Striega-Therm AG
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Das Impressum bestätigt den vom Zuteilungsbrief genannten Namen ohne Korrektur: Striega-Therm AG, Breitenstrasse 10, 4852 Rothrist, MWST-Nr. CHE-107.995.265, Telefon 062 797 03 03. Ein Handelsregister-Datum oder eine UID nennt das Impressum nicht, nur die Mehrwertsteuernummer. Der Standort selbst liegt, laut den eigenen Anfahrtshinweisen, in einem ehemaligen Börsengebäude ("alte Börse") mit mehreren Gebäudeteilen (C1 bis C3); der Kundenraum von Striega-Therm teilt sich den Eingang im Gebäude C3 mit einer Firma für Bodenbeläge.
Die eigene Firmengeschichte ist auf einer ausführlichen Zeitstrahl-Seite dokumentiert und beginnt 1982: Der Kältefachmann Peter Zaugg macht sich selbständig und konzentriert sich auf Wärmepumpen. Den Namen liefert der Hausberg Striegel bei Oftringen, dem ursprünglichen Firmenstandort, kombiniert mit "Therm"; die Basis "Striega" stammt laut eigener Darstellung von der Fahrrad-Eigenmarke, unter der bereits Zauggs Vater gehandelt hatte. Im ersten Geschäftshalbjahr verkauft Zaugg die ersten 2 Luft-Wasser-Wärmepumpen. 1984 bildet er den ersten Kältemonteur-Lehrling aus, 1985 entwickelt und installiert die Firma erfolgreich eine Flusswasser-Wärmepumpe und baut neben dem Luft-Wasser-Kerngeschäft vermehrt Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Anlagen. 1989, nach 6 erfolgreichen Geschäftsjahren, beginnt Zaugg, auch den Verdampfer in Eigenregie zu produzieren; die verkaufte Stückzahl nähert sich laut eigener Aussage der 100er-Marke pro Jahr, und sein Bruder Ueli Zaugg tritt als ausgebildeter Kältezeichner ins Unternehmen ein. 1991 werden bereits Split-Wärmepumpen bis 200 kW hergestellt und verkauft. 1995 lässt die Firma sich im damaligen Wärmepumpen-Testzentrum in Töss prüfen: von 17 getesteten Geräten liegt die Striega-Therm-Wärmepumpe laut Zeitstrahl bei 8 von 9 Messpunkten an der Spitze, im Fliesstext derselben Seite mit fast 8 % höheren COP-Werten als die Konkurrenz beschrieben (Quelle: WPZ-Bulletin Nr. 6 von 1995) - zwei unterschiedlich formulierte Kennzahlen zum selben Test, hier beide wiedergegeben, ohne sie gegeneinander aufzulösen. 1997 herrscht laut eigener Aussage ein Wärmepumpen-Boom in der Schweiz, und die Firma verkauft erstmals über 130 Wärmepumpen in einem Jahr.
2003 verkauft Peter Zaugg die Firma an Gilbert Lüscher, der die Geschäftsführung übernimmt und Lager sowie Produktion um den Standort Uerkheim erweitert; 2004 folgt die 5. Wärmepumpen-Generation mit dem ersten Scroll-Kompressor. 2005 wird eine Ventilator-Ringheizung mit Umweltenergie entwickelt und in Serie übernommen. 2008 lässt der starke Ölpreisanstieg die Nachfrage nach Wärmepumpen laut eigener Darstellung stark steigen. 2010 verkaufen Gilbert Lüscher und Werner Siegrist ihre Anteile an Ruedi Siegrist, der zugleich Verwaltungsratspräsident wird und die operative Führung an Markus Uhlmann übergibt. 2011 entsteht, als Reaktion auf preisgünstigere ausländische Konkurrenz, das heutige Firmenlogo. 2012 feiert die Firma ihr 30-jähriges Jubiläum, verlegt den Sitz von Oftringen nach Rothrist und präsentiert die neue Sole-Wasser-Wärmepumpe SWU. 2013 verlässt Markus Uhlmann das Unternehmen nach über 3 Jahren an der Spitze, und Ruedi Siegrist übergibt die Geschäftsführung an Reto Studer. 2014 stellt die Firma an der Messe ROGA einen neuen Verdampfer namens "Geisshubel" vor, benannt nach dem Hausberg am neuen Standort Rothrist; die ersten Geräte gehen 2015 in den Einsatz, in verschiedenen Farben und Designs, und die Firma wird im selben Jahr offizieller Träger des SWISS LABEL. 2016 entsteht die Idee einer innenaufgestellten Wärmepumpe, die "AWS-I", deren erstes Gerät im Herbst desselben Jahres montiert wird. 2017 feiert die Firma ihr 35-jähriges Jubiläum, und die Mitarbeiterzahl steigt laut Zeitstrahl erstmals auf über 10.
