Prüfung der LaBeCo-Website. Zur Einordnung verweist die Seite zudem auf den Sommer 2018 mit seinen Hitzetagen als Beleg für den wachsenden Bedarf an eigener Wasserversorgung, eine allgemeine Wetterbeobachtung und keine firmenspezifische Kennzahl.

Qualitätskontrolle

Dieselbe Seite beschreibt drei eigene Prüfschritte nach der Bohrung: einen digitalen Test, der zeigt, ob sich die geteufte Sonde innerhalb der geltenden Normen befindet; ein Hinterfüllungsprotokoll, bei dem eine Zement-Bentonit-Mischung ins Bohrloch injiziert und die Schutzummantelung digital geprüft, protokolliert und abgelegt wird; und ein Wärmeverlaufprofil, für das ein „Messmolch" in die Sonde eingefahren und einmal im Kreislauf umgespült wird, um grafisch darzustellen, in welcher Tiefe welche Temperaturen herrschen und ob Anomalien wie wasserführende Schichten auftreten. Zum Gütesiegel der „Gütesiegel-Kommission für Erdwärmesonden der Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz" beschreibt die Seite Zweck und Regeln dieser Zertifizierung, formuliert die eigene Beziehung dazu aber vorsichtig: „Die Qualität, die wir an den Tag legen, entsteht jedoch nicht einzig aus dem Willen, dieses Gütesiegel zu erlangen." Ob LSS Bohr AG das Gütesiegel bereits trägt oder danach strebt, lässt sich aus diesem Satz allein nicht eindeutig herauslesen; es wird deshalb hier nicht als bestätigte Auszeichnung der Firma geführt.

Kontakt und Randnotiz

Als Kontakt nennt jede Seite „LSS Bohr AG, Hofmattweg 14, 6142 Gettnau, T 041 980 42 64", die Nummer auch als funktionierender Telefonlink hinterlegt; für Franz Suppiger, Rudolf Leibundgut und Kevin Leibundgut sind zusätzlich eigene Mobilnummern mit passendem Telefonlink verzeichnet. Im Seitenfuss praktisch jeder Unterseite folgt zudem eine lange, unzusammenhängende Liste fremder Stichworte von Trennwandsystemen über Permanent Make-up bis zu Kaffeemaschinen, offensichtlich Verweise einer Werbe- oder SEO-Agentur auf andere Kundenprojekte; diese Liste hat mit dem Geschäft von LSS Bohr AG nichts zu tun und wird hier entsprechend nicht verwendet.

Fazit

LSS Bohr AG präsentiert sich als kleines, seit 2006 aktives Bohrunternehmen aus dem Luzerner Hinterland mit einem nach eigenen Angaben zwölfköpfigen Team, drei Bohrgeräten und einem Einzugsgebiet zwischen Luzern und Bern, das neben Erdsondenbohrungen bis 300 Meter Tiefe auch Brunnenbohrungen sowie dokumentierte Qualitätsprüfungen nach der Bohrung anbietet. Zu Preisen pro Bohrmeter oder einer COP- oder JAZ-Angabe für die angeschlossenen Wärmepumpen äussert sich die Website nicht, ebenso wenig zu einer bestätigten FWS-Zertifizierung. Wer sich für das Unternehmen interessiert, tut gut daran, den Sitz-Widerspruch zwischen Gettnau und Willisau direkt anzusprechen, statt ihn stillschweigend zu übergehen.

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