2018 kommt die AWST Silent Wave mit einer Heizleistung von 20 kW (bei -7/55, also -7 Grad Aussen- und 55 Grad Vorlauftemperatur) auf den Markt, die Mitarbeiterzahl steigt auf 13, und die Produktion in Rothrist wird um 220 m2 erweitert. 2019 wächst die Belegschaft auf 15, es werden laut eigener Aussage erstmals über 200 Wärmepumpen in einem Jahr verkauft, und die Firma erhält einen Auftrag zur Produktion von Wärmepumpen-Modulen für die "Hybridbox®" - ein Fremdprodukt, für das Striega-Therm hier als Modul-Zulieferer auftritt, nicht als Markeninhaberin. 2020 wird die Produktion weiter ausgebaut, auf nunmehr 900 m2, und eine CNC-Rohrbiegemaschine geht in Betrieb. 2022 wächst das Lager um 500 m2, sodass Lager, Produktion und Büro zusammen über 1400 m2 umfassen; im selben Jahr startet das interne Ausbildungsprogramm "Wärmepumpen Praktiker", das jährlich 3 bis 4 Mitarbeitende zu "WP-Allroundern" ausbildet, und die Belegschaft wächst auf 23. 2023 wird daraus eine 1,5-jährige Ausbildung zum WP-Praktiker gegen den Fachkräftemangel, die Mitarbeiterzahl steigt auf 26, und ein neues Firmenlogo mit einem Scherenschnitt-Motiv wird eingeführt. 2024 erweitert die Firma ihr Sortiment um eine Split-Ausführung der SWU und erreicht im Aargauer Unternehmerpreis, Kategorie "Bestes Aargauer Unternehmen national", den 2. Rang. 2025 verlässt Reto Studer nach über 11 Jahren an der Firmenspitze das Unternehmen, und Milinko Simic übernimmt die Geschäftsführung.
Die aktuelle Geschäftsleitung laut Team-Seite: Milinko Simic als Geschäftsführer, Dieter Ackermann als Leiter Verkauf und Stv. Geschäftsführer, Kevin Lörtscher als Leiter Technik und Ausbildung, dazu als Bereichsleiter ohne Geschäftsleitungsfunktion Martina Martignano (Finanzen), Kosmas Tsiraktsopoulos (Service und Innendienst), Marcel Kauz (Manufaktur), Patrick Erismann (Montage) und Christian Plüss (Lager und Disposition).
Zur eigenen Fertigungsphilosophie schreibt die Manufaktur-Seite, man setze bewusst auf Langlebigkeit statt auf den reinen Effizienzwettbewerb anderer Hersteller: möglichst wenig überflüssige Elektronik, dafür laut eigener Wortwahl "robuste, reparaturfähige" Komponenten, sowie bei Kompressoren, Plattenwärmetauschern und Druckschaltern ausschliesslich namhafte Zuliefermarken. Kupferverbindungen werden von Hand hartgelötet oder mit Bördel verschraubt, das Löten selbst mit Stickstoff-Formieren, um Zunderbildung im Rohrinneren zu verhindern; die meisten Mitarbeitenden bildet die Firma selbst aus ihren Reihen (Kälte-, Elektro- oder Heizungstechnik) aus. Vakuumierung und Dichtigkeitskontrolle sind laut eigener Aussage automatisiert.
Nicht jedes im Sortiment gelistete Produkt stammt aus dieser eigenen Manufaktur: Auf der Startseite weist Striega-Therm ausdrücklich auf eine "Greenline"-Kennzeichnung hin, für "Produkte, die nicht aus der Manufaktur stammen", sondern von der Firma nur "geprüft und vertrieben" werden. Welche einzelnen Modelle konkret als Greenline gelten, wird auf den eingesehenen Seiten nicht Produkt für Produkt ausgewiesen; die eigenen Wärmepumpen-Baureihen AWS, AWST, AWS-I und SWU sind an anderer Stelle jedoch durchgehend als Manufaktur-Eigenentwicklung dargestellt, während das separat gelistete Wärmepumpenboiler-Sortiment (unter anderem CALYPSO VM, EXPLORER COZYTOUCH und WPA ECO) auf den geprüften Seiten nicht ausdrücklich als eigene Entwicklung bezeichnet wird.
Beim Vertrieb übernimmt Striega-Therm mehr selbst als andere Hersteller in diesem Verzeichnis, aber nicht alles: Die Verkaufsabteilung berät Endkundinnen und -kunden laut eigener Aussage "allein oder gemeinsam mit dem installierenden Heizungsinstallateur" und steht auch Installationsbetrieben, die mit den eigenen Produkten noch wenig Erfahrung haben, unterstützend bei. Die firmeneigene Montageabteilung liefert und montiert bei Split-Wärmepumpen Innen- und Aussengerät (Verdampfer) sowie den Schaltschrank samt Splitleitungen, dichtet die Anlage mit Stickstoff ab und vakuumiert sie mindestens 12 Stunden; die Inbetriebnahme selbst gehört laut eigener Aussage ausdrücklich nicht zu ihren Aufgaben und bleibt damit beim jeweiligen Installationsbetrieb. Wer eine Wärmepumpe möchte, kann die Manufaktur in Rothrist nach Terminabsprache besichtigen und sich direkt vor Ort beraten lassen, oder über den unternehmenseigenen "Wärmepumpenkompass" (ohne Registrierung) eine Konfiguration mit Richtpreis erstellen.
Zwei aktuelle Angebote nennt die Startseite mit Frist beziehungsweise Zeithorizont: eine "10 Jahre Garantie" auf jede neu installierte Wärmepumpe aus der eigenen Manufaktur, laut Sternchenvermerk gültig für Auftragseingänge vor dem 31.12.2026, sowie zwei neue Propan-Wärmepumpen-Lösungen mit unterschiedlichem Anforderungs- und Budgetprofil, deren Markteinführung die Website für Sommer 2026 und Frühjahr 2027 ankündigt.
Für einen Installationsbetrieb liegt der Unterschied zu einem reinen Wärmepumpenimporteur darin, dass Striega-Therm bei den eigenen Split-Geräten einen Teil der Montage selbst übernimmt und die Feinabstimmung samt Inbetriebnahme dem Installationsbetrieb überlässt, mit über 40 Jahren dokumentierter Fertigungserfahrung am selben Standort im Hintergrund. Für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer bedeutet das Modell, dass eine Anfrage entweder über den bestehenden Installationsbetrieb oder direkt über die Beratung in Rothrist laufen kann, mit derselben Manufaktur am anderen Ende.